Haben wir uns nicht schon mal alle gefragt, was dabei raus kommt wenn man die Handlungsszenen aus Pornos und Softerotikfilmen aber auch von ein paar Pinku Eigas zusammenschneiden würde und daraus einen eigenen Film machen würde? Nein. Bin ich wohl der einzige. Obwohl es ist ein Sammelsurium an absurden Ideen, denn bevor das Internet und die billig Produktionen den Pornomarkt verändert, hat man versucht Geschichten zu erzählen.Wenn also zwei französische Regisseure Langeweile haben, kann so was wie Auf der Suche nach dem Ultra-Sex heraus kommen. Denn Nicolas Charlet und Bruno Lavaine haben genau das mit dem Film gemacht. Sie haben aus vielen Pornofilmen und Samurai Cop einen neuen Film geschnitten. Dazu auch neu vertont und eine Handlung erfunden. In der deutschen Synchronfassung dürfen dies Oliver Kalkhofe und Peter Rütten übernehmen, welche ja durch SCHLeFAZ bekannt sind und man ihn wohl das zutraut.

Die Handlung beginnt auf der Erde, die Menschen können ihr sexuelles Verlangen nicht mehr steuern und haben hemmmunglos Sex. Auf einem Raumschiff beobachtet man das Treiben mit Skepsis, denn es stimmt etwas nicht. Die Konföderation beruft all ihre Mitarbeiter zusammen sie sollen den Fall untersuchen. Schnell stellen sie fest, dass der Ultra-Sex gestohlen wurde, so machen sich auch Agenten auf der Erde los um ihn zu suchen.

Die Handlung des gerade mal 60 Minuten langen Films ist sehr schnell erzählt, viel mehr lebt Auf der Suche nach dem Ultra-Sex von seinem Humor und was man aus den ganzen zusammengeschnitten Szenen aus Pornos macht. Hier zeigt sich dann das können der Macher und die Idee dahinter. Denn das ist das große Kunststück des Films. Man schafft es aus den unterschiedlichen Schnipseln eine Handlung zu erzählen, die sogar irgendwo etwas Sinn macht, zwar nicht viel aber sie existiert und läuft wie ein roter Faden durch den Spielfilm. Die deutsche Synchronisation versucht hier mit den Kalkhofe und Rütten eigenständig zu sein mit manchen Witzen.

Handlung aus andere Handlung zusammengesetzt in Auf der Suche nach dem Ultra-Sex

Es ist faszinierend, das man einen Film einfach nur aus vorhandenen Szenen erstellen kann. Das man mit Stockfootage so manchen Film füllt ist ja nichts neues. Das nutzen vor allem kleine Produktionsfirmen, die eine Szene teuer gedreht haben und dann immer wieder nutzen. Doch man muss schon sehr kreativ sein um aus so vielen verschiedenen Quellen etwas so eigenständiges erschaffen. Denn am Ende hat man es mit einem erotischen SciFi Film zu tun, der sich selbst und alles parodiert was in der Welt der billig Produktionen gibt. Hier vor allem aus dem Porno Bereich aber auch Filme wie Samurai Cop kommen drin vor und zeigen, dass nicht jeder schlechte Film mies sein muss, wenn er unterhaltsam ist.

Die Handlung ist Simpel mit der suche nach dem Ultra-Sex und wahrscheinlich auch darum auf eine Stunde beschränkt. Denn so gut wie die Idee ist, irgendwann nutzt sich das alles doch etwas ab. Vor allem immer dann, wenn man die Handlung voran bringen will und hier und da nicht so richtig weiß ob das wirklich klappt. Dabei wird einem als Zuschauer auch so viel entgegen geworfen auf das man achten muss. Details in den Szenen, welche wohl schon so lustig wirken sollen und dann noch der Humor der Dialoge. Hier eine Anspielung, da ein Gag der sich direkt auf das bezieht was hier gerade passiert. Natürlich kann nicht jeder Witz zünden. Dennoch treibt es die Geschichte irgendwie voran. Der Sex greift auch immer mehr um sich.

Auch hat man immer wieder das Gefühl man schaut einen Film, der zwar versucht eine neue Handlung zu erzählen, dabei das ganze auch immer wieder kommentiert, so als schaut man eine Folge von Mystery Sience Theatre 3000. Hier ist dann auch der Punkt wo Auf der Suche nach dem Ultra-Sex nicht immer funktioniert. Es ist zwar angelegt als eine Parodie des Ganzen um die Absurditäten zu zeigen aber durch die Kommentare wird man manchmal auch zu sehr Meta und überspannt den Bogen etwas.

Deutsche Synchronisation und der Humor

Oliver Kalkhofe und Peter Rütten sind sicherlich nicht die schlechteste Wahl für so einen Film wie Auf der Suche nach dem Ultra-Sex. Denn beide haben viel Erfahrung mit der Vertonung von Filmen und auch den Humor der dazu passt. So sprechen beide alle Rollen im Film und versehen es mit ihrem typischen Humor, außer es gehört zur Handlung, ansonsten sind sie wohl etwas freier mit ihrer Interpretation der Geschichte. Man versucht wohl auch die schnodder Synchros der 70er Jahre nach zu machen. Dabei schießen sie auch immer wieder mal über das Ziel hinaus und nicht jeder Witz funktioniert so wirklich. Dennoch ist es eine gute Leistung was abgeliefert wird.

Der Humor ist sicherlich nicht für jeden, denn man hat halt sehr viele Sexwitze und Anspielungen auf das was im Film passiert. Wie schon erwähnt funktioniert das aber manchmal auch nicht. Dennoch wird man gut unterhalten und mit den 60 Minuten Laufzeit hat man genau die richtige Länge gefunden. So hat man ein gutes Tempo, obwohl es sich an manchen Stellen doch etwas länger anfühlt. Dabei bekommt man aber einiges geboten. Alleine schon im Finale, die neu vertonte Schießerei ist ein Highlight des Films.

Optik

Da Auf der Suche nach dem Ultra-Sex ist als Flickwerk wohl für manchen Zuschauer schon ein Problem, denn das Bildformat wechselt immer wieder und auch die Qualität der Szenen, man sieht das alles aus unterschiedlichen Quellen kommt und manches wohl irgendwo auf einer VHS verweilte bis es für diesen Film wieder ausgegraben wurde. So bekommt man einen Spielfilm der aus wie Flickwerk aussieht, was hier beabsichtigt ist. Doch es ist erstaunlich wie gut man alles vereint hat und daraus eine durchgängige Handlung macht.

Schnitt und Tempo passt man öfters den Szenen an und lässt sie so wie sie waren oder schneidet um zu einer anderen Szenen, wenn die Handlung weiter gehen soll. Es fällt natürlich auf, dass Auf der Suche nach dem Ultra-Sex niemals wirklich in die Pornografie abdriftet, sich dafür über so manche Zensur im Film lustig macht. Hier haben wir dann auch wieder den Punkt der Metaebene wo man manchmal vielleicht etwas zu weit geht. Denn nie ist klar, ob dem Film immer bewusst ist, dass er nur ein Film ist.

Fazit:

Auf der Suche nach dem Ultra-Sexist ein unterhaltsames Machwerk, das die absurde Welt der Pornos zeigt und auch ein paar Exploitationfilmen. Dazu etwas Samurai Cop und fertig ist der Film der nur aus anderen Filmen besteht. Nicht jeder Witz funktioniert, dennoch wird man gut unterhalten.

Auf der Suche nach dem Ultra-Sex

Movie title: Auf der Suche nach dem Ultra-Sex

Director(s): Nicolas Charlet, Bruno Lavaine

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.3/10
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