Die Monogatari Reihe, eine sehr beliebte Light Novel Serie in Japan, die in den vergangenen Jahren, sehr viele Animes bekommen hat. Los ging es 2009 mit Bakemonogatari, hier trafen wir auf den Hauptcharakter Koyomi Araragi, welcher wieder menschlich ist und anderen Menschen mit ihren Problemen hilft. Dabei erfahren wir immer wieder von seiner Vergangenheit aber erfahren nie genau was passiert war. 2016 und somit sieben Jahre später ist es aber dafür Zeit gewesen. Denn mit den drei Filmen erzählt man die Vorgeschichte. Los geht es mit Kizumonogatari I: Blut und Eisen und in gerade mal 61 Minuten bekommt man als Fan genau das, was man von der Monogatari Reihe erwartet. Es eignet sich aber auch sehr gut als Einstieg in diese Welt, denn bei Bakemonogatari wird man einfach hineingeworfen. Fängt man aber mit Kizzumonogatari an, lernt man diese Welt erst mal etwas kennen.

Die Handlung beginnt an einem 25. März in den Frühlingsferien, der Elftklässler Koyomi Araragi läuft die Straße entlang,ein Windhauch später hat sein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Nicht nur, dass er das Spitzhöschen von seiner Mitschülerin Tsubasa Hanekawa sah, sondern sie fängt eine Unterhaltung mit ihm an. Dort stellt sie fest, dass er nicht der Außenseiter ist für den man ihn hält und sie erzählt ihm von einer blonden Frau, die ein Vampir sein soll. Am Abend überkommen ihn die Hormone und er will sich ein EroMagazin kaufen, auf dem Rückweg trifft er auf die blonde Frau, diese hat aber keine Arme und Beine mehr und bitte um Hilfe. Er willigt ein und wird zum Vampir. Am 28.. März erfährt er das sie Kiss-Shot Acerola-Orion Heart-Under-Blade heißt und sie brauch immer noch Hilfe.

Die Welt von Monogatari ist sehr abgefahren und das zeigt auch Kizumonogatari I: Blut und Eisen, man wird aber gut hineingeführt, sollte man sie noch nicht kennen. Für Anfänger, die kaum ein Anime kennen, wird das aber eine Herausforderung. Denn der Film besteht aus vielen Dialogen und surrealen Szenen und wird nach und nach immer abgedrehter. Man erlebt etwas komplett Neues.

Review. Text. Erläuterung der Handlung von Kizumonogatari I: Blut und Eisen

Die Monogatari Reihe erzählt die Handlung immer etwas anders. Man hat zwar sehr viele Dialoge und bekommt so auch sehr viele Informationen über die Charaktere mit und sie fühlen sich lebendiger an. Doch auch das Bild wird dabei genutzt. So gibt es viele Stilmittel und das ist auch bei Kizumonogatari I: Blut und Eisen nicht anders. In den 61 Minuten wird uns die Handlung näher gebracht, da es sich um die Vorgeschichte von Koyomi Araragi handelt, kennt man als Fan der Reihe sicherlich schon einige Informationen. Auch einige Charaktere wie Meme oder Tsubasa Hanekawa sind bekannt. Man erfährt hier wie er sie getroffen hat und wie es zu all dem gekommen ist. Dabei führt man uns aber sehr behaglich an die ganze Situation heran. Eigentlich nicht, wir werden einfach direkt rein geworfen und man einen Zeitsprung zurück um ein paar Tage.

Da der Anime sehr Dialoge lastig ist hat man auch immer wieder das Gefühl, dass man die Charaktere immer mehr kennenlernt, denn wir erfahren mehr über sie. So fangen Koyomi und Tsubasa über alles mögliche zu reden und philosophieren über alles mögliche. Dabei werden einige Dinge wichtig für die Handlung, andere nicht. So wirkt das auch, wie ein Gespräch zweier Menschen das man einfach beobachtet. So fühlt alles etwas natürlicher und realistischer an. Obwohl die Themen natürlich nicht immer so normal sind. Es geht damit los, dass er halt ihr Höschen gesehen hat und sie fängt gleich darüber an zu erzählen, wie man es schützen könnte, dass zu sehen, was eigentlich nur privat sein sollte.

Mit dem Auftauchen von Kiss-Shot Acerola-Orion Heart-Under-Blade verändert sich der Film dann komplett. Von hier an wird aus der romantischen Komödie, ein Horrorfilm und dann wechselt das Genre wieder zurück und wir sind wieder bi einer RomCom mit Horrorelementen. Mit fortschreitender Zeit wird Kizumonogatari I: Blut und Eisen aber auch immer düsterer und wir erfahren mehr über Kiss-Shot und wieso sie beide Arme und Beine verloren hat und die Bösen für die Filme werden eingeführt.

Dialoge, Humor und Horror

Die Monogatari Reihe ist für ihren wilden Mix der Genres bekannt. Das ist bei Kizumonogatari I: Blut und Eisen nicht anders. Hat man noch eine lockere und leichte romantische Komödie vor sich, wo man den Charakteren zu hört bei ihren Dialogen. So schwingt das auf einmal um und wir sehen grausame Bilder eine zerstückelten Frau die Minuten lang um Hilfe bettelt. Das ist unangenehm und wir fühlen auch mit Koyomi Araragi der in diesem Moment nicht weiß was er tun soll. Auf der anderen Seite ist er aber so entschlossen zu helfen, dass er sogar mit seinem Leben abgeschlossen hat.

