Auch Mangas gibt es viele und sehr viele Genres, für jedem ist eigentlich etwas dabei. Von Comedy bis hin zu düsteren Drama findet man alles. Auch sehr spezielle Genres, die sehr Zielgruppen orientiert sind. Denn anders kann man die Yaoi und Yuri Genres nicht erklären. Während die Yaoi wohl eher die Frauen ansprechen sollen und homosexuelle Männer, denn es geht hier um Liebe zwischen zwei Männer, dabei ist es auch sehr unterschiedlich. Yuri ist genau das Gegenteil und geht etwas unter, denn hier dreht es sich um die Liebe zwischen zwei Frauen. Das spricht dann natürlich eher die Männer an, denn es kann die Romantisierung und erotische Vorstellung sein, von zwei Frauen die sich lieben. Bei Highschool Girls 01, dem Ersten von zwei Bänden, geht es auch um die Liebe zweier Schulmädchen. Doch man versucht die Handlung schon etwas anders zu erzählen, bzw. es ist aufgebaut wie eine typische Liebesgeschichte.

Die Handlung beginnt mit Yae, welche neu auf einer Mädchenschule ist, sie wär lieber ein Jung, obwohl sie sehr weiblich aussieht, kommt sie damit nicht klar. Ihre Hoffnung ist, dass an der neuen Schule es nicht so auffällt, wo es keine Jungs gibt. Dort lernt sie Chitose kennen, sie ist genau ihr Gegenteil, groß und dünn und hat kaum weibliche Rundungen und benimmt sich auch wie ein Junge. Beide werden Klassensprecherinnen und lernen sich langsam kennen. Yae versucht am Anfang noch ihre Gefühle zu unterdrücken, kann sie sich wirklich in ein Mädchen verlieben oder spielen sie es nur, weil es keine Jungs gibt?

Man merkt deutlich, dass Highschool Girls 01 der Anfang der Geschichte ist, man lässt sich viel Zeit für die Handlung und den Aufbau und führt auch noch eine Nebenhandlung ein, hier dreht sich natürlich auch alles um die Liebe zwischen Frauen, doch etwas mehr mit einem Tabuthema, eine Lehrerin und eine Schülerin beginnen eine Verhältnis.

Neue Liebe und die Charaktere in Highschool Girls 01

Es kann sehr einfach sein, in ein Stereotyp zu verfallen, vor allem wenn es darum geht zwei Mädels zu zeigen die sich verlieben. Denn es gibt ja die typischen Klischees in Film und Serien. Mangaka Akiko Morishima versucht hier alles eher normal aufzubauen. So das sich einfach zwei Menschen verlieben und diese müssen aber gegen ihre inneren Dämonen ankämpfen, vor allem Yae hat immer wieder Probleme und schämt sich dafür und hat Angst was andere Denke. Es kommt also nah die Realität ran von homosexuellen Teenagern, welche mit ihrem Gefühlen nicht klar kommen. Hier ist das nur ein kleiner Teil aber dennoch spricht man es immer wieder an und die Gedanken und Dialoge von Yae drehen sich immer wieder darum. So lässt man sich auch sehr viel Zeit bis beide wirklich zusammen kommen und Liebe machen.

Man merkt als Leser auch deutlich, dass die Handlung erst aufgebaut wird, natürlich könnte sie mit der letzten Seite auch vorbei sein, denn man hat hier schon ein Happy End. Doch die Geschichte von Yae und Chitose ist noch nicht vorbei. Wir lernen beide vorher aber gut kennen. Interessant ist, dass man hier mit den Rollen spielt, beide wollen der andere sein und so ziehen sie sich an. Im Grunde ist es aber die typische Handlung für eine romantische Geschichte. Dabei fällt aber auf, dass die Figuren manchmal nicht so handeln wie man denkt und es nie so dramatisch wird. Zwar ist Yae immer am Zweifeln, doch Chitose überzeugt sie.

Die Nebenhandlung ist schon fast interessanter als die eigentliche Geschichte. Denn die Liebe zwischen der Lehrerin und Schülerin, verrät die geheime Lust einer Frau, welche in ihre beste Freundin verliebt war und sich nie getraut hat mit einem Mann zu schlafen und die Schülerin, die erst Erfüllung findet als sie es mit einer Frau macht. Es ist auch etwas Männerfantasy aber hier gibt es halt keinen rettenden Penis, der die Frau davon überzeugt, dass Heterosexualität besser wär.

Zeichnungen

Man sieht Highschool Girls 01 an, dass der Mangaka Ahnung von dem Thema hat und immer wieder etwas zum Yuri Genre beiträgt. Hier hat man unterschiedliche Charaktere und alle sind gut getroffen. Yae ist der Inbegriff der modernen Japanschen Weiblichkeit. Klein und niedlich und langes Haar. Während Chitose, eher einen Tomboy entspricht und etwas männlicher wirkt, dabei auch immer noch sehr weiblich dargestellt wird. Auch die restlichen Charaktere, die wichtig sind für die Handlung werden unterschiedlich dargestellt. Man sieht sogar wer die Lehrerin ist. Auch die Details der Umgebung sind gut getroffen, auch wenn sie manchmal wenig sind und man nur die Charaktere sieht aber man sieht schon wo sich die Figuren gerade aufhalten.

Man könnte meinen, dass es bei einem Manga wie Highschool Girls 01 sehr viele Stellen gibt, wo die Mädels Sex haben aber hier baut man die Handlung auf. Zwar gibt es ein paar Stellen, die schon etwas gewagter sind aber in anderen Mangas zeigt man mehr Details und ist auch bei der Sprache eindeutiger. Es gibt zwar immer wieder Brüste zu sehen, vor allem von Chitose, weil sie so schamlos ist. Sonst führt man uns langsam an das Ganze heran. Dabei ist man auch bedachtet, das alles sehr erotisch darzustellen und versucht nicht all zu explizit zu werden. Dennoch ist es schon etwas für einen reiferen Leser.

Fazit:

Highschool Girls 01 ist ein gelungener erster Band, welcher uns langsam an die zarte neue Liebe zweier Schulmädchen heran führt und dabei auch die zweifel und ängste zeigt. Die Nebenhandlung ist hier aber zum Teil interessanter. Jedenfalls bekommt man eine nette Romanze geboten.