Cube

In den 90ern war das SciFi Genre geprägt von Actionfilmen und Contact, der Fans immer noch spaltet ob der Film nun gut oder schlecht ist. Doch es fehlten die Geheimtipps, denn alles war irgendwie gleich und vieles wurde vergessen. 1997 entstand ein Film der das ändern sollte. Der aber dann immer noch drei Jahre brauchte bis er ins Kino kam und dann auch ins Heimkino und das obwohl er auch 1998 auf der Berlinale lief. Die Rede ist wie Ihr euch sicher schon denken konnte von Cube. Ein SciFi Film der das Genre sicherlich nicht verändert hat, wie es Matrix tat aber einer dieser Geheimtipps war, für einen Videoabend. Denn der Film ist anders und auch die Handlung lässt viele Fragen offen und spielt mit dem Zuschauer. Das alles spielt sich in einem Raum ab bzw. mehre Räume und alles ist möglich. Dabei kam er so gut an das noch ein Sequel und ein Prequel gab.

Die Handlung spielt in einem würfelartigen Raum, immer mehr Menschen treffen aufeinander. Kein weiß warum sie hier sind und was das alles soll. Dieses fünf wollen heraus finden was los ist. Sie öffnen Türen und stellen fest es gibt fallen. Denn es scheinen noch mehr Menschen dort gewesen zu sein. Als Leaven feststellt, dass man mit den Zahlen an dem Durchgang heraus finden kann ob ein Raum sicher ist oder nicht, kommt Hoffnung auf. Doch schon bald gibt es andere Probleme. Der Stress wird immer größer und in der Gruppe gibt es auch Stress. Dabei ist das Geheimnis wo sind größer als sie dachten und einfacher.

Das Rätsel von Cube wird erst im Prequel gelöst und ist eins wo man auch keine wirkliche Antwort für braucht. Die Dialoge der Figuren gibt einem genug Informationen um dran zu bleiben. Dabei sind wir auch nie schlauer als die Figuren. Wir müssen also mit Rätseln was es sein könnte. Auch zeigt Cube gleich am Anfang, das hinter jeder Tür der Tod lauern könnte. Danach baut man aber eine größere Gefahr innerhalb der Gruppe auf. Man zieht so dem Zuschauer in seinen Bann.

Rätselraten mit Cube

Am Anfang geht es sehr temporeich mit Cube los, denn wir lernen alle Charaktere kennen und wie sie mit ihrer neuen Situation klarkommen müssen. Doch dann kommen auch die Fragen, was ist das? Warum sind sie da? Was wird am Ende passieren? Gibt es überhaupt einen Ausweg und lohnt sich die Flucht? Nicht jede Frage wird beantwortet. Das ist aber auch gut so, denn so bleibt der Film einen in Erinnerung und wirkt durchdachter. Denn man muss uns Zuschauer nicht alles erklären und durchkauen. So bleibt der Faktor höher, dass man den Film öfters schaut. Doch fangen wir erst mal mit den Charakteren an.

Wir haben es mit fünf sehr unterschiedlichen Charakteren zu tun. Auch wenn euch manche Handlung was von sechs erzählt aber glaubt ihr nicht. Es sind zwar sechs Personen aber die sind nie zur gleichen Zeit im selben Raum. Auch spaltet sich die Handlung nicht auf, was andere Gruppen machen. Im Kern sind es immer fünf. Das es bei so einer Situation zu Stress kommt ist nur natürlich. Vor allem wenn man feststellt, das jeder eine Fähigkeit hat, die helfen könnte zu Entkommen. Nicht jeder Charakter ist sympathisch, im Grunde sind alle Figuren in Cube nicht unbedingt Sympathieträger. Dennoch hat man als Zuschauer die Hoffnung bei ein paar das sie das überleben. Leaven ist hier wohl der Hauptcharakter, jedenfalls ist sie die Figur, die am ehesten noch sympathisch ist. Alle anderen haben immer noch irgendwo ein Geheimnis.

