Wie schon am Ende von Subspecies II angekündigt, geht es mit Bloodlust: Subspecies III weiter. Man merkt hier auch, dass beide Filme zusammengedreht wurden, sind. Dabei spürt man aber auch das der dritte Teil es wieder eher wie der erste machen will und man fährt das Tempo etwas zurück und besinnt sich auf atmosphärische Szenen und nicht auf Tempo. Dazu gibt es auch mehr Spezial Effekte und wir lernen mehr über den Vampir Mythos der Reihe. Auch der Trabant hat wieder einen Auftritt, doch wird schnell durch einen Mercedes ersetzt. In zwei Autos erklärt man hier auch die deutsche Wiedervereinigung. Sonst hat sich nichts geändert. Die Drehorte in Rumänien wirken immer noch unverbraucht und passen perfekt zur Handlung.

Die Handlung setzt genau da an, wo der zweite Teil aufgehört hat. Michelle konnte nicht entkommen und ist immer noch in den Fängen von Radu und seiner Mutter. Er will Michelle unbedingt zu seiner Frau haben und führt sie langsam in die Welt der Vampire ein. Dabei weigert sie sich aber immer wieder und will dieses Leben nicht mehr. Das kümmert Radu aber wenig, denn er ist verliebt und stellt sich sogar gegen seine Mutter. Währenddessen versucht Rebecca ihre Schwester zu befreien. Sie hat immer noch Hilfe von dem CIA-Agenten Mel. Beide stoßen aber auf viel Gegenwind, denn niemand will den Mythos der Vampire glauben. Nur die Dorfbewohner, die nah am Schloss wohnen. Denn Radu treibt auch hier wieder sein Unwesen.

Die Liebe zu dem Projekt mehr man den Machern an, denn anders kann man wohl kaum erklären, dass man das Niveau der vorherigen Teile auch hier wieder hält. Natürlich, Bloodlust: Subspecies III wurde zusammen mit teil zwei gedreht aber es hätte auch schlimmer oder anders kommen können. Man ist sehr konsequent und führt die Handlung fort. Einen Abschluß gibt es auch, doch wir wissen das es noch einen Teil gibt und dazu auch noch ein Spin Off.

Bloodlust: Subspecies IIIWeiter gehts in Bloodlust: Subspecies III

Wie schon erwähnt, ist man sehr konsequent bei Bloodlust: Subspecies III, denn man führt die Handlung wirklich weiter und lässt sich nicht irgendwas einfallen, damit man einen Grund für ein Sequel hat. Natürlich ist auch das Fortführen der Handlung ein Grund aber hier war es wohl schon immer auf zwei Filme ausgelegt. Das man offene Ende bei DTV Filmen hatte ist auch selbstverständlich. Denn man wollte sich immer eine Hintertür offen lassen, dass man bei Erfolg auch eine Fortsetzung produzieren kann. Bei Subspecies schaffte man es immerhin auf vier Filme und ein Spin-off. Das ist erstaunlich, vor allem für das Thema der Vampire und das in den 90er die Blutsauger auch kaum prominent vertreten waren, außer ein paar Filme. Doch wir schweifen ab, zurück zur Handlung des Films und was so passiert.

Michelle ist also immer noch in den Händen von Radu. Dieser macht hier am meisten eine Verwandlung durch. Denn von dem bösen Vampir ist nicht mehr viel übrig. Viel mehr ist er jetzt ein gebrochener Mann, der sich nach liebe sehnt aber sie nicht bekommt. Das treibt ihn langsam in den Wahnsinn und so begeht er Dinge, die sein altes ich nie getan hätte. Er will Michelle für sich haben und zeigt ihr die Welt der Vampire. Er ist fest entschlossen, dass sie seine Braut wird. Das erfreut seine Mutter nicht und hier kommt es auch zu einem Konflikt. Anders als noch im ersten Teil, handelt hier Radu anders aber immer noch genauso konsequent.

Auf der anderen Seite haben wir Michelle und ihre Melancholie, die kein Lebenswillen mehr hat als Untote. Sie mag dieses Leben nicht. So versucht sie zu sterben und bitte Radu immer wieder sie zu erlösen. Doch er will das nicht. Rebecca versucht verzweifelt ihre Schwester zu retten. Doch man glaubt ihr und Mel nicht. Alles führt zu dem Finale, was diese düstere Melancholische Stimmung perfekt trägt. Denn der Showdown ist da aber die Verzweiflung der Charaktere ist genauso groß und ob für alles dieses Ende wirklich gut ist, bleibt fraglich.

Spannung und Atmosphöre

Da man das Tempo wieder etwas zurückgenommen hat, wirkt Bloodlust: Subspecies III auch wieder atmosphärischer. Dazu kommt, dass man wieder mehr in dem Dorf und im Schloss ist. So gibt es wieder tolle Landschaftsaufnahmen, welche alles wieder eine verträumte Stimmung gibt. Auch kommt etwas Melancholie dazu. Denn Michelle will das alles nicht und ihr Leben als Blutsauger gefällt ihr nicht. Auch Radu wirkt melancholischer in seinem treiben. Obwohl Vampire ja immer ein Hauch Melancholie und Romantik mit sich tragen. Hier merkt man aber das beide etwas anderes wollen und darunter leiden. Das gibt der Reihe eine neue Farbe. Rebecca ist immer noch verzweifelt auf der Suche, hier hat sich nichts geändert.

Da man das Tempo des Films gedrosselt hat, geht auch die Spannung etwas zurück. Denn wir wissen was passieren wird. Denn manchmal wiederholt sich der Film dann doch. Dennoch gibt es immer noch spannende Moment, auch wenn der Horror hier kaum vorhanden hat, sondern man konzentriert sich mehr auf die Figuren und ihre Probleme. So gibt es dennoch Szenen wo Radu einfach ein Vampir ist und er Michelle dies auch zeigen will, er führt sie in diese Welt ein. Hier kommt auch etwas Spannung auf, denn als Zuschauer fragt man sich, wie wird sie handeln, welchen Weg wird sie einschlagen. Auch im Finale bleibt es spannend. Denn alles ist möglich.

Optik

Von Bukarest gehen wir zurück in die Wälder von Rumänien. Das tut dem Film und seinen Look sogar gut. Denn wieder bekommen wir schöne Landschaftsaufnahmen geboten. Dieses Mal spielt alles auch am frühen Morgen, wenn die Sonne langsam aufgeht und es für die Vampire gefährlich wird. Hier liefert Bloodlust: Subspecies III wunderschöne Bilder, wo man auch etwas mit dem natürlichen Licht arbeitet. Alles wirkt auch wieder verträumt und das ist die Stärke der Reihe. Wir befinden uns in einer Märchenwelt, zwar einer sehr düsteren aber wir sind weit entfernt vom typischen Vampirhorror, der meist mit dem Gothic Horror verbunden war. Hier ist alles ländlicher und wirkt mehr wie eine Volkssage und das zeigt der dritte Teil von Subspecies wieder perfekt.

Man hält sich hier auch etwas mit dem Spiel mit Licht und Schatten zurück, zwar gibt es immer noch ein paar Szenen, wo Radu zum Schatten wird, doch es sind nur ein paar kurze Momente. Viel mehr nimmt man Großaufnahmen um die Gefühle der Charaktere zu transportieren und was sie Empfinden. So sind wir als Zuschauer auch immer wieder näher an den Figuren. Dabei merken wir auch das wir hier wohl im romanistischen Teil der Reihe sind, wahrscheinlich aber auch eher melodramatischen. Denn von Liebe fehlt jede Spur und Radu ist einsam und allein und will nur von Michelle geliebt werden.

Fazit:

Bloodlust: Subspecies III ist ein kleiner Abschluss der Reihe und beendet es auch gut und beantwortet ein paar offenen Fragen. Dabei wird man etwas melancholischer und zeigt die Gefühl eines neuen Vampires. Immer noch wird man gut unterhalten mit düsterer Atmosphäre, welche eine verträumte Landschaft zeigt.

Movie title: Bloodlust: Subspecies III

Director(s): Ted Nicolaou,

Actor(s): Anders Hove, Denice Duff, Kevin Spirtas, Melanie Shatner, Pamela Gordon, Ion Haiduc, Michael Della Femina, Michael Denish, Nicolae Urs, Radu Minculescu, Elvira Deatcu, Camelia Zorlescu

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 7/10
    Atmosphäre - 7/10
6.6/10
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