Armed Response – Unsichtbarer Feind

Die WWE ist nicht nur die größte Firma die Wrestling Shows produziert, leider. Sondern auch mit WWE Films unterwegs, hier werden meist Horror und Actionfilme gedreht, dabei benutzt man die Wrestler auch gern in dem Film, kann besser mit werben. Was passiert aber wenn man jemanden wie Wesley Snipes hat? Genau es geht total unter, dass in dem Film auch noch Seth Rollins dabei ist. Dazu auch noch Anne Hech. Man kann dem Zuschauer immer noch einen Action Film verkaufen, der vielleicht sogar funktionieren könnte. Doch irgendwo biegt man dann falsch ab und am Ende bekommt man dann Armed Response. Hier hat man irgendwie, irgendwas gedreht und gehofft, irgendwer wird es schon kaufen oder anschauen. Es kann ja unterhalten und Namen die bei Actionfans noch ziehen, klappen immer.

Die Handlung beginnt mit einem Hochsicherheitskomplex genannt der Tempel. Hier arbeitet das Militär an modernsten Verhörmethoden. Doch irgendwas geht schief, das Team was dort gerade arbeitet, verschwindet und keiner weiß, was los ist. Ein anderes Team macht sich auf den Weg dorthin, um herauszufinden, was los ist. Angekommen ist niemand da, es gibt keine Spuren, was passiert sein könnte. Erfinder des Ganzen Gabriel versucht der Sache auf die Spur zugehen. Kann es sein, dass der Tempel es selbst war, wer hier die anderen umgebracht hat und nun hinter dem Team her ist oder lauert etwas im Schatten?

Man macht viel mit uns Zuschauer und wir nehmen viel hin, auch in dem Fall von Armed Response. Denn hier verspricht man uns irgendwie einen Actionfilm und am Ende bekommt man einen merkwürdigen Mix aus Horrorfilm und Thriller. Dazu etwas SciFi und fertig ist das Produkt. 90 Minuten fühlen sich auf einmal an, als würden sie aufhören. Am Ende bekommt nichts, was man sich erhofft hat und wird aber etwas unterhalten. Dabei fühlt sich der Film auch an, als ob er gern in den 90ern gedreht wurden wär.

Wirre Handlung in Armed Response

Machen wir uns nichts vor, der Drehbuchautor hat hier echt versucht, irgendwie ein Jahrzehnt und seine Ideen wiederaufleben zulassen, was längst vergessen war. Vielleicht hoffte man auch, dass man hier etwas auf Asylum machen könnte, dabei aber doch zu viel Geld hatte. Dazu ist es auch von einem Neuling geschrieben. Nun, irgendwer bei den Produktionsfirmen hielt es dennoch für eine gute Idee. So hat man es also in einen Film verwandelt. Man muss auch sagen, er fängt spannend an. Denn man weiß nicht was los ist aber nach und nach macht sich die Langeweile breit und die Ideen, dass man es immer wieder auf die KI schiebt und sie könnte es doch nicht sein. Man versucht es hier ein paar Wirrungen aber als Zuschauer fühlt man sich nicht wirklich unterhalten.

Man versucht auch den Charakteren auch eine Hintergrundgeschichte zu geben. So haben alle ein paar Probleme aber funktionieren tut das nicht wirklich. Das Trauma des Hauptcharakters wird nicht weiter beleuchtet und warum nun mancher hier ist und was das alles am Ende soll, lässt man auch mit den paar Erklärungen so im Raum stehen. Dabei gäb es sicherlich Potenzial aber man versucht alles auf ein Minimum zu halten, damit keiner überfordert wird. So bleibt Armed Response weit hinter dem Potenzial zurück.

Als Zuschauer soll man auch glauben, dass der gerade noch seine Probleme wegtrinkenden Charakter, hier schnell wieder an Board ist, weil ihm sein Team braucht und er den Tempel gebaut hat. Man wird nicht überredet, sondern ist gleich dabei und am Ende wird alles sehr fantastisch und übernatürlich aber eine Erklärung gibt es dafür nicht. Es ist dennoch sehr typisch für das Genre und als Zuschauer verzweifelt man, weil man auf mehr gehofft hat.

