Re: Mind

Wieder etwas was es nur in Japan gibt, Idols! Ein Teil der Popkultur, welche es schon seit Jahrzehnten gibt, die Jungs und Mädels in Gruppen werden von ihren Fans angehimmelt. In den vergangenen Jahren hat sich das alles weiter entwickelt und es gibt große Gruppen und so viele Mitglieder, das für jedem Geschmack etwas dabei ist. Es gibt auch Gruppen, die sind umstritten aber so erfolgreich, dass man sich schon fragt, was ist da dran? Eine dieser Gruppen ist Keyakizaka46 und die hat sogar eine Untergruppe mit dem Namen Hiragana Keyakizaka46, diese besteht aus zwölf Mädchen. Fast alle von ihnen spielen in der zwölf-teiligen Mystery Serie Re: Mind die Hauptrolle, es sind nur elf von zwölf, eine gibt es nur in Rückblick zu entdecken. Das ganze wurde von Netflix mitproduziert, so kommen wir nun auch in den Genuss dieser Serie.

Die Handlung beginnt mit elf Schulmädchen. Diese wachen nach und nach in einem abgeschlossenen Raum auf und wissen nicht wie sie dahin gekommen sind. Doch irgendwas stimmt nicht und als das Licht ausgeht und die Erste verschwindet, wissen sie irgendwas muss sein. Eine Gemeinsamkeit aus ihrer Vergangenheit muss sie dahin gebracht haben. Sie machen sich auf um das Rätsel zulösen und natürlich auch um zu entkommen. Doch was ist die Wahrheit und wer steckt dahinter?

Eine typische Serie mit Idols? Vielleicht, denn Keyakizaka46 dreht regelmäßig für eine der vier Season eine Serie für TV Tokyo. Doch Re: Mind ist die Erste, welche wir auch sehen dürfen. So bekommen wir einen kleinen Einblick in ein Universum, außerhalb der Animes und anderen Serien, welche es bis jetzt geschafft in Deutschland zu erscheinen. Denn Re: Mind ist anders, man bekommt hier zwar eine sehr typische Mystery Serie geboten, die sehr viel aus dem Genre nimmt aber man nutzt es auch für sich. Denn neben den üblichen Cliffhanger am Ende gibt es viel was man anders macht.

Wie typisch ist Re: Mind im Mystery Genre?

Wir haben elf Mädchen und ein Rätsel und diese will gelöst werden. Das verspricht uns Re: Mind doch wie hält die Serie das ein? Es gibt so viele Wendungen im Verlauf der zwölf folgen, das man sich fragt was kann noch kommen und es bleibt bis zum Ende spannend. Denn die Auflösung gibt es wirklich erst am Schluss und man kommt nicht drauf und man spielt mit uns dem Zuschauer, genauso wie mit den Idols. Warum sind sie da? Dies wird zwar schnell geklärt, doch es gibt immer wieder einen neuen Grund und eine neue Wendung. Jemand neues könnte der Täter sein. Die Auflösung am Ende könnte auch eine Enttäuschung sein, doch schon im Verlauf der Serie geht es irgendwann nicht mehr um das Rätsel. Sondern um etwas anderes.

Es sind natürlich 13 Folgen, die dreizehnte Episode von Re: Mind ist ein Rückblick auf das, was vor der eigentlichen Handlung passiert, damit man ein komplettes Bild bekommt. Eine nette Idee auch die Umsetzung der Folge ist sehr interessant und gehört definitiv dazu. Doch davor muss man als Zuschauer viel durchmachen und wer die Idols von Hiragana Keyakizaka46 kennt und vielleicht auch eine Favoritin hat, der wird sicherlich noch eine schwere Zeit haben. Denn man schafft es wirklich einen zufangen und mit zu nehmen. Man will einfach wissen wie es weiter geht. So sitzt man am Ende auf seinen Stuhl und hofft mit und ist erstaunt über die Wendung und dann ist es vorbei.

Die Handlung ist aber im Grund so bekannt und so alt, das man am Anfang denkt man weiß genau was passiert und in den ersten Folgen ist es auch wirklich so. Auch glaubt man wie die Charaktere in Re: Mind so langsam hinter das große Rätsel zu kommen, doch irgendwann passiert so viel und immer mehr, das man selber zweifelt, wie die Figuren in der Serie und das ist gut gemacht.

