The Silence of the Sushi Rolls: Pinku Eiga Parodie von Das Schweigen der Lämmer

Regisseur Mototsugu Watanabe ist sehr umtriebig im Pinku Eiga und hat viele Filme gedreht und auch ein paar Reihen, eine davon ist die Onna chikan sôsakan, der erste Teil ist auch als Sexy S.W.A.T. Team bekannt. Ein paar Teile später mit, genauer gesagt dem vierten Teil, sind wir bei einer Parodie angekommen. Denn mit The Silence of the Sushi Rolls hat man sich den Plot von Das Schweigen der Lämmer genommen und es in das Pinku Eiga Genre gepackt und parodiert dabei den Film etwas, baut aber viel Eigenes ein und wandelt sehr viel von der bekannten Handlung ab. So erschafft man etwas Eigenes wo man aber die Vorlage immer wieder sehr gut erkennt.

Die Handlung beginnt mit unserer Heldin, sie ist in einem Zug und will dort einen Fummler fassen, der gerade anfängt sie zu belästigen. Doch dieser hat eine Maschine, welche sie so sehr in Ekstase versetzt das sie paralysiert wird und nicht mehr fähig ist sexuelle Lust zu empfinden. Doch der Täter muss gefasst werden, stalkt er doch die Geliebte von einem Minister. Es gibt nur eine Person die Helfen kann, der verrückte Professor Dr. Nectar, dieser hat mit Menschen experimentiert und ihnen andere Geschlechtsteile angepflanzt. Wird Clarice, wir meinen unsere Heldin endlich wieder das Glück der Lust empfinden und heraus finden wer der Stalker ist?

Es ist natürlich schwer die Handlung eines Films in gerade mal 60 Minuten zu erzählen, so nimmt man die Figuren und ein paar Szenen und baut sie ein. Das macht man bei The Silence of the Sushi Rolls und schon hat man als Zuschauer die Illusion man würde das kennen auf was sie anspielen, man nimmt die wichtigsten Handlungselemente, hier halt die junge Polizistin und ein verrückter Professor, der etwas an seine Vorlage erinnert. Dazu gibt es aber für die Reihe passende Handlung.

Schweigen der Lämmer in der Pinku Eiga Welt

Das Schweigen der Lämmer gehört zu den besten Thrillern aller Zeiten und ist auch ein sehr guter Film über einen Serienkiller. Das machte die Figur des Hannibal Lecter sehr berühmt, so sehr das es weitere Filme und auch Bücher gab, das alles endete in der wirklich guten TV-Serie Hannibal. Doch es gibt auch immer wieder Parodien über den Film, manchmal nur eine Szene, manchmal etwas mehr. Nachmacher gibt es viele. Sicherlich auch in der westlichen Pornowelt. Doch in Japan hat man aus der Vorlage einen Pinku Eiga gemacht. Dabei versucht man an wenigen Punkten aus der Vorlage etwas neues zu machen. So zeigt The Silence of the Sushi Rolls, dass er auch zu einer Filmreihe gehört. Aufpassen muss man auch das man keine Rechte verletzt.

Man geht am Anfang soweit, dass man einige Szenen fast eins zu eins kopiert, dass ist für uns als Zuschauer auch einfacher zu verstehen, dass man hier einen Film parodiert. Natürlich baut The Silence of the Sushi Rolls auch viele eigene Elemente ein. Denn es muss ja auch um die Reihe gehen in dem der Film spielt. Dabei geht es wieder um einem Grapscher im Zug aber nur am Anfang. Dann tauchen wir ab in die verrückte Welt des japanischen Spielfilms. Denn wir erleben eine verrückte Wendung nach der anderen.

Alleine die Handlung rund um den Stalker und wer er am Ende ist, hier baut man wirklich ein paar Wendungen ein, das alles ist aber sogar so gut durchdacht, dass es am Ende sinn macht. Im Grunde weiß man hier auch nicht wer der Gute und der Böse ist. Nur eins ist klar wie Kloßbrühe, Dr. Nectar ist verrückt, philosophiert aber mit unsere Heldin immer wieder über die Liebe und das Leben. Dabei zeigt dann der Film was alles in einem Pinku Eiga stecken kann.

