Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time Sequel zur bekannten Geschichte

Das Mädchen das durch die Zeit sprang ist ein bekannter und beliebter Anime aus dem Jahr 2006, dieser basiert auf dem gleichnamigen Roman von Yasutaka Tsutsui. Doch die Handlung wurde davor schon öfters verfilmt aber was es noch nicht gab, war eine Art Sequel. Das änderte sich im Jahr 2010, als in Japan der Film Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time erschien. Hier nimmt man ein paar Elemente aus der Vorlage und erfand eine neue Geschichte rund um ein Mädchen was durch die Zeit reist. Dabei reduzierte man aber vieles und es gibt nur ein Zeitsprung in das Jahr 1974. Viel mehr konzentriert man sich hier auch auf die Charakter und was es am Ende heißt zu vergessen und in seine Zeit zurück zukehren.

Die Handlung beginnt mit Akari Yoshiyama und ihre Mutter, welche in einem Labor an etwas arbeitet. Akari hat sogar die Schule geschafft und feiert es mit ihrer Mutter, doch irgendwas bedrückt sie. Sie arbeitet an einem Zeitreiseserum, was ihr ermöglichen soll durch die Zeit zu reisen. Doch warum macht sie das? Als sie einen Unfall hat, bittet sie ihre Tochter Akari ins Labor zu gehen und das Serum zu nehmen und ins Jahr 1972 zu reisen, dort traf sie einen fremden Mann, welcher ihr ein Versprechen gab. Doch Akari ist etwas schusselig und landet im Jahr 1974. Hier trifft sie auf den Hobbyfilmemacher Ryota, welcher Akari hilft den mysteriösen Mann zu finden.

Sehr seicht führt man uns als Zuschauer an das Thema der Zeitreise heran, denn Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time nimmt sich sehr viel Zeit für seine Charaktere und baut die Handlung sehr langsam und ruhig auf. Ohne viel Tempo und Hektik gelangen wir hier am Ende ans Ziel, doch mit der Zeit wird der Film sehr melancholisch und sentimental und am Ende haben wir vielleicht kein wirkliches Happy End, sondern werden traurig zurückgelassen.

Eine Zeitreise die ist traurig

Wenn man etwas aus Filmen und Serien lernt, dann sind Zeiteisen immer wieder unterhaltsam aber auch gefährlich und manchmal auch traurig. Denn die Figuren wissen nie mit was sie konfrontiert werden und auf sie stoßen. In Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time geht es auch um das Mysterium des Mannes auf dem Bild und warum ihn Akari suchen soll. Welches Versprechen gab er ihrer Mutter und warum muss sie ihn jetzt nach ihrem Unfall suchen? Dabei läuft natürlich nicht immer alles wie geplant und in diesem Film landet unsere Heldin zwei Jahre zu spät in der Vergangenheit. Hier trifft sie natürlich auch auf Personen aus ihrer Zeit, welche nur jünger sind. Doch wie soll sie mit ihnen interagieren?

Akari geht das ganz einfach an und verhält sich normal, sie muss nur Ryota davon überzeugen, dass sie aus der Zukunft ist. Das geht auch schnell und so machen sich beide auf, den mysteriösen Mann auf dem Bild zu suchen. Hier baut Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time die Freundschaft der beiden Figuren auf und deutet sogar eine kleine Liebe an. Es gibt natürlich ein paar Probleme. Denn durch die zwei Jahre die Akari hier zu spät angekommen ist, ist nichts mehr so wie es war. Ihr Mutter ist schon weggezogen, der mysteriöse Mann ist verschwunden. Also heißt es auf Spurensuche gehen. Doch nebenbei lernt sie auch Ryota kennen und findet heraus, dass er kleine SciFi Filme auf 8 mm dreht. Da kommt sie aus der Zukunft genau recht.

Je länger der Film läuft, desto mehr hat man als Zuschauer das Gefühl man hat das Thema der Zeitreise vergessen. Doch das ruht nur etwas und wird zum richtigen Zeitpunkt wieder in die Handlung eingebaut und wir erfahren endlich was alles bedeutet, doch ab diesem Moment wird Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time auch dramatisch, denn es wird sich einiges ändern.