Spannung und anderes

Eine Serie wie Re: Mind die in nur einen Raum spielt und keine Action hat, wie kann da Spannung aufkommen? Alles passiert durch die Dialoge und dem Rätsel was gibt. Wir schauen also dabei zu, wie die Mädels versuchen zu entkommen und sich zu erinnern. Das ist die Spannung die immer wieder aufkommt. Was auch der länge der Folgen liegt. Denn eine Episode geht knapp 24 Minuten. So kann die Spannung immer wieder anschrauben, denn man setzt einfach auf Tempo, obwohl manchmal scheint auch die Zeit still zu stehen und wir leiden mit. Denn was ist die Lösung.

Durch die Dialoge, erfahren wir auch mehr über die Charaktere und ihre Hintergründe. So ist immer ein andere an der Reihe und auch die Gruppe. So kristallisiert sich natürlich auch schnell heraus, wer vielleicht länger dabei sein könnte. Doch man spielt hier mit dem Zuschauer, denn führt das Wissen über etwas wirklich zum Erfolg bei Re: Mind? Denn immer wieder dreht man den Spieß um und schon ist die Folge vorbei und man schaut die nächste. Es macht süchtig, man will mehr wissen und mehr sehen und das obwohl alles nur durch die Dialoge erklärt wird. Das ist auch das besondere an Re: Mind.

Optik

Der Raum wo die elf Mädels gefangen gehalten werden, sieht aus wie der Traum jeder Visual Kei Band. Es gibt so viele Details zu entdecken. An den Wänden und auch auf dem Tisch. Hier beginnt auch schon das große Mysterium von Re: Mind. Denn der Raum gehört dazu. Hier zeigt man uns schon alles, was wir wissen müssen. Doch wie soll man es deuten. Die Kamera zeigt immer wieder Details und Gesichter der Mädels. Doch warum? Einfach könnte man sagen, die Kamera muss ja Einstellungen haben. Aber warum gerade diese? Gehört es mit zu dem Rätsel? Das alles bleibt immer wieder mysteriös.

Manche japanische Serie wirkt immer etwas billig, doch bei Re: Mind merkt man, dass man wohl mehr Geld hatte oder man sparte viel, weil man nur den Raum brauchte für ein Großteil der Serie. Die paar kurzen Rückblicke die es gibt, kann man auch schnell drehen, der Rest sind kurze Handyvideos die wir sehen. Alles schnell produziert. Doch auch sonst, die Kameraarbeit und der Schnitt sind wirklich gut. Hier zieht man den Zuschauer in die Serie mit rein und hält ihn gefangen, bis zum Ende.

Fazit:

Re: Mind ist eine sehr spannende Serie, welche einen von Anfang an fesselt. Auch wenn ein Teil sehr typisch für das Genre ist, dennoch durchschaut man die die Handlung nicht so schnell und auch die Auflösung kommt überraschend. Nach zwölf Folgen, gibt es mit der 13. noch etwas Hintergrundwissen. Dennoch ist man Ende mitgenommen mit all dem was passiert.

Re: Mind

Movie title: Re: Mind

Director(s): Yusuke Ishida, Yûsuke Koroyasu, Akira Uchikata,

Actor(s): Mao Iguchi, Sarina Ushio, Mei Higashimura, Yuuka Kageyama, Memi Kakizakia, Shiho Kato, Neru Nagahama, Kyoko Saito, Kumi Sasaki, Ayaka Takamoto, Mana Tasake

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 9/10
    Spannung - 9/10
8.3/10
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1 Reply to “Re: Mind”

  1. Ein sehr gutes Review. Tatsächlich ist es so, dass abseits der teilweise wirklich sehr guten Animes, ähnlich wie in Deutschland, viel Schrott produziert wird. Das hat nicht einmal etwas mit fehlendem Geld zu tun, da Serien aus Skandinavien, England und sogar Belgien deutlich besser produziert werden.

    Aber zurück zum Thema. Re: Mind ist hier wirklich positiv zu erwähnen. Wenn man bedenkt, dass es sich bei Idols nicht ernsthaft um Schauspieler handelt, sondern eher um Reality-Darsteller mit Gesangstalent, muss man ehrlich sagen, dass die Mädels hier einen tollen Job machen. Zwar reicht mein Japanisch noch nicht aus um gänzlich auf die Untertitel zu verzichten, aber vielleicht gerade weil es nicht synchronisiert wurde, wirkt alles sehr glaubwürdig und die Gefühle werden gut transportiert. Einzige Ausnahme ist evtl. die Ratten Scene zu Beginn. Die Reaktion erscheint dann doch ein wenig übertrieben.

    Was man noch ergänzen sollte, wäre das Opening. Der Song passt perfekt und ist hat Ohrwurm-Qalität.

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