Etwas mehr getraut im Pinku Eiga

Schon im ersten Teil der Reihe gab es dem SciFi Aspekt, doch dazwischen liegen ein paar Jahre und bei The Silence of the Sushi Rolls traute man sich an einigen Stellen doch mehr. Die Kamera schwenkt nicht weg, sondern hält drauf, natürlich wird das meiste nur angedeutet. Doch so manche Einstellung und Nahaufnahme zeigt deutlich mehr als man es vielleicht gewöhnt ist. Zwar spritzen noch keine Körperflüssigkeiten. Dafür aber sieht man mehr als in so manch anderen Pinku Eiga. Man geht sogar so weit, dass bei der Masturbation oder beim gefingere man sogar manches Detail erkennen kann. Natürlich ist das alles nicht so explizit wie in manch anderen Film, für einen Pinku Eiga ist es aber gewagter, man merkt dass die Macher mutiger werden mit den Jahren.

Sogar die Schamhaarzensur kann man irgendwie umgehen oder man hat Glück und fürs Ausland eine unzensierte Version produziert, die wir sehen können. Denn in einer Szene gibt es eine kurze Aufnahme einer Darstellerin von vorne und hier kann man ihr Schamhaar sehen. Das ist selten im Pinku Eiga aber kann auch vorkommen. Ansonsten bietet der Film die üblichen erotischen Szenen, hier aber auch immer wieder im Kontext der Handlung so baut man das gekonnt mit in die Handlung von The Silence of the Sushi Rolls ein.

Optik

Da es sich bei The Silence of the Sushi Rolls um eine Parodie von Das Schweigen der Lämmer handelt, hat man ein paar Szenen direkt aus der Vorlage übernommen, wie das Training am Anfang und auch der Boss spricht direkt in die Kamera. Was im Original noch die Gefühlswelt der Hauptfigur darstellte als Frau in einer Männer dominierten Welt, ist bei der japanischen Pinku Eiga Version nur ein Mittel zum Zweck und weil man ein paar Einstellungen übernehmen wollte. Das merkt man deutlich, denn je länger der Film läuft desto weniger wird es. Es fehlen natürlich viele ikonische Szenen aus dem Original und sicherlich hätte man optisch viel mehr machen können. Doch Pinku Eigas sind niemals teuere Produktionen, sondern immer schnell und billig produziert. Dazu kommt auch das Talent des Regisseurs.

Ansonsten merkt man deutlich dass der Film ein pinku Eiga ist. Es gibt ein paar Aufnahmen von unten, so dass man unter dem Rock der Dame schauen kann und sieht wie sie befummelt wird über ihren Slip. So bedient man gleich zwei Fetische. Dabei zeigt man wie schon erwähnt in mancher Aufnahme auch mehr und auch beim Schnitt versucht man die Handlung mit einzubauen und die Probleme der Hauptfigur, das sie keine sexuellen Gefühle mehr empfindet, diese aber nach und nach wiederkommen.

Fazit:

The Silence of the Sushi Rolls schwankt irgendwo zwischen Parodie und Hommage an Das Schweigen der Lämmer. Der Film ist unterhaltsam und hat ein paar Wendungen dabei, welche die Handlung interessant machen. Ansonsten ist man schon etwas gewagter beim zeigen von Details. So bekommt man einen unterhaltsamen Pinku Eiga geboten.

The Silence of the Sushi Rolls

Movie title: The Silence of the Sushi Rolls

Director(s): Mototsugu Watanabe

Actor(s): Terumi Minami, Ken'ichi Tajima, Kyôko Kazama, Shûetsu Tôkaichi, Motoshi Imano, Yukijirô Hotaru, Yumika Hayashi

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Erotik - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.4/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)