1983 war die Zeit der Sexploitationsfilme vorbei, das wusste auch Erwin C. Dietrich und beendet in diesem Jahr eine Filmreihe, welche sicherlich ein paar Fans hatte. Dennoch haben die Pornos den Markt übernommen und so wurden die Schwedinnen auch immer freizügiger, auch wenn es immer im Grenzbereich blieb. Beim letzten Teil der Reihe, gab Dietrich den Regiestuhl ab an Paul Grau. Das merkt man etwas. Ansonsten ist 6 Schwedinnen auf der Alm der Abschluss der Mädels, die sicher nie aus Schweden sind. Auch gibt es keine Brigitte Lahaie mehr in dem Film, nur in einer Szene schnitt man aus Julchen und Jettchen, eine Szene mit ihr in den Film. Es gibt auch zwei Versionen von dem Film, eine zeigt mehr Naturaufnahmen die andere mehr Nacktheit.

Die Handlung beginnt mit den Sechs Schwedinnen, welche in die Schweiz gerufen werden. Der Graf des Pensionats, wo sie ihren Sommer verbracht haben und alle noch anders aussahen und blond waren, ist verstorben. Die Sechs Frauen haben geerbt. Doch was genau kann der Anwalt ihnen nicht sagen. Die Unterlagen fehlen noch. So bekommen sie einen Vorschuss auf das Erbe und sollen ein paar Tage in den Bergen entspannen. Doch die Sechs haben ihre gelüste nie Unterkontrolle. So wollen sie jeden Mann besteigen den sie sehen aber auf dem Berg gibt es kaum Männer, so versuchen sie Hans der Senn zu verführen und der ruft schnell im Tal um Hilfe.

Man merkt sehr deutlich, dass 6 Schwedinnen auf der Alm wohl ein paar Jahre zu spät kommt und man irgendwie versucht, hier bei dem aktuellen Trend mitzumachen. Denn die Handlung ist noch weniger geworden und im Grunde ist es nur noch ein kleiner dünner roter Faden, der sich hier durch den Film zieht. Am Ende geht es darum, dass die Frauen nackt sind und Sex haben. Dabei versucht man auch wieder Humor mit einzubauen und irgendwie hat man das Gefühl, dass man wohl nicht wirklich einen richtigen Porno mit Handlung drehen wollte.

Handlung hier, nicht bei 6 Schwedinnen auf der Alm

Würde der Film kein Anfang und Ende haben, wo man etwas Handlung erzählt bekommt, so würde es nicht auffallen. Denn man hat hier nur ein Konzept und hat daraus dann einen Film gemacht. Anders kann man 6 Schwedinnen auf der Alm nicht erklären. Denn hier sieht man die sechs Damen, welche komplett anders aussehen als noch im ersten Film der Reihe. Darum sieht man es wohl auch nur als namentliche Fortsetzung an, obwohl die Macher hier ja eindeutig auf Sechs Schwedinnen im Pensionat anspielen. Die Namen der Sechs sind gleich aber die Schauspielerinnen nicht. So ist es auch egal was im Film passiert und die Geschichte ist sehr dünn.

Die Wendung am Ende des Films ist auch der Knaller und lässt einem mit einem merkwürdigen Gefühl zurück. Wahrscheinlich hat da aber auch niemand wirklich darüber gedacht. Was man hier auftischt. Sie erben eine Insel namens Schamfiggpur, ok ein lustiges Wort aber es nicht das worum es geht. Ok Achtung Spoiler in diesem Absatz, falls es jemanden interessiert. Der Graf dem das Pensionat gehört hat, also von dem wir auch jetzt das erste Mal hören, ist der Vater alle sechs Schwedinnen, sie haben alle nur unterschiedliche Mütter. Es sind als Halbschwestern. Wenn man bedenkt, was man vorher im Film gesehen hat und die Mädels auch gern untereinander liebe gemacht haben, so macht man daraus nun Inzest.

