Subspecies

Vampire gehören zu den ältesten Figuren in Horrorgeschichten und gehören zu vielen Mythen auf der Welt. Dabei sind sie immer verschieden. Vor allem in den vergangenen Jahren haben ein paar Vampirfilme das Genre aufgemischt und die Fans zur Aufregung gebracht, sei es nun Teenieliebe bei Twilight oder in Actionform bei Underworld. Alles ist möglich in diesem Subgenre. Das war Anfang der 90er nicht anders, als Full Moon noch sehr aktiv war und Charles Brand mit seiner Produktionsfirma, viele Filme für den Heimkinomarkt produzierte. Einer davon ist Subspecies, dieser wurde 1991 gedreht, wahrscheinlich um Kosten zu sparen in Rumänien und somit in der Heimat von Dracula. Es war auch der erste Film aus den USA der in dem Land gedreht wurde und wahrscheinlich einer der wenigen wo ein Trabant das Fortbewegungsmittel für die Hauptcharaktere ist. Er wird sogar richtig vorgestellt in den Dialogen.

Die Handlung dreht sich um die drei Studentinnen Mara, Michele und Lillian reißen nach Rumänien um hier für ihre Abschlussarbeit viel Material zusammeln. Sie sind an der Geschichte des Landes und der Folklore interessiert. In dem Ort Prejnar erfahren sie mehr über die Vergangenheit und auch über Vampire, welche damals die Türken getötet haben sollen, die das Land angriffen. Bei ihren Nachforschungen treffen sie auch auf Stephan. In einer alten Burg wartet der Vampire Randu auf seine Rache, er hat schon seinen Vater getötet und besitzt nun den Blutstein. Durchzufallen befreien die drei Frauen den Vampir und dieser will nun mehr macht.

Man merkt Subspecies zwar etwas an, dass er einst für den Heimkinomarkt gedreht wurde, dennoch hat man hier nun den Anspruch eine gute Geschichte zu erzählen und das tut man dann auch. Dabei konzentriert man sich sogar auf örtliche Geschichten und orientiert sich mehr an den original Legenden über Vampir als an den Roman von Bram Stoker. Man bekommt somit eine spannende Vampirgeschichte erzählt, welche sich auch Zeit lässt.

Klassische Vampirgeschichte in Subspecies

Da die Legenden über Vampire so vielseitig sind, kann man nie genau sagen, welche stimmt und welche nicht. Es sind alles nur düstere Märchen und alte Volkssagen. Im Film kann man es dann schon eher sagen, denn viele Filme orientieren sich an dem klassischen Dracula Mythos und das es nur einen Vampir gibt, welcher dann neue erschafft und ein Dorf terrorisiert. Manchmal nimmt sich auch Nosferatu zum Vorbild. Doch immer wieder trifft man auf die klassische Geschichte. Bei Subspecies ist das nicht anders, obwohl man hier mit Radu einen echt fiesen Vampir hat, der nur Macht will und nicht unbedingt Rache oder einfach nur das Blut einer jungen schönen Frau trinken will. Dabei tötet er am Anfang gleich seinen Vater für den Blutstein, über diesen erfahren wir im Verlauf des Films auch mehr.

Auch die drei Frauen werden besser gezeichnet als man es für diese Art von Film erwArten könnte. Sie sind nicht nur Opfer für den Vampir, sondern haben auch Ahnung von dem Thema. Dennoch ist man nicht so progressiv und lässt sie alleine gegen den Blutsauger antreten, sondern man bekommt noch hilfe. Stephan ist dabei auch wieder ein interessanter Charakter, denn seine Geschichte und warum er da ist, passt perfekt in den Film. Es gibt auch keinen Vampirjäger, welcher hier den Tag rettet. Sondern es wird eher tragisch am Ende, obwohl man natürlich dem Publikum nicht zu viel zu muten will, somit gibt es doch schon eine Art Happy End.

Man versucht auch immer wieder die kleinen Monster unterzubringen, welche wohl die Namensgeber für den Film sind. Dabei sind sie aber nur ein kleiner Teil von Subspecies. Auch wenn sie wichtig sind und Randu immer wiederhelfen. Bei den anderen Charaktere passt man mehr auf und sie sind immer wieder dabei und kein Nebencharakter verschwindet einfach. Man versucht wirklich eine kleine düstere Horrorgeschichte rund um Vampire zu erzählen.

Horror, Spannung und Effekte

Das Aussehen der Vampire in Subspecies ist an Nosferatu angelehnt und sie sehen zwar noch etwas menschlich aus aber sie wirken schon für ein unheimliches Monster. Auch die kleinen Monster bewegen sich flott, obwohl sie per Stop and Motion animiert wurden. Dafür sehen sie gut aus, auch die Tricks wie sie in den Film eingebaut wurden. An manchen Stellen erkennt man es zwar, was an der zu guten Bildauflösung des HD Bildes liegen mag. Dennoch funktioniert der Effekt immer noch. Auch das Make-up von Randu sieht gut aus. Ansonsten ist der Film sehr Blutlos. Zwar saugt der Vampir immer wieder etwas Blut aber Gewalt gibt es nicht. Es würde aber auch nicht in die Handlung passen.

Man setzt in dem Spielfilm immer wieder auf die Atmosphäre und die Spannung. Denn man darf Randu dabei zuschauen wie er sich durch den Ort schleicht und wir nur seinen Schatten sehen und er dann plötzlich in einem Baumsitzen auftaucht und dann schon an einem anderen Ort ist. Wie typisch für einen Horrorfilm funktioniert die Logik hier nicht immer und man sollte das auch ausblenden. Dafür funktioniert das alles aber erstaunlich gut. Was auch an der tollen Gegend liegen mag, wo man Subspecies drehte.

Optik

Mit Bukarest in Rumänien hat man einen Glückstreffer gelandet. Die Gegend ist perfekt für einen Vampirfilm. Denn alles wirkt stimmig und man ist auch nicht an den Gothic Horror Charm von den Hammer Studios dran. Es wirkt alles wie ein Ort, wo man wirklich einen Blutsauger erwarten könnte. Das alles wurde gut mit der Kamera festgehalten und die drei Mädels laufen durch schöne Gegend. Dabei wirkt alles auch etwas verträumt, was den Film seine besondere Atmosphäre verleiht. Die Gebäude und die Burg wirken unglaublich gut, auch wenn man manchmal nur ein paar Räume sieht aber die Außenaufnahmen überzeugen dafür um so mehr.

Man spielt im Film auch immer wieder mit dem Schatten, vor allem wenn Randu durch die Straßen läuft. Hier sieht man nur seinen unheimlichen Schatten. Auch wenn er sich aus seinem Sarg erhebt, so wirkt das Spiel mit Licht und Schatten im Hintergrund sehr gut. Man sieht den Film nicht immer an, dass man hier nur für den Heimkinomarkt produziert hat. Sondern man zaubert immer wieder schöne Bilder.

Fazit:

Subspecies ist ein spanender Vampirfilm, der mit einer tollen Atmosphäre punkten kann. Hier bekommt man eine interessante Vampirgeschichte erzählt, welche sich mehr an Volkssagen hält als an den klassischen Stoff. Dennoch findet man auch immer typische Elemente des Genres im Film wieder.

Subspecies

Movie title: Subspecies

Director(s): Ted Nicolaou

Actor(s): Angus Scrimm, Anders Hove, Irina Movila, Laura Tate, Michelle McBride, Ivan J. Rado, Mara Grigore, Adrian Vâlcu, Michael Watson, Lili Dumitrescu, Ion Besoiu

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 7/10
    Atmosphäre - 7/10
6.8/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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