Es sind die Kontraste, welche Kizumonogatari I: Blut und Eisen ausmachen. Auf diese Dunkelheit in der Handlung folgt auch sehr übertriebener Humor. Das ist aber meist eher bei der Animation zu erkennen. Als Zuschauer wird man aber in diese Welt hineingezogen und ist fasziniert von den Charakteren. Wenn man die Figuren schon kennt, ist es interessant wie sie jetzt agieren. Denn sie sind sich fremd und agieren natürlich etwas anders. So findet man aber auch mehr Bezüge zu Bakemonogatari. Denn in der Serie beschwert sich Koyomi bei Meme warum er 2 Millionen Yen zahlen musste und der Charakter in der Serie viel weniger. In Kinofilm sieht man nun die Szene wo Meme ihm das Angebot macht und er sogar einwilligt.

Die Dialoge in Kizumonogatari I: Blut und Eisen sind so perfekt geschrieben und passen zu jedem Charakter. Dabei muss man aber auch auf so was stehen. Erwartet man einfach nur einen Anime mit dicken Titten und Gewalt, so wird man enttäuscht. Es gibt zwar ein paar blutige Szenen und auch die Brüste von Tsubasa sind extrem groß aber das ist eher wie Koyomi sie sieht. Ansonsten wird man schrägen, schnellen und witzigen Dialogen belohnt.

Animation und Optik

Die Animation von Kizumonogatari I: Blut und Eisen ist speziell und auch dafür ist die Monogatari Reihe bekannt. Denn man nutzt die Bilder auch für die Handlung, es gibt viele Einblendungen und immer wieder wiederholen sich auch Texte. Man zeigt uns als Zuschauer worum es gerade geht. Dabei ist alles in Französisch gehalten, warum auch immer. Schon der Anfang erklärt uns, dass ein Vampir für einen Untergang verantwortlich sein wird. Dabei geht manches so schnell, das man es gar nicht mitbekommt. Das zieht sich durch den ganzen Film, es geht um Schwarz, weiß und Rot. Immer wieder werden diese Wörter eingeblendet. Es wirkt auch manchmal so wie ein Stummfilm.

Die Animation von dem Kinofilm ist einfach Top, alles sieht anders aus und ist voller Details, hier trifft Hyperrealismus auf Surrealismus. Dabei wirkt alles wie eine großstadt ohne Menschen, alles ist in einem Art déco Stil gehalten. Dazu wirkt auch alles sehr industriell, die Räume sind groß und es gibt viele metallische Gegenstände und viele Ecken und Kanten. Das ganze wird auch immer wieder surreal und liefert so viele toller Bilder. Der Zeichenstil der Figuren ist am Anfang vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, denn im Gegensatz zu den Hintergründen, wirkt alles nicht so hyperreal. Auch kann es vorkommen, dass es sehr deutlich im Comicstil gehalten ist, vor allem beim Humor. Dazu nutzt man unterschiedliche Stilmittel, so reißt auch schon mal die Filmrolle, was natürlich bei jüngeren sicherlich nicht so funktioniert, wenn eh alles auf digital umgestellt ist. Dennoch ein netter Gag, vor allem gerät hier die Welt von Koyomi das erste Mal aus den Fugen.

Schon der Anfang, der uns in den Film wirft und wir sehen unseren Hauptcharakter, wie er in der Sonne feuer fängt und keine Ahnung hat was passiert. Das ganze Bild ist sehr Grau und die schwarzen Vögel dazu. Nur das Feuer leuchtet hell, das ist ein sehr guter Kontrast und zeigt die Verzweiflung des Charakters und dann stürtzt er vom Dach. Dann springt aber die Zeit zurück und wir sind am Anfang. Man spielt immer wieder mit Kontrasten in Kizumonogatari I: Blut und Eisen. So ist Tsubasa mit einem roten Regenschirm zu sehen und dabei ist alles Grau bei dem Wetter, nur sie und der Schirm stechen hervor. Sonst wirkt alles sehr einsam und leer im Film, denn wir sehen nie andere Menschen.

Fazit:

Kizumonogatari I: Blut und Eisen ist der perfekte Start für eine Trilogie, sollte man die Monogatari Reihe noch nicht kennen, hat man hier einen guten Anfang. Dennoch ist es sicherlich nicht für jeden etwas. Die vielen Dialoge und auch die extremen Kontraste, vor allem wechselt der Kinofilm immer wieder durch die Genres und macht dabei auch keine Gefangenen. Dennoch wird man prächtig unterhalten.

Kizumonogatari I: Blut und Eisen

Movie title: Kizumonogatari I: Blut und Eisen

Director(s): Akiyuki Shinbô, Tatsuya Oishi

Actor(s): Yui Horie, Maaya Sakamoto, Takahiro Sakurai, Hiroshi Kamiya, Hôchû Ôtsuka

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 10/10
    Animation - 10/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 8/10
    Synchronisation - 8/10
8.6/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)