Alien Shock

Erinnert Ihr euch noch an eure Kindheit und was Ihr so im TV gesehen habt? Meist liefen Wiederholungen von irgendwelchen alten Filmen, am Wochenende gern auch mal Genrefilme und uralte SciFi Filme und nachts auch auf den öffentlichrechtlichen auch B-Movies und das immer gut versteckt. Einer dieser Filme war Alien Shock, der lief oft aber unter anderen Namen. Viele kennen ihn vielleicht unter dem Namen Das Geheimnis der fliegenden Teufel. Wie immer sehr reißerisch der Name, dennoch passt es hier doch. Denn der Film ist so klassischen 50er Jahre SciFi Kino wie es nur geht. Dabei wurde er im Dezember 1979 gedreht und kam im Frühling 1980 in die US Kinos, also gut drei Jahrzehnte später als man ihn einordnen würde. Dabei ist der Film aber mehr als nur eine plumpe Kopie. Er bietet eine Handlung die ähnlich und mit viel mehr Action ein paar Jahre später in Predator auch erzählt wurde.

Die Handlung spielt irgendwo im nirgendwo in den USA, in der nähe einer kleinen Stadt verschwinden immer wieder Menschen. Keiner will sagen warum das so ist. Als eine Gruppe Jugendlicher an einem See etwas spaß haben will beginnt für zwei der schlimmste Albtraum. Denn die anderen zwei ihrer Gruppe sind auf einmal verschwunden. Bei ihrer Suche finden sie einen Schuppen mit Leichen und werden von merkwürdigen fliegenden Dingern angegriffen. In der Stadt finden sie Zuflucht in einer Bar. Doch hier will ihn niemand glauben, nur ein verrückte Vietnam-Kriegsveteran und ein anderer alter Mann helfen den Beiden. Doch das Alien wartet nur auf seine Beute.

Also Alien Shock erweißt sich als kleine Genreperle die wohl langsam vergessen wird. Das sollte nicht passieren. Denn man bekommt einen sehr beklemmenden spannenden SciFi Horrorfilm, der immer noch funktioniert. Wenn man bedenkt, dass man hier nur 150.000 Dollar Budget hatte und davon ging die Hälfte für die zwei Hauptdarsteller drauf. So bekommt man einen sehr gut gemachten Film, der sehr sparsam mit seinen Effekten umgeht und uns den eigentlichen Feind bis zum Finale verheimlicht. Man sieht ihn aber schon mal eher wenn man genau hinschaut.

Klassische ScFi Handlung mit einem Hauch neues in Alien Shock

Beim schauen von Alien Shock wird dem Zuschauer sehr schnell klar, dass das Drehbuch sicherlich auch in den 50ern hätte verfilmt werden können. Doch auch in den 80ern gab es noch mal ein kleine Neuauflage bekannter SciFi Stoffe vor allem mit Remakes klassischer Filme. Doch bei diesem Film handelt es sich um eine eigene Geschichte, welche aber auch immer noch mit den Ängsten der Menschen spielt. Dabei benutzt man aber aktuellere Ereignisse um manche Figuren zu zeichnen. Denn eine der Hauptcharaktere ist ein Kriegsveteran der eindeutig am Post Traumatischen Stresssyndrom leidet und immer wieder denkt das Menschen Aliens sein, da aber seine Mitmenschen das nicht einordnen können wird er einfach als verrückt abgestempelt.

Auch ist es schwer am Anfang einen Hauptcharakter aus zumachen, der Film wirft einem Figuren zu und viele davon sind schnelle Opfer für das Böse. Denn Alien Shock verheimlicht am Anfang noch was genau hier die Bedrohung ist. Auch scheinen die zwei Jugendlichen die wir dann auch etwas kennenlernen eine wichtige Rolle zu spielen, doch die beiden älteren Männer übernehmen immer wieder das Ruder und stellen auch eine Bedrohung da, denn man weiß nicht wer hier Freund oder Feind ist. Alle sind sehr mürrisch und unfreundlich. Selbst der Junge, der sicherlich nur ein Kompliment machen will und seine verängstige Freundin einen zarten gute Nacht Kuss gibt, wirkt etwas merkwürdig, als er meint mit offenen Haaren sieht sie besser aus.

Dennoch hofft man am Ende, dass ein paar Charaktere überleben, denn vor allem die weibliche Hauptrolle wirkt sympathisch, was man von dem Rest der Charaktere kaum behaupten kann. Doch das liegt auch an Alien Shock, er will uns Zuschauer immer wieder in die Ecke treiben, wir sollen uns wie die Figuren nicht sicher fühlen und das gelingt ihm immer wieder.

Aliens, Spannung, Effekte

Der Film arbeitet viel mit der Spannung und das wir die Bedrohung nicht sehen, bis zum Finale sehen wir das Alien nicht. Wir wissen zwar das irgendwas da draußen ist. Denn diese fliegenden Dinger scheinen nicht die einzige Bedrohung zu sein. Denn wie erwähnt finden die zwei Jugendlichen in einer Hütte, viele Leichen und hier ist klar. Da ist noch was da draußen und diese Bedrohung von außen baut man immer weiter auf. Andere Charaktere reden auch darüber, die Kamera zeigt uns was das Alien sieht. Schon im Vorspann sehen wir Aufnahmen welche die Sicht des Aliens zeigen.

Die Effekte im Film sind gelungen, vor allem wenn diese Dinger am Menschen kleben, fangen sie an zu pulsieren und sehen schleimig aus. Was genau sie sind wird einem nicht erklärt. Das stört aber nicht, denn sie funktionieren. Nur sieht man in HD nun wie mancher Effekte funktioniert und sieht den Angeldraht an dem die Dinger hängen und durch die Luftschweben. Auch hier muss man halt bedenken, dass Regisseur Greydon Clark nicht viel Geld hatte und für heutige Verhältnisse, ist ein Budget von 150.000 Dollar für einen Film sehr wenig und wenn die Hälfte des Geld auch noch für die Hauptdarsteller drauf geht, muss man kreativ sein und das sind sie gewesen.

Optik

Der Film sieht gut aus, schon der Anfang das Stück Landschaft und der kleine Bach, alles wirkt friedlich, doch wird schnell durch das Böse zerstört. Man sieht dem Film auch an, dass man im Dezember gedreht hat und es echt kalte gewesen sein muss. Dabei drehte man in der Nähe von LA. Da man viel im Freien dreht, braucht man kaum Sets. Der kleine Schubben wurde extra für den Film gebaut. Die Szene in der Bar hat man an einem Abend abgedreht. Ansonsten sind es irgendwelche Hütten im Wald, die wir sehen und wo sich Teile der Handlung abspielen. Hier merkt man dann, dass sie wirklich gespart haben bei Alien Shock.

Man merkt auch sehr deutlich, dass der Film auf eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre setzt. Denn die Kamera ist auch immer wieder nah an den Charakteren und nicht immer sehen wir alles und dann gibt es die Moment wo die Spannung etwas aufgelockert wird, nur um dann noch mehr Terror zu zeigen. Hier funktioniert Alien Shock immer noch erstaunlich gut. Das liegt auch an der Arbeit hinter der Kamera, denn Kameramann Clyde E. Bryan der auch schon für John Carpenter die Kamera machte, zeigt hier sein Talent er fängt immer wieder gute Bilder ein, die uns auch die Bedrohung durch das Alien spüren lassen.

Fazit:

Alien Shock funktioniert immer noch gut. Da der Film sehr viel wert auf Spannung und die Atmosphäre legt und uns die Bedrohung am Ende erst zeigt, steigert sich das alles. Dabei ist das mit den Charakteren nicht immer gut gelöst, denn es dauert sehr lange bis herauskommt, wer hier eigentlich wichtig ist. Dennoch unterhält der Film gut.

Alien Shock

Movie title: Alien Shock

Director(s): Greydon Clark

Actor(s): Tarah Nutter, Christopher S. Nelson, Jack Palance, Martin Landau, Sue Ane Langdon, Neville Brand, Cameron Mitchell, Darby Hinton, David Caruso, Lynn Theel, Larry Storch, Ralph Meeker

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.5/10

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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