Wer hätte gedacht, dass eine Reihe wie Subspecies es auf vier Filme schafft, dazu auch noch der Spin-Off Vampire Journals. Es scheint, dass die Direct to Video Produktionen von Full Moon erfolgreich waren. Sie haben auch eine treue Fanbase. Denn viele Fans hoffen immer noch auf einen fünften Teil. Doch wir sind bei Ende der Reihe angekommen, denn Subspecies IV – Im Blutrausch ist der Abschluss der Handlung und verbindet ihn sogar mit dem Spin-Off, wahrscheinlich, aber auch nur weil man irgendwie eine Handlung brauchte. Denn der vierte Subspecies Film entstand vier Jahre nach Teil drei. So hat sich auch in der Filmwelt einiges geändert und es gab einige neue Vampirfilme. Doch was erwartet uns in diesem Teil, womit kann uns Regisseur Ted Nicolaou noch überraschen oder bekommt man das serviert, was man gewohnt ist von den anderen Teilen?

Die Handlung beginnt damit, dass die Ärztin Ana den Wagen findet mit dem die Schwester von Michelle fliehen konnte, wer erinnern uns am Ende von Subspieces III entkamen sie mit Michelle im Kofferraum. Diese ist dort auch noch drin und Ana bringt sie zu einem befreundeten Arzt. Dr. Niculescu erkennt schnell, was mit Michelle nicht stimmt. In der zwischen Zeit erwacht auch Radu wieder und dieser will Michelle haben. Dabei besucht er in Bukarest den Vampir Ash. Doch Ash ist nicht so begeistert von dem Besuch seines Meister. Alle wollen sie aber nur eins, den Blutstein. Wer wird ihn bekommen und wird Michelle endlich frieden finden?

Man merkt Subspecies IV – Im Blutrausch deutlich an, dass man sich Zeitgelassen hat für eine Fortsetzung, könnte man denken aber es wirkt eher so als ob das ein Schnellschuss war und man lieber mit dem Spin-Off weiter machen wollen. Denn der Charakter Ash ist wirklich ein interessanter Gegenspieler, nur wird er hier nicht gut eingesetzt und alles dreht sich wie immer um Radu, der bleibt aber auch sehr blass, wie es nur geht. Die neue Handlung mit dem Arzt der versucht den Vampirismus zu heilen ist zwar interessant aber irgendwie will auch das nicht so richtig zünden.

Bekannte Figuren in einer etwas neuen Handlung bei Subspecies IV – Im Blutrausch

Es ist ab einem bestimmten Punkt schwer sich immer wieder neu zuerfinden, vor allem bei Filmreihen die länger Laufen. Was soll man den Zuschauer noch neues bieten? Bei Subspecies IV – Im Blutrausch vermischt man einfach die Welten und so spielt das Spin-Off Vampire Journals in derselben Welt wie der vierte Film. Das könnte natürlich einige neue Ideen mit einbringen. Da Ash ein Charakter ist, der wirklich interessant ist und komplett anders als Radu lebt. Denn verwaltet Geld und hat Eigentum und Clubs. Radu agiert lieber im Hintergrund, was auch an seinem Aussehen liegen könnte. Denn er sieht aus wie Nosferatu und Ash wie ein normaler Vampir. Doch auch sonst sie die Motive andere. Ash will mehr macht und was Radu will, da ist sich der Film und wir als Zuschauer auch nicht mehr so sicher.

Michelle Motiv hat sich nicht verändert, sie will kein Vampir sein, auch wenn Radu sie immer wieder verführt und versucht ihr das Leben als Blutsauger schmackhaft zu machen. Ihr Abneigung ist aber zu groß und das merkt man immer wieder im Verlauf des Films. Auch wenn sie mal ein Hauptcharakter war, in Subspecies IV – Im Blutrausch wird sie eher ein wichtiger Nebencharakter, zwar dreht sich noch viel um sie. Es passiert aber so viel ohne sie, das man sie auch mal schnell vergisst, bis sie wieder auftaucht. Das ist zwar etwas schade, doch die anderen Figuren im Film sind auch immer wieder interessanter.

