Nosferatu – Vampirische Leidenschaft

Alyssa Milano war ende der 80er Anfang der 90er der Schwarm vieler Teenager, das lag an ihrer Rolle in Wer ist hier der Boss? Denn sie spielte dort Samantha. Viele sahen sie aufwachsen und aufblühen. Natürlich war sie auch Arnies Tochter in Phantom Kommando. Nach dem Ende der Sitcom war die Schauspielerin nicht still und wollte sich wohl wandeln. Was ein paar Auftritten in so einigen Filmen ergab. Doch etwas fehlte und was viele Fans gerne sehen wollte. Im Jahr 1995 entstand der Film Nosferatu – Vampirische Leidenschaft, er wurde auch direkt für den Videomarkt produziert und hier sollten viele Fans belohnt werden. Es ist auch der Hauptverkaufsgrund des Films. Alyssa Milano zeigte ihre Brüste und das in vielen Szenen. Der Traum viele Jungs wurde wahr. Die Frage ist aber, kann dieser seichte erotische Vampirfilm noch mehr bieten als die wunderschönen Brüste von Alyssa Milano?

Die Handlung dreht sich um Charlotte sie ist im ersten Jahr am College und in drei Tagen wird sie ihren 18. Geburtstag feiern. Ihr Freund versucht alles um endlich mit ihr zu schlafen, doch sie will noch Jungfrau bleiben. Doch etwas stimmt nicht, denn nachts hat Charlotte träume von einem Vampir. Dieser ist echt und will Charlotte für sich haben, denn sie ist die Wiedergeburt seiner liebe, doch dafür hat er auch nur drei Tage zeit. Er braucht ihren jungfräulichen Körper um sie für immer zu seinem zu machen. Doch sie muss es von sich aus wollen.

Man merkt Nosferatu – Vampirische Leidenschaft sehr deutlich an, warum der Film existiert und das die Handlung vielleicht nicht die Beste ist. Man wollte halt eine Geschichte erzählen, wo man einen Grund hat, dass man hier Alyssa Milano nackt zeigen konnte. Dennoch schafft man es den Zuschauer auch etwas zu unterhalten, denn die Geschichte ist zwar sehr typisch für das Genre, funktioniert aber auch hier erstaunlich gut.

Seichte Handlung in Nosferatu – Vampirische Leidenschaft

Nosferatu – Vampirische Leidenschaft ist ein typischer Film der für den Heimkinomarkt produziert wurde und das merkt man auch der Handlung an. Denn alles ist sehr langsam erzählt und man versucht auf 90 Minuten zu kommen. Dabei erleben wir das Leben von Charlotte, welche hier wirklich eine sehr langweilige Person ist. Zwar erfahren wir etwas über ihre Vergangenheit, das sie bei Nonnen aufgewachsen ist und deshalb etwas weltfremd ist. Das wirkt aber immer so, als ob man noch eine Entschuldigung braucht, dafür das sie halt nicht mit jedem ins Bett springt oder Drogen nimmt. Was völlig normal ist für eine 17-Jährige. Der Film ist da aber moralisch sehr flexibel und versucht die weiblichen Charaktere besser zu zeichnen, was nicht immer klappt aber erfrischend für diese Art von Film wirkt. Nur ist Charlotte immer noch sehr uninteressant.

Auf der anderen Seite wär da der Vampir, welcher nicht mal einen Namen bekommen hat. Dieser lauert immer und warte darauf, das Charlotte zu ihm kommt. Es ist zwar ein interessanter Ansatz für einen Film, dass der Vampir sich nicht einfach nehmen kann was er will, sondern sein Opfer muss sich ihn freiwillig hingeben. Doch irgendwie will das alles nicht aufgehen. Zwar sieht man langsam eine Verwandlung von Charlotte, doch wirkt sie immer noch normal und im Finale versucht sie dann das zu sein was sie nicht ist. Was auch nie so wirklich erklärt wird. Es könnte das Ausbrechen aus ihrem Alltag sein aber durchziehen tut sie es nie.

