Wir schreiben das Jahr 2004 und Godzilla feiert seinen 50. Geburtstag. Das Studio Toho beschließt das legendäre Filmmonster in den Ruhestand zu schicken. Doch vorher soll es noch einen Film geben. So bekommt der junge Regisseur Ryûhei Kitamura bekommt die Aufgabe, dieser feierte gerade international erfolg mit seinen Filmen Versus und Azumi. Doch wie kann ein Film mit Gojira aussehen von einem Regisseur, der sehr abgefahrene Filme macht und wir haben Anfang der 2000er, ein ganz anderer Filmstil prägt die Welt. Das merkt man auch deutlich sieht man Godzilla: Final Wars. Denn wo sonst könnte man Sum 41 für den Soundtrack benutzten. Willkommen als im letzten Godzilla Film für 10 Jahre bzw. 12, wenn man die USA Version mal außen vor lässt und Shin Godzilla als neusten Film rund um Gojira betrachtet.

Die Handlung beginnt wie immer mit einem Monster, doch es ist nicht Godzilla, sondern eine Einheit der G-Force besiegt gerade ein anderes. Douglas Gordon wird dafür bestraft, denn er hat seine Crew in Gefahr gebracht. Doch auf einmal tauchen auf der ganzen Welt viele Monster auf und bedrohen die Menschheit, es ist immer noch keine Spur von Gojira zu sehen. Da tauchen Aliens vom Planet X an und bieten ihre Hilfe an. Doch irgendwas stimmt nicht und unser Held Shin’ichi Ôzaki findet mit Hilfe von der Biologin Miyuki Otonashi heraus was genau. Die Wesen vom Planeten X wollen die Erde übernehmen. So kann nur noch Gordon helfen und man braucht Godzilla um die Welt zu retten.

Es passiert in Godzilla: Final Wars soviel, das man manchmal Probleme hat der Handlung zu folgen. Dabei setzt man sehr viel auf Tempo und man rennt von einer Szene zur nächsten. Das ganze wirkt dann auch wie die Idee eines internationalen Films, der Anfang der 2000er entstand. Denn scheinbar hat man alles in den Film eingebaut was bei der Zielgruppe gerade ankommt. Dazu hat man aber auch viele Bezüge zu den Filmen davor drin und irgendwie ist es auch ein Abschluss ohne richtiges Ende.

Godzilla ist nicht der Held in Godzilla: Final Wars aber auch nicht der Böse

Wenn man den 50. Geburtstag einer Filmreihe feiern will, muss man sich natürlich etwas einfallen lassen. Das merkt man auch Godzilla Final Wars an. Denn hier passiert so einiges. Dennoch ist der Film auch ein Kind seiner Zeit. Ryûhei Kitamura schrieb auch am Drehbuch mit und so wird Godzilla zu einer wichtigen Nebenfigur aber großteils des Films spielt er nicht und taucht erst nach knapp einer Stunde auf. Viel mehr geht es hier um die Menschen, und wie sie auf die Aliens von Planet X reagieren und wie sie versuchen zu überleben. Dabei spielen die Mutanten auch eine Rolle. Hier kommt man mit verschiedenen Ideen, woher die anderen Monster herkommen könnten. Das ist natürlich auch nicht neu. Es gab schon einige Filme mit den Wesen von Planet X.

Man baut also erst mal die Figuren in Godzilla: Final Wars auf und von dem Kaiju ist auch nicht die Rede, sondern erst sehr viel Später. Dann wenn die Kacke so richtige am Dampfen ist, braucht man ein Monster was mit der Bedrohung aufnehmen kann. So muss man Godzilla befreien. Hier zeigt der Film dann, warum er wohl der Geburtstagsfilm geworden ist. Man baut alle Figuren aus dem Godzilla Universum ein. Jedenfalls fast alle, Mechagodzilla hat hier keinen Auftritt. Sonst sind alle dabei, auch die verhasste US-Version von 1998. Dabei wird die Handlung sehr typisch für Ryûhei Kitamura, alles ist sehr abgedreht und man versucht erst gar nicht das irgendwie für normal zu verkaufen.

Menschen, Mutanten, Aliens ein knallharter Anführer der alle weghaut. Dazu auch ein paar Stereotypen über die USA und fertig sind die Charaktere in Godzilla: Final Wars. Im Grunde ist alles wie immer, nur das Godzilla hier nicht das Böse ist aber auch er ist nicht wirklich das Gute. Denn er wird immer noch als Erinnerung an Hiroshima angesehen und erklärt. Er ist dafür da, dass die Japaner dies niemals vergessen.