Diese Rätsel die der Film immer wieder aufwirft, halten einen am Ball, denn nach 30 Minuten fährt man das Tempo etwas zurück und lässt die Charaktere sich entwickeln. Hier entsteht dann auch die Spannung. Die Räume und fallen treten in den Hintergrund. Denn die Gruppe selbst ist für sich die größte Bedrohung. Denn hier entsteht die wirklichen Gefahr, wir sehen Menschen in einer extrem Situation und wie sie damit umgehen.

Der Würfel

Die Gruppe ist in einem Würfel gefangen und in jede der sechs Richtungen geht in in einen anderen Raum. Das ganze Konstrukt ist eine riesen große Falle. Denn jeder Raum verbirgt vielleicht die Nächste und dann stirbt man. So geht es am Anfang los, wir sehen eine Person, welche durch die Räume läuft und hofft das er überlebt. Doch dann kommt die Falle und wir sind als Zuschauer im Film drin. In diesen wenigen Minuten setzt Cube den Ton für den restlichen Film. Wir wissen niemand ist sicher und irgendwas geht vor sich. All das wir uns hier erklärt, ohne das eine Person etwas sagt alles mit den Bildern.

Auch sind die Räume in unterschiedlichen Farben gehalten, was aber eher an der Produktion lag, denn es gab nur ein Raum. Doch durch Tricks und schnitte wirkt es wie viele Räume. Dabei sind die Farben aber auch egal, weil Rot hier nicht andeutet es ist eine Gefahr, ein grüner oder blauer Raum könnte auch den Tod bedeuten. Man spielt mit uns dem Zuschauer, man freut sich mit den Figuren, wenn sie Hoffnung haben das sie einen sicheren Raum gefunden haben und dann kommt die Wendung und alles beginnt von vorne. Doch wie schon erwähnt, rückt das alles in den Hintergrund die Handlung geht los und wir erfahren mehr über die Charaktere.

Optik

Der Film vermittelt uns immer wieder diese klaustrophobische Atmosphäre. Denn der Raum bzw. die Räume sind nicht groß und alles wirkt beengt und niemand hat seinen Freiraum. Das alles wird einem durch die Kameraeinstellungen vermittelt. Wenn alle zusammen vor der Luke stehen und schauen was Leaven ihnen sagt, wirkt das nicht wie eine freudige Nachricht. Es wirkt beengt und man hofft, dass man entkommen kann. Auch ist die Kamera immer wieder nah an den Personen, so dass man immer eine Nähe hat. Der Film distanziert sich selten von seinen Charakteren. Wir sind ein Teil davon, die Kamera ist eine weitere Person in dem Raum und wir verfolgen was passiert aus nächster Nähe.

Dadurch, dass man nur einen Raum hatte, muss man auch sehr kreativ sein. Als Zuschauer bekommt man das nicht mit, dass es nur ein Raum ist. Die Kamera und der Schnitt so gut gemacht, dass wir nie merken, dass immer wieder der gleiche Raum ist. Auch wenn das Design sich nie ändert. So gibt es Merkmale, die verschwinden. Irgendwann gibt es Momente im Film, wo kleine Details wichtig werden. Diese sind gut gesetzt. Ansonsten ist dieser Raum gut gestaltet.

Fazit:

Cube ist eine kleine Perle des SciFi Films. Ein Konstrukt aus Würfelräumen, welche Sicherheit oder den Tod bieten und keiner weiß, was einem erwartet. Dabei ist die Auflösung am Ende sogar richtig fies und man lässt uns den Zuschauer mit vielen Fragen zurück.

Cube

Movie title: Cube

Director(s): Vincenzo Natali

Actor(s): Nicole de Boer, Nicky Guadagni, David Hewlett, Andrew Miller, Julian Richings, Wayne Robson, Maurice Dean Wint

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
8.0/10
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Filmfan, Autor dieser Seite.

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