Weekend: Und noch ein Rape and Revenge Film Made in Japan!

Das Ex-AV Idol Miyuki Yokoyama hat nach ihre erfolgreichen kariere in den japanischen Erwachsenenunterhaltungsfilmen natürlich nicht mit Schauspielern aufgehört. Hatten wir sie schon in den Filmen: Lipstick, Hitch-Hike und Camp. Springen wir aber noch etwas zurück in der Zeit und zu ihren Anfängen, jedenfalls etwas eher als die drei genannten Filmen. Denn Weekend entstand schon 2012 aber reiht sich nahtlos in diese Art von Filme ein, wo sie sonst auch mitspielte. Sie zeigt immer noch etwas nackte Haut aber das Thema ist immer wieder Rape and Revenge. Auch bei Weekend ist es das Thema, natürlich wieder typisch für den japanischen Genrefilm und anders als die westlichen Vertreter.

Die Handlung dreht sich um die junge Bloggerin Miki, welche schnell und gern mit iihrem Blog berühmt werden will, damit sie auch mit ihrem Hobby Geld verdienen kann. Da kommt das Angebot von dem Blogger Jack, er lädt sie ein zu einem Wochenende um neue Schönheitsprodukte zu testen. Jakc heißt eigentlich Seito und leitet eine kleine Firma. Miki lässt sich auf die Einladung ein und beide verbringen einen schönen Abend und landen im Bett. Doch am nächsten Morgen ist alles anders, Miki wird von zwei maskierten Männern angegriffen und vergewaltigt. Sie gehören zu Seito, die Drei haben eine Folterporno Webseite und brauchen eine neue Darstellerin, so halten sie Miki gefangen und drehen mit ihr Clips. Kann sie diesem Albtraum entkommen?

Wieder einmal zeigt der japanische Genrefilm, dass er immer etwas anders ist. Denn die Sehgewohnheiten in Japan sind anders und das merkt man auch bei Weekend. Denn es dauert lange bis das Finale da ist und dann geht alles auch sehr schnell. Man konzentriert sich mehr auf den Mittelteil und wie Miki leiden muss. Dabei setzt man aber auf aktuelle Themen wie eine Bloggerin, was in Japan sehr angesagt ist, kurze Sätze und ein Bild posten. Manchmal auch etwas länger.

In welches Genre passt Weekend?

Es ist immer wieder interessant, wenn ein Genrefilm die Grenzen des Genres sprengt und mehr dazu nimmt. Dabei muss man aber auch beachten, dass in Japan immer einiges anders ist. Denn Weekend funktioniert zwar wie ein Rape and Revenge Film hat aber auch Anleihen von einem Torture Porn. Dabei setzt man aber nicht unbedingt auf den Schauwert der Folter, sondern hier eher den Missbrauch von Miki, welche gezwungen wird in vielen Clips mit zuspielen, damit die Kunden der Webseite befriedigt werden. Es geht um Kommentare und Demografie. Es ist auch schon etwas Sozialkritik die hier durchschimmert. Wie weit gehen Menschen für Likes und Erfolg.

Durch das nutzen der Formelen des Genres hebt sich Weekend etwas von vielen Genrevertretern ab, was öfters im japanischen Genrefilm passiert. Die Ideen sind manchmal frischer, manchmal schlägt man auch etwas zu weit. Obwohl man hier vor allem Miki auch eine Charakterentwicklung gibt, sie wird aber am Anfang sehr naiv dargestellt und verfällt natürlich Seito. Das alles wirkt schon fast wie der Auftakt einer romantischen Komödie. Doch das Blatt wendet sich schnell und ab dann beginnen die Qualen der Hauptfigur. Hier muss sie leiden, als Zuschauer hofft man immer wieder das sie entkommen kann. Hier spielt auch der Film mit den erwartungen, denn ab und an gibt es einen Hauch Hoffnung. Doch am Ende ist es vergebens, dass Finale ist noch nicht da.

Im Finale mutiert Miki dann auf einmal zu einer Art Rambo Version, sie legt fallen und trickst ihre Peiniger auf um sie zu töten. Das kommt sehr plötzlich und unerwartet. Dabei wird so was nirgendwo angedeutet, auch wie die Fallen dahin kommen. Am Ende ist das auch etwas egal, denn alles wird sehr schnell abgehandelt. Es endet auch und man gibt auch im Abspann noch eine kleine Auflösung. Denn vorher im Film erfuhren wir schon, dass schon mindestens ein Mädchen vor Miki verschwand und sicherlich auch so benutzt wurde. Einer der Peiniger schaut das sogar auf seinem Smartphone.

