Das Fate Universum ist groß, die meisten kennen sicherlich Fate/Stay Night als Serie und dann noch den Kinofilm welcher als Fate/Stay Night Unlimited Blade Works die Geschichte alternative erzählt und ein paar Jahre später als Serie umgesetzt wurde und dem Franchise zu neuem Ruhm verholt. Seit dem gibt es Ableger in Filmform oder auch als Magical Girl Serie. Ein Ableger gibt es in Form eines Handygames. Im Jahr 2016 wurde daraus ein TV-Spezial und um diesen Anime geht es. Fate/Grand Order: First Order heißt er und zeigt wieder eine alternative Version der Fate Welt. Doch die größte Frage ist sicherlich, wie sehr hält man sich an die Vorlage und merkt man, dass es ein Handyspiel ist und reichen dafür 69 Minuten aus?

Die Handlung beginnt im Jahr 2015 und die Chaldea Security Organization überwacht die Welt. Denn man will wissen, wann der Menschheit das Ende naht. Als es sich andeutet, werden 48 Menschen gerufen, die als Master infrage kommen. Darunter auch Ritsuka Fujimaru, welcher bei seiner Ankunft auf Mash Kyrielight trifft. Schnell wird aber klar, dass etwas nicht stimmt. Nach einem scheinbaren Anschlag auf das Labor, landen beide im Jahr 2004 wo gerade der fünfte Gralkrieg tobt und beide müssen die Anomalie finden, um die Zeit wieder in Ordnung zu bringen. Doch wer ist die Bedrohung und wo sind all die Menschen und die Master hin?

Wer noch nie etwas von der Fate Reihe gehört hat, wird sicherlich bei Fate/Grand Order: First Order ein paar Probleme haben. Denn alleine der Gralkrieg und der Kampf um den Heiligen Gral, welcher hier auch nur angedeutet wird, gehört zur Grundhandlung dazu. Außer bei Fate/Kaleid Liner Prisma, hier passieren andere merkwürdige Dinge und Magical Girls. Dennoch erschafft man eine neue Welt und neue Helden. Denn es ist ein Handygame und dies merkt man auch, jedenfalls deutet es sich etwas an. Die Handlung ist auch nur ein Anfang.

© TYPE-MOON / FGO PROJECT

Zeitreise und eine alternative Welt in Fate/Grand Order: First Order

Als Zuschauer von Fate/Grand Order: First Order bleibt einem gar keine Zeit um sich in der Welt zurechtzufinden. Denn wir werden reingeworfen, lernen die Hauptcharakter etwas kennen und schon sind wir im Jahr 2004, wie das alles funktioniert? Dazu gibt es keine Antwort, es gibt halt Magie. In der Vergangenheit angekommen, lernen wir das Mash zu seinem Demiservant geworden ist und Ritsuka ihr Meister. Auf der Suche nach der Ursache und warum sie schon so schnell hier sind, treffen sie auf weitere Charaktere und bekommen keine richtige Antwort. Man fühlt sich langsam wirklich wie einem Videospiel, was natürlich kein Wunder ist, die Vorlage ist auch eins. Dabei wirft man aber Charaktere aus dem Fate Universum rein und man treibt die Handlung etwas voran. Das Mysterium wird am Ende natürlich aufgeklärt aber auch nur etwas.

Man entwickelt aber beide Hauptcharaktere und diese müssen lernen mit ihren Fähigkeiten zurecht zukommen. Dies auch in kurzer Zeit. Dabei treffen sie auch auf ein paar Gegner. Das alles wirkt aber auch nur wie der erste Level des Spiels. Denn irgendwann geht alles sehr schnell und steht dem Feind gegebener. Hier ist es Saber und sie ist dieses Mal die Böse. Was eine sehr interessante Entwicklung ist und dem sehr beliebten Charakter im Fate Universum, eine neue Farbe verleiht. Natürlich gibt es noch eine Wendung und dann war Fate/Grand Order: First Order auch schon wieder vorbei.

Zugegeben Mash wirkt wie ein Charakter, der viele Fanherzen erobern wird. Sie ist niedlich und zeigt ihre Stärke. Das merkt man schon in der ersten Szene mit ihr. Sie strahlt und steht im Mittelpunkt, selbst wenn sie sehr zurückhaltend ist. Dennoch hat sie etwas an sich und die erste Wendung, lässt einem auch mitfühlen und die Freude danach ist sogar größer. Hier hat man alles richtig gemacht.