Vor allem Dr. Niculescu , welcher sehr zwielichtig wirkt und man sich nie so sicher ist ob seine Absichten wirklich gut sind. Er ist der interessante neue Charakter im Spielfilm und man würde mehr über ihn erfahren und die Idee, dass man als Zuschauer sich nie so sicher ist, ob er nun Gut oder Böse ist, wird gut umgesetzt. Doch auch hier verpasst man einige Chancen. Auf der anderen Seite hat man Ana, welche man wohl braucht um eine menschliche Frau zu haben bei all den Vampiren.

Spannung und Atmosphäre

Scheinbar ist die Luft raus bei den Filmen, denn man bekommt weniger von dem was die Vorgänger geboten haben. Es gibt zwar immer noch Momente, wo die Spannung steigt. Doch diese sind selten und auch wenn die anderen Teile, schon nicht so spannungsgeladen waren. So fährt man hier noch etwas zurück. Die Interessanten Handlungspunkte, bieten immer wieder etwas aber dann doch zu wenig. So will man zwar wissen wie es weiter geht aber am Ende ist das Ganze dann doch eine Enttäuschung. Auch wenn man einen Abschluss bekommt, so bleibt einiges offen und alles wirkt sehr schnell beendet ohne wirklich ein Ende zu sein. Darum wollen manche Fans wohl auch einen fünften Teil.

Auch die Atmosphäre leidet in diesem Teil sehr, so gibt es kaum noch Vampire und deren Schatten die herumschleichen. Auch die Landschaft ist komplett weg und wir befinden uns in Bukarest oder in irgendwelchen Räumen, zwar sehen die Vampirgruften gut aus und verspüren auch etwas Stimmung aber es fehlt einiges. So ist das Finale auf dem Friedhof eine verpasste Chance und irgendwie merkt man auch hier, das alles wohl schnell gehen musste und vielleicht nicht alle unbedingt noch eine Fortsetzung haben wollten.

Optik

Leider findet man keine Angaben in welchen Bildformat Subspecies IV – Im Blutrausch gedreht wurde, denn alle anderen Filme gibt es in 16:9 und manche Teile auch in HD. Doch dieser hier ist in 4:3, was nicht immer das Bild schmälern muss. Doch irgendwie wirken dadurch die Bilder auch nicht mehr so gut. Zwar ist Ted Nicolaou kein schlechter Regisseur und er zeigte schon das er gute Bilder erzeugen kann. Aber hier wirkt das alles wirklich nur noch für das Heimkino erzeugt. Was schade ist. Denn es gibt immer noch ein paar Szenen welche überzeugen können. Wie in der Gruft, wenn die Opfer herum liegen, hier entsteht auch etwas Atmosphäre.

Es gibt wie schon erwähnt kaum noch ein Spiel mit den Schatten. So tauchen Vampire zwar an Orten auf, doch die Schatten fehlen. Es gibt dennoch ein paar Szenen wo diese genutzt werden, hier lernt man auch noch etwas über die Funktion aber auch das gab es schon in den Teilen davor. Am Ende bekommt man wohl nur eine schwächer Version von dem was man schon kennt und dieser Teil bleibt auch rein optisch kaum im Gedächtnis.

Fazit:

Subspecies IV – Im Blutrausch kommt nicht an seine Vorgänger heran. Zwar bekommt man als Fan noch einen würdigen Abschluss der Reihe geboten. Dennoch beantwortet der Film nicht alle Fragen und es fehlt vieles was die Vorgänger ausmachte. Man bekommt so nur eine schwächere Version geboten. Die zwar einige neue Ideen hat aber diese kaum unterbringt.

Subspecies IV

Movie title: Subspecies IV

Director(s): Ted Nicolaou

Actor(s): Anders Hove, Denice Duff, Jonathon Morris, Ioana Abur, Mihai Dinvale, Floriella Grappini, Dan Astileanu, Ion Haiduc, Eugenia Bosânceanu, Cristi Rasuceanu, Oana Voicu, Dorina Lazar

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
  • 5/10
    Atmosphäre - 5/10
6.0/10
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