Im Großen und Ganzen ist die Handlung von Nosferatu – Vampirische Leidenschaft seicht und langsam erzählt. Man versucht zwar immer wieder ein paar interessante Punkte einzubringen, doch das will alles nicht so zünden. Es wird zwar nie wirklich öde aber der Film hat Szenen die sich lang anfühlen und am Ende ist man auch noch enttäuscht, durch das was passiert. Auch die Nebencharaktere sind nervig und nicht so überzeugend und wirken wie stereotypische Figuren aus einem Slasher. Dabei gibt es Ansätze die sogar funktionieren aber dann spurlos verschwinden.

Erotik

Der einzige Grund war dieser Film existiert ist Alyssa Milano und das auch nur weil sie ihre Brüste zeigt und das immer wieder, jedenfalls in der ersten Stunde. Danach fährt man das zurück für die Handlung und man baut eine Orgie ein. Dabei muss man aber bedenken, der Film stammt aus den USA und den 90ern. Das bedeutet, mehr als Brüste sieht man hier nicht. Dennoch war es der Verkaufsgrund für Nosferatu – Vampirische Leidenschaft, denn er spielte so viel Geld ein. Das Regisseurin Anne Goursaud und Alyssa noch einen erotischen Film für den Heimkinomarkt drehten. Man kann also sagen, das Interesse war so groß damals das es funktioniert hat.

Der Reiz von Charlotte im Film ist ihre Art, sie wirkt wie das Mädchen von Nebenan, was auch dem Image von Alyssa Milano entsprach, was an ihrer Rolle in der Sitcom lag. So ist es nicht verwunderlich, dass es genau dieser Reiz ist, welchen man im Film immer wieder ausnutzt, am Anfang noch ganz unschuldig, sich umziehen und ihr Freund soll wegschauen und wir als Zuschauer schauen heimlich zu. Später wird sie dann das Opfer des Vampirs, während er sie befummelt und im Traum sogar entjungfert. Alles wird versucht erotisch darzustellen, doch das funktioniert nicht so wirklich. Natürlich ist Alyssa Milano wunderschön und auch ihre Brüste überzeugen, doch für viel mehr reicht es dann doch nicht.

Optik

Man sieht dem Film an, dass er für den Heimkinomarkt gedreht wurden ist. Obwohl man als Set ein wirkliches College hatte, so wirken die Bilder doch nicht so wuchtig wie bei einem Kinofilm oder anderen Heimkinofilmen, wo man sich etwas mehr mühe gegeben hat. So wirkt die Umgebung zwar sehr lebendig und wirkt seht authentisch. Doch irgendwas fehlt. So sind die Flashbacks zu der Vergangenheit des Vampirs, merkwürdig. Ein See oder Sumpf und die Beleuchtung und alles wirkt wie ein Studio, dazu wirken die Kostüme, wie Kostüme und nicht echte Kleidung. Auch sonst sind die Sets sehr sperlich und manche Clubs oder Partys wirken wie Lagerhallen.

Auch die Kameraarbeit ist durchwachsen viele Szenen wirken sehr zweckhaft, vor allem bei den erotischen Szenen, hier versucht man den Fokus immer auf Alyssa Milano zulegen und ihren Körper. Dadurch verlieren diese Szenen aber auch ihren Reiz. Der Vampir ist einfach und sieht an vielen Stellen aus, wie Nicolas Cage für das Heimkino. Er schaut finster und liegt oder sitzt rum und irgendwie, nutzt man nicht das er ein Vampir ist.

Fazit:

Nosferatu – Vampirische Leidenschaft ist seichte langsame erotische Unterhaltung. Hier kann wirklich nur Alyssa Milano punkten, sicherlich hat der Film seinen Reiz auch verloren, wer jünger ist und mit der Schauspielerin nichts anfangen kann. Alle anderen werden den Film sicherlich schon gesehen haben. Würde sie nicht mitspielen, wär der Film längst vergessen.

Nosferatu - Vampirische Leidenschaft

Movie title: Nosferatu - Vampirische Leidenschaft

Director(s): Anne Goursaud

Actor(s): Alyssa Milano, Martin Kemp, Harold Pruett, Jordan Ladd, Rachel True, Charlotte Lewis, Jennifer Tilly, Rebecca Ferratti, Glori Gold, Seana Ryan, Sabrina Allen, Robbin Julien

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 3/10
    Spannung - 3/10
5.0/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen