Jackie Chan ist heute eine der größeren im Actionfilm hat er doch mit seinen Filmen das Martial Arts Genre verändert, das auch mit der Hilfe von Yuen Woo-Ping. Beide hatten mit Die Schlange im Schatten des Adlers sehr großen Erfolg. Für Jackie Chan war es der Durchbruch, im selben Jahren haben sie aber noch einen anderen Meilenstein gedreht, welcher das Kampfkunstkino nachhaltig veränderte. Dieser Film war Sie nannten ihn Knochenbrecher oder auch als Drunken Master bekannt. Ein Spielfilm der sehr viele Kopien hatte und Darsteller Siu Tin Yuen musste die Rolle auch in anderen Filmen wieder spielen, welche auch den Drunken Master beinhalteten. Bei den Fans ist dieser Film auch beliebt aber weitaus mehr eindruck machte die Fortsetzung aus den 90ern mehr Eindruck.

Die Handlung des Films ist auch sein großer Schwachpunkt. Es sind vielleicht aber auch die Elemente, welche die ganzen Nachmacher prägten. Denn es geht um den jungen Wong Fei-hong, in der deutschen Version auch schon mal Freddie genannt. Er ist gut im Kung Fu aber macht seinen Vater immer wieder ärger und fängt Schlägereien an. Das führt dazu, dass der Vater nur noch eine Möglichkeit sieht. Beggar So muss her und den jungen Wong zu trainieren. Dieser will das nicht und flieht erst mal, in einem Gasthaus fängt er wieder eine Schlägerei an und wird von einem alten Mann gerettet, der ein Meister seines Faches sein muss. Freddie ist beeindruckt und will in die Lehrere bei ihm gehen, schnell stellt sich heraus, der alte Mann ist Beggar So. So beginnt seine Ausbildung zum Drunken Master.

Ihr merkt schon, die Handlung von Sie nannten ihn Knochenbrecher ist nicht das Hauptaugenmerk des Films, denn dieser geht zwar knapp zwei Stunden aber die Handlung ist so schnell erzählt, dass man dafür keine 30 Minuten braucht. Der Rest sind Trianingsszenen oder Martial Arts Einlagen. Denn hier wird gezeigt wie der junge Jackie Chan agiert und der Film dreht sich um sich, doch auch Siu Tin Yuen kann glänzen.

Wenig Handlung in Sie nannten ihn Knochenbrecher

Es wurde schon kurz angesprochen, die Handlung von Sie nannten ihn Knochenbrecher ist nicht die beste und auch nicht wirklich kreativ. Sie ist einfach und dient nur dazu, das man einen Grund hat eine Kampfkunstszene zu zeigen. Das zieht sich durch den ganzen Film, man erzählt zwar alles sehr locker flockig aus der Hüfte raus, so dass man viel Humor in die Geschichte einbaut.Dennoch gibt es ein paar ernste Untertöne. Im Großen und Ganzen ist aber die Handlung von Sie nannten ihn Knochenbrecher sehr dünn und man versucht nur das nötigste zu erzählen.

Man muss auch bei den Charakteren aufpassen, denn es kann sein das manche einfach auftauchen und in einer Szene wichtig sind und dann nie wieder. Wie die Tante und Cousine von Wong, diese sind am Anfang für eine Szene wichtig und dann war es das auch wieder mit ihnen. Man könnte fast meinen, die Handlung von Sie nannten ihn Knochenbrecher will einen in die Irreführen. Dabei scheint aber nur das Drehbuch schuld zu sein, denn man wollte wohl hier den Charakter von Wong aufbauen und wie er gezeigt wird im Film, bevor er dann seine Wandlung durchlebt aber das funktioniert nicht so richtig.

Es ist auch interessant, wie sehr man versucht Wong in den Mittelpunkt zu stellen, vor allem ist es nicht immer der Charakter den man mag. Er jammert rum und macht auch immer wieder stress. Auch wenn es manchmal vernünftig ist, er ist immer etwas unsympathisch. Auch die anderen Charaktere im Film sind nicht immer so charmant, so dass man mit ihnen mitfiebern will. Am Ende ist es einem zwar nicht egal wer im Finale gewinnt aber man schaut eher zu wegen der tollen Kampfkunst als wegen den Charakteren.

Action

Kommen wir zu dem, was den Film wirklich ausmacht. Die Martial Arts Szenen. Hier bekommt man sehr viel Geboten und man zeigt, warum Yuen Wo-Ping Jackie Chan zusammen ein paar richtig gute Kampfkunstfilme erschaffen haben. Denn Sie nannten ihn Knochenbrecher verschwendet kaum zeit und zeigt schon bei der ersten Szene wo es lang geht. Hier gibt es viel Akrobatik von Jackie Chan zu sehen. Sein Charakter scheint wirklich schon einiges drauf zu haben im Bereich des Kung Fu. Das geht so weiter, es wird immer wieder mal von kurzen Handlungsszenen unterbrochen. Immer wieder gibt es neue Einfälle am Anfang, hier ist man aber noch etwas klassisch. Denn auch die Bestrafungen für Wong sind Hart und schnell gelöst. Nach der Flucht ändert sich aber alles. Es geht das Training los.

Zum Teil wirken die Trainingssequenzen sehr nutzlos, weil wir als Zuschauer auch nicht erfahren, warum Wong das macht. Es dient natürlich alles einen größeren Zweck und am Ende ist es aber auch egal. Denn er lernt die geheime Kampfkunst des Drunken Master. Darauf baut der Film auf, lässt sich aber viel Zeit dafür ihn zu zeigen. Alles läuft auf das Finale hin, wo wir ihn sehen können. Interessant ist aber das es gleich acht verschiedene Götter sind und man so noch einige Varianten des Kampfstils sieht. Diesen gibt es wirklich, sollte aber nie betrunken ausgeführt werden wie im Film.

Im Finale steigt dann auch die Spannung, denn der Gegner ist eine harte Nuss und hier muss dann Wong zeigen was er drauf hat. Hier sieht man dann das Talent von Jackie Chan, was ihn kurze Zeit später berühmt machte. Denn wechselt von einem Kampfstil in den anderen und zeigt sein können. Hier geht es auch härter zur Sache und die akrobatischen Einlagen sind vergessen. Es fühlt sich auch lang an, wenn die beiden Kämpfen. Es ist auch intensiv in Szene gesetzt und man fiebert wirklich mit.

Optik

Der Film sieht gut aus und man merkt, dass Yuen Woo-Ping Ahnung hat von dem was er da tut. Denn er filmt Sie nannten ihn Knochenbrecher sehr gut und setzt alles perfekt in Szene und das vor allem bei den Actionszenen. Denn hier haben wir es auch mit dem klassischen Hongkong Kino zu tun. Die Kampfszenen werden immer lange gezeigt, bevor ein Schnitt passiert. So mussten alle sich sehr viel Choreografie merken und immer ihr bestes geben. Das sieht man auch. Hier zeigt sich auch deutlich warum Jackie Chan zum Star wurde. Er zeigt dinge die wir vorher noch nie gesehen haben. Er verbindet die Kampfkunst mit Humor und das gelingt dem Regisseur es toll in Szene zu setzen.

Immer wieder zeigen sich Szenen und das vor allem im Finale, wo dann Wong das einsetzen muss, was er gelernt hat. Das wird uns auch sehr verdeutlicht mit den Bildern. Wenn der Gegner mit seinen Händen fuchtelt, merkt er sich die Bewegungen, wie vorher sein Meister beim Hütchenspielen. Als Zuschauer sind wir sehr nah dran, die Hände werden in Großaufnahme gezeigt und so wirkt es fast als ob der Böse uns schlägt. Auch vorher erleben wir die tollen Szenen mit Jackie Chan, denn die Trainingsszenen sind top gefilmt und man merkt deutlich die Anstrengung des Charakters, auch der Humor wird sehr verbildlicht.

Fazit:

Sie nannten ihn Knochenbrecher ist ein unterhaltsamer Film mit Jackie Chan, der sehr viele Fans hat und eindeutig zeigt, warum Chan zu den besten im Martial Arts Genre gehört. Leider schwächelt der Film bei der Handlung, man wird aber mit vielen Kampfkunstszenen belohnt.

Sie nannten ihn Knochenbrecher

Movie title: Sie nannten ihn Knochenbrecher

Director(s): Yuen Woo-Ping

Actor(s): Jackie Chan, Simon Yuen Siu-Tin, Hwang Jang-Lee, Lam Kau, Yuen Shun-Yi, Dean Shek, Hsu Hsia, Brandy Yuen Jan-Yeung, Linda Lin, Tino Wong Cheung, Yuen Woo-Ping, Fung Ging-Man

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.2/10
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