Sechs Schwedinnen im Pensionat

Erwin C. Dietrich war sicherlich einer der Regisseur der in Deutschland den Exploitationsfilm in den 70er Jahren voran brachte und so viele Filme produzierte wie kaum jemand anders. Dabei entstanden unzählige Filme, die Spannweite ist unglaublich und es ist immer wieder eine Fundgrube. Dabei ist natürlich nicht jeder Film ein Highlight, dennoch können viele seiner Filme unterhalten. Das tut auch Sechs Schwedinnen im Pensionat, eine Filmreihe die wohl nur eins Gemen hat, dass die Charaktere aus Schweden kommen und Blond sind. In diesem Film ist aber Brigitte Lahaie dabei, eine der bekanntesten Erotikdarstellerinen der 70er und 80er, man kennt sie auch aus ein paar Jean Rollin Filmen und auch aus Pornos. Die Frau scheute sich nicht ihren Körper zu präsentieren und war sicherlich der feuchte Traum vieler Männer. Auch hier ist sie das Highlight.

Die Handlung spielt in einem Pensionat und sechs Schwedinnen verbringen da ihren Sommer um mehr zu lernen. Dabei ist auch eine Französin, welche alles in ihr Tagebuch niederschreibt. So erleben wir viele Geschichten rund um Greta, Inga, Selma, Kerstin, Lil und Astrid. Denn Marie-France beobachtet meist nur was passiert. Dazu gibt es noch die Lehrerin Fräulein Klein, welche eine Affäre mit einem Angler hat. Der Sportlehrer Martin macht die Mädels verrückt. Doch auch andere Männer treten immer wieder in das Leben der Schwedinnen. Doch auch untereinander kann man die Finger nicht von einander lassen.

Man merkt Sechs Schwedinnen im Pensionat an, dass es eine Erwin C. Dietrich Produktion ist aber auch, dass der Pornofilm den Sexploitationsfilm immer mehr vom Markt drängte. Denn 1979 war sicherlich die Zeit, als diese Art von Filmen schon am aussterben waren. Dennoch versucht man einiges um dem Zuschauer bei Laune zu halten. Neben einen sehr psychedelischen Soundtrack, gibt es auch einige Aufnahmen, vor allem bei Brigitte Lahaie, welche sicherlich schon sehr Grenzwertig sind.

Etwas Handlung in Sechs Schwedinnen im Pensionat

Ein Film wie Sechs Schwedinnen im Pensionat lebt natürlich nicht wirklich von seiner Handlung, denn wer hier sechs Hauptcharaktere einführt, die alle auch sehr unterschiedlich sind. Dabei lernen wir ein paar mehr kennen als andere, dennoch erlebt jede ihr eigenes Abenteuer oder hat eine Szene für sich. Es fällt aber auf, der Charakter von Brigitte Lahaie ist der, welcher hier am meisten zu sehen ist. Auch die Lehrerin bekommt etwas Zeit, wo ihre Geschichte erzählt wird. Man versucht also eine Handlung zu erzählen, welche aber immer wieder irgendwas mit Sex zu tun hat. Dabei führt man die sechs Schwedinnen gleich am Anfang an, denn Marie-France, die Französin welche das Tagebuch schreibt und uns die Geschichte erzählt, erklärt uns jeden Charakter. Mehr Entwickelung gibt es auch nicht für die Figuren.

Die ganze Handlung wirkt auch wie Episoden, denn was anderes ist es auch nicht. Alles ist so zusammen gereiht, dass man irgendwann am Ende ankommt. Dabei tauchen auch Figuren auf und werden nie wieder gesehen. Es ist schon sehr deutlich, dass man hier immer wieder versucht hat einen Grund zu finden, warum die Schwedinnen jetzt nackt sind und es auch Sex gibt. Nehmen wir Greta, die besucht einen Sexshop und dort sind drei Männer, sehr Stereotypisch beschrieben und sie hat von jedem eine Sexfantasie, am Ende kauft sie 12 Gummipenise. Die anderen Mädels sind nicht immer so Sex getrieben, es gibt auch die schüchterne die noch nie Sex hatte aber es gern will sich aber nicht traut.