Zeitreise Regeln?

Beim Thema Zeitreise gibt es viele Theorien wie es ablaufen könnte und was man beachten muss. Da aber Akari in Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time aber keine Ahnung von dem Thema hat und es einfach macht. Stellt man hier seine eigenen kleinen Regeln auf. Dabei löst man es am Ende mit einer einfachen Wendung, welche aber für alle Charaktere auch tragisch sein kann. Vor allem für Akari, sie steht am Ende vor einem schweren Moment und hier darf sich nicht eingreifen. Hier gibt es wohl ein paar Regeln für das Zeitreisen. Doch sonst lässt der Film einen damit alleine. Nur gibt es Momente die vorkommen, von denen wir schon gehört haben.

Auch verändert Akari nichts in der Zeit, außer das Versprechen einzulösen. So gibt es kein großes Mysterium um was danach kommt. Dafür spielt der Film hier aber mit unseren Gefühlen, denn alles wird sehr melancholisch am Ende. Denn nach der Wendung und was danach kommt rechnet man nicht. Man wird hier heruntergezogen und am Ende soll man sich aber etwas wohl fühlen. Dabei ist es aber nicht wirklich ein Happy End für den Hauptcharakter, obwohl sie alles eingehalten hat und ihre Mission erfüllt hat.

Optik

Da Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time 1974 spielt, muss man uns das als Zuschauer auch optisch zeigen. Denn wir suchen immer nach Anhaltspunkten in welcher Zeit der Film spielt, egal ob bewusst oder unbewusst. Dabei verzichtet man aber auf viele Aufnahmen der Stadt oder große Menschenmengen, darum wirkt die Szene am Busbahnhof auch so als wär sie 2010 gedreht und passt nicht in die Zeit, obwohl man sich mit der Kleidung sehr viel Mühe gegeben hat. Ryota sieht wirklich aus ein Typ aus den 70ern, auch seine Wohnung ist voll mit Postern von Filmen aus der Zeit, was natürlich auch zeigt, dass er ein großer Filmfan ist.

Ansonsten ist die Kamera so ruhig wie die Handlung des Films, so gibt es viele ruhige Aufnahmen, wo die Schauspieler einfach schauspielern und ihren Text aufsagen und mit einander agieren. Alles wird ohne große umschnitte erzählt. Richtige Highlights gibt es zwar nicht aber die Zeitreise von Akari ist gut gestallt, obwohl mancher Effekt doch als solcher zu erkennen ist. Kurz vor dem Finale gibt es auch nochmals eine Szene die hervor sticht, die Ankunft des mysteriösen Fremden. Hier gibt es ein paar kleine Effekte, die schnell verdeutlich, dass es mehr in der Welt von Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time gibt als uns erzählt wird.

Fazit:

Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time ist ein ruhiger, melancholischer Film über das Zeitreisen, dabei dreht man nicht einfach die Vorlage neu, sondern spinnt eine neue Handlung daraus und gibt immer wieder kleine Hinweise auf die Vorlage. Dabei ist der Film am Ende sogar etwas tragisch und zieht dem Zuschauer auch etwas runter. Dabei ist dieser japanische Zeitreisefilm auch unterhaltsam und erzählt eine gute Geschichte mit Charakteren die man ins Herz schließt. Noch ein Fakt am Rande, Schauspieler Riisa Naka sprach im Anime von Das Mädchen das durch die Zeit sprang die Hauptrolle.

Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time

Movie title: Time Traveller: The Girl Who Leapt Through Time

Director(s): Masaaki Taniguchi

Actor(s): Riisa Naka, Akinobu Nakao, Narumi Yasuda, Masanobu Katsumura, Kanji Ishimaru, Munetaka Aoki, Anna Ishibashi, Shôta Chiyo, Tokio Emoto, Mayu Kitaki, Yûya Matsushita

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 6/10
    Drama - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.8/10
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