Ist Weekend Extrem?

Im Vergleich mit anderen Genrevertretern wirkt Weekend schon etwas harmloser. Dennoch geht es hier auch um Folter und Vergewaltigung. Denn Miki muss einiges durchmachen und wird auch für eine Flucht bestraft. Die drei Jungs haben sie unter Kontrolle. Seito scheint der Chef der Gruppe zu sein. Der Kameramann ist wohl der typische japanische Hentai, welcher lieber filmt und dabei masturbiert. Der zweite in der Gruppe vergewaltigt sein Opfer oder quält es und macht dann Fotos mit dem Handy davon. Man baut hier also unangenehme Typen auf. Als Zuschauer vertraut man Seito auch nicht so wirklich, seine Art hat irgendwas, was einem zweifeln lässt. So muss man mit anschauen wie Miki in die Falle gerät.

Miki wird von Miyuki Yokoyama glaubthaft verörpert. Sie drückt den Ekel den sie empfindet sehr gut aus, auch ihr leiden kommt sehr glaubhaft rüber. Man merkt hier eindeutig, durch ihre Erfahrungen in der JAV Welt hat sie einiges gelernt. Denn die japanischen erwachsenen Unterhaltungsfilme sind auch anders als der westliche Markt. So scheint es sicherlich zwischen dieser Rolle in Weekend und in so manchen Porno wo sie dabei war, kaum einen Unterschied zu geben. Außer das sie in Weekend keine freude zeigen darf, weil es halt gezwungen ist und der Figur nicht gefällt. Weniger kauft man ihr dann das Finale ab, obwohl sie sicherlich das Zeug hat zu einem weiblichen Actionheld, in so manchen billigen erotischen Actionfilm. So wirkt das alles doch zu sehr aufgesetzt und erfährt auch nicht woher sie das alles kann.

Optik

Auch Weekend gehört zu den Filmen welche digital gedreht wurden und auch hier sieht man es den Film immer wieder an. Dabei versucht Regisseur Yoshikazu Ishii es aber gut zu verstecken. Man merkt es dennoch immer wieder sehr deutlich. Vor allem das Bild sieht halt nicht mehr nach Film aus. Interessant ist es aber, wie sein Stil im Film verteilt ist. So gibt es eine Stelle wo das Bild stehen bleibt und schwarz weiß wird, hier blendet der Film dann ab zum nächsten Morgen. Das deutet auf das Unheil hin was kommen wird für den Hauptcharakter. Auch nutzt man natürlich die Bilder, welche die Bösen machen. Hier nutzt man den typischen Bildeffekt, dass man das sieht was die Person durch die Linse sieht mit den Informationen. So trennt man die Kameras.

Ansonsten bietet Weekend den typischen billigen Look, für die Art von Produktion, es wurde viel im Wald und in einem Raum gedreht und in ein paar Seitenstraßen von Tokyo. Das scheint wohl am günstigen zu sein, wenn man nicht viel Geld hat. Dabei benutzt man den Raum aber gut und zeigt wie Miki in verschiedenen Outfits immer wieder für die Clips herhalten muss und gedemütigt, vergewaltigt und gefoltert wird. Dabei sieht man auch immer wieder die Webseite wo das alles hochgeladen wird und die Kommentare der User. Hier verdeutlicht man dann die Kritik an den Sozialenmedien etwas deutlich, was manche für Likes und Ruhm tun würden.

Fazit:

Weekend ist eine interessant Genremischung, welcher als Grundlage das Rape and Revenge Genre hat. Dabei baut man etwas Sozialkritik ein und bedient sich etwas beim Torture Porn. Das Finale des Films ist etwas zu kurz und wirkt auch etwas unglaubwürdig, weil man über die Fähigkeiten von Miki nichts erfährt. Ansonsten ist der Spielfilm ein interessanter Beitrag für das japanischen Genrekino.

Weekend

Movie title: Weekend

Director(s): Yoshikazu Ishii

Actor(s): Miyuki Yokoyama, Sugihara Isamu, Hiroaki Kawatsure, Ten Miyazawa

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 4/10
    Extrem - 4/10
6.0/10
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