Action

Die Fate Reihe ist auch dafür bekannt, sehr fette Action zu zeigen. Vor allem Fate/Stay Night Unlimited Blade Works, also die Serie, setze da echt hohe Maßstäbe für eine Fantasy Action Serie. Da aber Fate/Grand Order: First Order nur ein kleines TV-Spezial ist, muss man natürlich auch abstriche bei der Action machen. Wie schon erwähnt, fühlt sich das alles wie ein Videospiel an und auch hier nur der erste Level. So geht auch hier alles schneller und man führt die ersten Gegner ein. Dabei gibt es aber noch Hilfe und kurz danach gibt es schon die finalen Kämpfe. Man merkt also, dass man hier nicht so viel Zeit hat wie bei einer Serie. Sondern man muss alles etwas abkürzen.

Dennoch bietet Fate/Grand Order: First Order aber gute Action, die auch überzeugen kann. Dazu wird in den Kämpfen auch die Handlung fortgeführt und die Charaktere lernen dazu. So bekommt man doch einiges geboten. Alles ist im typischen Fantasygewand und so ist hier alles möglich. Was natürlich für tolle Szenen sorgt. Obwohl der erste Gegner wirklich wirkt, als wär Umgebung und Kampf aus dem Spiel übernommen, man hat sogar ein abgesperrtes Areal.

© TYPE-MOON / FGO PROJECT

Animation und Optik

Auch bei der Animation merkt man Fate/Grand Order: First Order an, dass es nur ein TV-Spezial ist und man nicht das große Budget hatte wie bei anderen Ablegern. Dennoch ist alles noch sehr gut animiert. Nur bei den Actionszenen merkt man immer wieder, dass andere Ableger mehr Geld zur Verfügung hatten. So bekommt man natürlich nur ein Bruchteil von dem Geboten, was man kennt. Dafür ist es auch nur etwas für die Fans, denn anfangen kann man mit dem Film nicht. Denn man wird einfach reingeworfen. Auch Orte und Figuren sind so animiert, dass man sie wieder erkennt. Wie erwähnt die böse Saber ist ein Highlight. Mash auch, denn sie wirkt schüchtern aber auch irgendwie niedlich. In ihrer Servant Form ist sie dann sexy aber diese Art von typischen Anime Heldinnen sexy, wo die Niedlichkeit immer noch dominiert.

Immer wieder ist die Anime Welt eine Leere, wo nur die Hauptcharaktere zu sehen sind. Bei Fate/Grand Order: First Order ist das nicht anders. Hier liefert man uns aber einen Grund und die zerstörte Stadt sieht gut aus. Auch sonst ist die Animation gelungen mit netten Kamerafahrten und Einstellungen. Bekommt man das Geboten was man von der Fate Reihe erwartet. Natürlich muss man abstriche machen, das wurde jetzt aber auch schon oft erwähnt. Die Charaktere sind gut animiert und bewegen sich flüssig, an ein oder zwei Stellen sehen die Zeichnungen etwas schwammig aus aber noch nicht so schlimm, wie bei einigen anderen Vertretern der vergangenen Jahre.

© TYPE-MOON / FGO PROJECT

Fazit:

Fate/Grand Order: First Order ist eine interessante Erweiterung für das Universum. Dabei kommen neue Charaktere hinzu, leider ist es nur der Anfang der Handlung und soll wohl anregen das Handyspiel zu Downloaden und zu zocken. Man wünscht sich noch mehr. Bei der Animation ist man etwas hinter seinen anderen Vertretern.

Fate/Grand Order: First Order

Movie title: Fate/Grand Order: First Order

Director(s): Hitoshi Nanba

Actor(s): Nobunaga Shimazaki, Ayako Kawasumi, Jun'ichi Suwabe, Ken'ichi Suzumura, Madoka Yonezawa, Tomokazu Sugita, Yû Asakawa

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Animation - 8/10
  • 8/10
    Synchronisation - 8/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.2/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)

© TYPE-MOON / FGO PROJECT