Action, Spannung und Horror

Wer hier auf Action hofft wird bitter enttäuscht. Denn Armed Response bietet keine, also etwas schon. Es wird immer mal wieder geschossen, doch wirklich passiert nie etwas. Dabei hat man Namen wie Wesley Snipes und Seth Rollins dabei, mit mehr mut und irgendeinen Einfall hätte man locker beide sich ein paar Minuten prügeln lassen, so was erwartet man doch wenn beide schon dabei sind. Snipes darf kurz im Finale mal ran aber auch schon nach der Wendung. Jedenfalls gibt es keine nennenswerte Action in dem Film.

Auch die Spannung flacht schnell nach dem Anfang ab und am Ende kommt sie noch mal kurz wieder, wir erfahren endlich den Grund, warum alle in dem Tempel sind und dennoch ist man als Zuschauer schon an dem Punkt desinteressiert, weil man zu vor durch viel durch musste. Vor allem so generische Szenen. Es wird einer nach dem anderen von etwas bedroht oder gar umgebracht und dann gibt es noch die Wendung. Man hat das Gefühl, hier sollte mal ein anderer Film entstehen und man hatte dann doch nicht genug Geld dafür.

Der Horror im Film besteht darin, dass etwas unbekanntes es auf das Team abgesehen hat und niemand weiß genau was los ist. Es gibt auch keine Erklärung dafür und dann baut man noch etwas übernatürliches rein, so als ob es Geister wären. Fertig ist der Teil der Handlung von Armed Response und die Schauspieler müssen das noch glaubhaft rüber bringen. Es ist eine Qual für den Zuschauer.

Optik

Man merkt, dass Regisseur John Stockwell schon einige Filme gedreht hat, meist nicht die besten aber ein paar davon liefen auch im Kino. Auch schon ein Actionfilm für die WWE durfte er drehen und davor hat er auch schon ein paar. Auch Kickboxer – Vengeance steht auf seiner Liste. Man merkt es auch Armed Response an, dass er Talent hat. Denn viele Szenen sehen gut aus und auch die Luftaufnahmen funktionieren gut. Das ist wohl auch das einzig gute an dem Film. Die Regie und Kamera sind gut und schon fast zu gut für den Film. Denn sie retten ihn immer wieder.

Immer wieder versucht man mit dem Schnitt auch die Spannung zu steigern, das funktioniert vor allem am Anfang, wenn man uns zeigt was in dem Tempel passiert ist. Denn immer wieder gibt es andere Winkel aus dem die Szene betrachtet wird. Doch dann herrscht auch wieder die Langeweile und alle laufen durch dunkle Gänge umher. Immer wieder aber gibt es Moment wo auch das funktioniert, vor allem wenn Schatten auftauchen und wieder verschwinden. Man merkt wirklich, das man aus dem Drehbuch versucht hat das Beste raus zuholen.

FAZIT:

Armed Response hätte gut werden können, versagt aber fast auf ganzer Linie. Ein paar Ansätze sind gut. Man hofft auf Action und bekommt einfach keine. Dafür wird man mit einer merkwürdigen Handlung gestraft, die am Ende nicht funktioniert.

Armed Response

Movie title: Armed Response - Unsichtbarer Feind

Director(s): John Stockwell

Actor(s): Wesley Snipes, Seth Rollins, Anne Heche, Dave Annable, Gene Simmons, Mo Gallini, Anthony Azizi, Mike Seal, Chelle Ramos, Cailey Fleming, Morgan Roberts, John L. Armijo

  • 3/10
    Handlung - 3/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 3/10
    Spannung - 3/10
  • 1/10
    Action - 1/10
  • 3/10
    Unterhaltung - 3/10
4.0/10
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