Wir wissen ja alle das es auf der Alm keine Sünde gibt. Doch die sechs Mädels machen es den wenigen Männern nicht leicht und ein Großteil der dünnen Handlung besteht darin, dass der Senn um Hilfe bittet und wir sehen ein Hund, der den Brief jeden Mann gibt den er begegnet und man so ein paar Männer zusammen hat, dass die Schwedinnen befriedigt werden können. Charaktere werden auch nicht wirklich erklärt. Man baut ein paar typische schweizer Sachen mit ein. Handlung gibt es wirklich kaum eine bei 6 Schwedinnen auf der Alm.

Erotik

Je nach dem welche Fassung man von 6 Schwedinnen auf der Alm sieht, desto mehr oder weniger nackte Haut sieht man. So ist die sogenannte Softcore Version etwas harmloser. Während die normale Kinofassung, hier mehr Details zeigt und man mehr Vulva und mehr Softsex sieht. Am Ende ist es aber auch egal. Es macht den Film weder besser noch schlechter. Man bekommt halt nur etwas mehr Nacktheit zu sehen. Dabei ist alles weniger erotisch und auch nicht mehr so unterhaltsam. Die Mädels sind zwar alle nette anzusehen und Michaela Kloess sticht mit ihren schwarzen Haaren heraus als Schwedin und ist wohl die von den Sechs die am meisten Erotik ausstrahlt. Dennoch fehlt Brigitte Lahaie hier eindeutig.

Dennoch bietet der Film etwas Erotik, auch wenn man merkt, dass es nicht mehr Erwin C. Dietrich ist der Regie führt, sondern Paul Grau. Alles wirkt eher so als ob man schnell machen wollte und es gleich zur Sache gehen muss. Vielleicht war es auch abstriche die man gemacht hat, um bei dem Pornopublikum anzukommen. Die Mädels sind hübsch und wie erwähnt ist Michaela Kloess kein Brigitte Lahaie Ersatz, dennoch ist die Schauspielerin hübsch und hat eine erotische Ausstrahlung.

Optik

Je nach dem welche Version von dem Film sieht bekommt man mehr oder weniger Landschaftsaufnahmen geboten. Das ist der größte Unterschied. Ansonsten ist außer das Paul Grau Regie führt, kaum ein unterschied zu merken, wie immer sind es die gleichen Personen hinter der Kamera wie bei vielen Erwin C. Dietrich Produktionen. Nur sind es kleine Dinge die auffallen. Zwar gibt es auch wieder eine Szene wo man den Film schneller laufen lässt aber sonst spielt man hier mit einen ganz anderen Humor. Wenn die Männer davon fantasieren, leckt der Förster an Stück Baum mit Moss, was eindeutig an eine Vulva erinnert. Das ist schon lustig, dennoch merkt man deutlich, dass Dietrich hier sicherlich auch geschaut hat was passiert aber an vielen Stellen wohl nicht mehr.

Da man hier in den schweizer Alpen gedreht hat, bekommt man davon auch einiges zu sehen, jedenfalls in der Softversion. Dennoch gibt es wunderschöne Landschaften. Schon im Vorspann sehen wir die sechs Schwedinnen und einiges was die Schweiz aus macht. Es wirkt auch fast wie ein Heimatfilm, weil nichts schlimmes passiert und die Bilder wunderschöne Dinge zeigt, man hat das Gefühl, das die Mädels wirklich urlaub machen. Wahrscheinlich hat man das auch getan und nebenbei einen Film gedreht.

Fazit:

6 Schwedinnen auf der Alm ist unterhaltsam, man merkt aber deutlich, dass der Film zu einer Zeit entstand, wo das Sexploitationsgenre schon ausgestorben war. So wirkt alles auch immer wieder wie die Vorstufe zu einem Pornofilm. Man bekommt dafür aber sehr viel hübsche Landschaft geboten und etwas Erotik und Humor.

6 Schwedinnen auf der Alm

Movie title: 6 Schwedinnen auf der Alm

Director(s): Erwin C. Dietrich, Paul Grau

Actor(s): Marianne Aubert, Evelyne Lang, Michaela Kloess, Petra Schrott, Brigitte Hawas, Anita Amsler, Eric Falk, Alban Ceray, Will Stoer, Mike Lederer

  • 2/10
    Handlung - 2/10
  • 5/10
    Schauspiel - 5/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 4/10
    Unterhaltung - 4/10
4.2/10
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