Im großen und ganzen ist die Handlung von Sechs Schwedinnen im Pensionat unterhaltsam und die Einfälle sind nett. Dazu gibt es auch immer wieder Humor. Der ganze Film fühlt sich sehr leicht an und man muss nicht viel denken. Man wird aber auch nicht nur berieselt von dem was man sieht. Dazu sind die Charaktere dann doch zu Charmant und sie wachsen einen etwas ans Herz.

Erotik

Wir haben es bei Sechs Schwedinnen im Pensionat immer noch mit einem Sexploitationsfilm aus den 70ern zu tun. Das bedeutet, die Erotik ist anders als Heute und einiges hat sich getan und vieles wirkt nicht anregend, weil man es schon woanders besser gesehen hat. Dennoch ist Brigitte Lahaie hier der Hauptgrund, warum der Film erotisch ist. Ihre Szenen funktionieren immer noch. Was an der Schauspielerin liegt, sie weiß ihre Reize einzusetzen und Erwin C. Dietrich fängt sie gut ein. Wie schon erwähnt ist es auch sie, welche hier immer wieder Szenen hat, die sehr Grenzwertig sind und wir öfters ihre Vulva sehen und das auch in Großaufnahme. Natürlich gibt es keine Penetration oder eine Masturbationsszene, welche Sex zeigen würde bei diesen Aufnahmen. Dennoch ist es wohl doch immer noch etwas untypisch für das Genre.

Die restlichen Schauspielerinnen sind auch alle hübsch und Blond. Man könnte wirklich meine man nimmt es mit dem Stereotyp doch etwas zu ernst und will es hier komplett durchziehen. Dafür ist für jeden Geschmack etwas dabei. Interessant ist auch die Schambehaarung und wie sie 1979 schon aussah. Der volle Busch verschwindet langsam. Dafür bekommt der Zuschauer die typischen Muskelberge an Männer zu sehen, welche sehr typisch für Erwin C. Dietrich Filme sind.

Optik

Es ist ein Erwin C. Dietrich Film und das sieht man Sechs Schwedinnen im Pensionat auch an. Denn die Sets kommen einen bekannt vor, vor allem die Aufnahmen welche draussen spielen. Man kennt sie aus anderen Filmen von dem schweizer Regisseur. Auch die Kamera und aufnahmen schreien deutlich, das sie von Dietrich stammen. Denn es ist wie geowhnt daselbe Team hinter der Kamera. Das merkt man als Zuschauer, wenn man ein paar Filme von ihm gesehen hat. Das bedeutet natürlich nichts schlechtes. Denn es ist eine gewisse Qualität vorhanden und es gibt schlechtere Filme von ihm.

Interessant ist, das man immer wiede rmal eine Zeitlupe einbaut oder am Anfang auch den Film schneller abspielen lässt, was hier Humor bringen soll. Denn Sechs Schwedinnen im Pensionat ist kein Film der sich zu ernst nimmt oder irgendwie Anspruch haben will. Die Szenne mit Nacktheit sind so gefilmt, dass es schon erotisch wirken soll. So erkunden wir den Körper wie Darsteller oder bekommen halt in Großaunahme die Vulva von Brigitte Lahaie präsentiert. Das alles funktioniert immer noch und bietet etwas mehr Erotik als andere vertreter des Genres.

Fazit:

Sechs Schwedinnen im Pensionat ist ein unterhaltsamer Sexploitationsfilm. Der vor allem durch Britgitte Lahaie punkten kann. Sie überzeugt mit ihren Reizen immer wieder. Ansonsten bekommt man sehr viel typisches geboten, was einen Erwin C. Dietrich Film halt ausmacht. Hübsche Frauen, grenzwertige Aufnahmen und Muskelnänner.

Sechs Schwedinnen im Pensionat

Movie title: Sechs Schwedinnen im Pensionat

Director(s): Erwin C. Dietrich

Actor(s): Brigitte Lahaie, Nadine Pascal, Anne Libert, France Lomay, Danièle Troeger, Kathleen Kane, Elsa Maroussia, Diane Kelly, Eric Falk, Edgar Del Ponte, Mike Montana, Roman Huber

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 5/10
    Erotik - 5/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
5.6/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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