Kaiju Action

Es ist der letzte Godzilla Film, wo ein Schauspieler in dem Kostüm steckt und Miniaturstädte zerstört. Nun ist auch Godzilla nur noch ein CGI–Monster. Dabei wird hier aber auch Zilla, so nennt man die US-Version von Gojira, mit CGI animiert. Was natürlich daran liegt, dass er das auch schon 1998 war. Damit man die Fans glücklich macht, wird er in Godzilla: Final wars auch sehr schnell erledigt. Dabei zerstört man noch etwas Sydney. Ansonsten bietet der Film natürlich viel Kaiju Action aber auch andere. Vor allem in der ersten hälfte des Films gibt es für diese Art von Spielfilm normale Action. Doch man darf nicht vergessen das wir Anfang der 2000er hat. So gibt es eine Hommage an John Woos Mission impossible 2 und auch Matrix.

Wird Godzilla erst mal losgelassen. So gibt es kein halten im Film mehr und man baut alle möglichen Monster im Film ein. Viele die Jahrzehnte lang nicht mehr auf der Kinoleinwand zu sehen waren. So gibt es hier viel Fanservice zu sehen. Dabei hat man auch etwas Humor und Godzilla und ein paar andere Monster spielen Fußball. Ein Highlight. Natürlich ist auch das Finale von Godzilla: Final Wars ein Highlight. Denn hier muss Gojira gegen das Monster X ran und es ist ein harter Gegner. Dabei ist die Stadt schon längst zerstört und die Menschen kämpfen auf einem Raumschiff sich gegen die Bösen.

Als Godzilla Fan bekommt man als die gewohnt gute Action, sehr viel explodiert und es wird gekämpft. Dabei gibt es auch unterschiedliche Stile zu bestaunen. Jeder Kampf gegen ein neues Monster ist anders. Also ist auch für Abwechslung gesorgt. Ist die Handlung von Godzilla: Final Wars erzählt, so geht es Rund und man hat sehr viel Spaß bei all den Spezial Effekten.

Optik

Man sieht Godzilla: Final Wars sehr deutlich an, dass hier Ryûhei Kitamura Regie geführt hat. Denn es gibt schnelle schnitte und auch Kamerafahrten, die man sonst selten so sieht. So dreht sich die Kamera immer wieder um Charaktere und Figuren machen Heldenhaften posen einfach so. Dazu nutzt er unterschiedliche Farbfilter für Szenen und verbaut viele Ideen in den Film. So gibt es sogar Nahaufnahmen von Godzilla. Dazu auch von Augen mit einer Reflexion drin. Man merkt sehr deutlich, dass der Film anders ist als die bekannten Godzilla Filme und Toho hier sich wieder auf Experimente eingelassen hat.

Auf der anderen Seite, sieht man dem japanischen Spielfilm auch an, dass er ein Produkt seiner Zeit ist. Denn anders als viele Filme aus der Reihe davor, sind es gerade die Experimente und Kamerafahrten und Einstellungen, die zeigen das der Film Anfang der 2000er gedreht wurde. Das liegt auch am Look von Godzilla: Final Wars, zwar wirkt alles auch wie ein Live Action Film eines Mangas den es nicht gibt aber vieles wurde nur in dieser Zeit gemacht. So wirkt manches vielleicht etwas befremdlich oder peinlich. Wenn Charaktere Oneliner loslassen und die Kamera Einstellung die Coolness der Figuren verdeutlicht.

Fazit:

Godzilla: Final Wars, war ein würdiger Abschluss für eine Filmreihe, welche nun wieder weiter geführt wird und das gleich in Japan und leider auch den USA. Jedenfalls bekommt man hier viel Fanservice, den Wahnsinn den es Anfang der 2000er in den Kinos gab und Ryûhei Kitamura zeigt, warum er einer der talentiertesten Regisseure Japans ist.

Godzilla: Final Wars

Movie title: Godzilla: Final Wars

Director(s): Ryûhei Kitamura

Actor(s): Masahiro Matsuoka, Rei Kikukawa, Akira Takarada, Kane Kosugi, Kazuki Kitamura, Maki Mizuno, Masami Nagasawa, Chihiro Ôtsuka, Don Frye, Kenji Sahara, Delcea Mihaela Gabriela, Kumi Mizuno

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.4/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)