Remakes sind eins der Themen wo man nicht gewinnen kann in einer Diskussion. Dabei vergessen viele auch schon mal, dass einer ihre Lieblingsfilme auch nur ein Remake ist. Genau ihr Fans von Scarface und Das Ding aus einer anderen Welt. Es gibt Filme die bieten sich für Remakes an und andere einfach nur, weil der Name Fans anlockt. Bei den of the Dead Filmen von Romereo geht beides. Auch wenn Dawn of the Dead wegweißend war für Zombiefilme und Effekte. So hatte der Film viele schwächen, vor allem in der Romereo Version, der Argento Cut macht das schon besser. Doch sein Nachfolger Day of the Dead machte diese schwächen weg. Schon 2008 gab es ein Remake und 10 Jahre später gibt es mit Day of the Dead: Bloodline das Nächste. Dabei hat sich einiges getan im Zombiegenre. Muss man aber wirklich ein Meilenstein des Genres Neuauflegen und ein modernen Touch verpassen?

Die Handlung beginnt mit Zoe die durch eine Stadt rennt, die Zombies sind los und sie weiß nicht wohin. Dann springt die Handlung vier Stunden zurück und wir erfahren, dass Zoe Ärztin werden will. Sie soll auch mal wieder bei Max Blut abnehmen, er hat außergewöhnliche hohe Blutkörper. Etwas später will er sie aber vergewaltigen, doch sie wird von einem Zombie gerettet. Dann springt die Handlung fünf Jahre in die Zukunft. Zoe ist in einer Militärbasis, wo Flüchtlinge und das Militär zusammenleben. Es gibt aber keinen Kontakt mehr zu anderen. Als ein Mädchen krank wird, schafft es Zoe eine Expedition zu bekommen in ihre alte Ausbildungsstätte. Dort finden sie auch Max, er scheint zwar ein Rotter zu sein aber hat noch menschliche Züge. Ist er die Rettung?

Als Zuschauer hat man es nicht leicht mit Day of the Dead: Bloodline, denn auf der einen Seite ist der Film wirklich eine Frechheit im Vergleich zum Original. Auf der anderen Seite funktioniert er an manchen Stellen wirklich gut. Dabei hat man aber auch das Gefühl man hat sich von Z-Nation inspirieren lassen. Dabei merkt man aber auch das Talent von Regisseur Hèctor Hernández Vicens, welcher mit Die Leiche der Anna Fritz überzeugen konnte.

Neue alte Handlung bei Day of the Dead: Bloodline

Sollte man auf ein Remake hoffen, was die Handlung vom Original neu erzählt, der wird enttäuscht. Auch wird man enttäuscht erwartet man so was wie beim Dawn of the Dead Remake. Wo man viele Punkte des Originals genommen hat und sie neue verpackt hat. Bei Day of the Dead: Bloodline geht man einen sehr merkwürdigen Weg mit der Handlung. Im Grunde hat man zwei Punkte genommen und sie eingebaut, das wär das Zusammenleben von Zivilisten und Militär und der Zombie der wieder menschlich wird. Doch da hat man es auch gedreht. Am Ende bekommt man eine so typische Genre Handlung, dass man als Zuschauer sich verarscht vorkommt. Denn alles was einst Day of the Dead ausmachte existiert in Grundzügen hier wird aber mit Füßen getreten.

Schon Zoe ist ein typischer Horrorfilm Charakter, im Grunde könnte sie auch die Hauptfigur in einem Slasher sein. Denn was anderes ist es nicht, denn die Handlung rund um Max sieht man so schnell kommen, denn schon wie er eingeführt wird, ist einem klar was kommen wird. Dazu der Zeitsprung, hätte man es chronologisch erzählt, hätte man vielleicht keinen Anfang mit Zombies oder wie im Film genannt Rotter. Es ist ja seit The Walking Dead IN, die Zombies umzubenennen, weil in dem Filmuniversum scheinbar keine Zombiefilme existieren. Jedenfalls, so haut man Action raus, dreht das Tempo wieder zurück und macht noch einen Zeitsprung und wir befinden uns in der eigentlichen Handlung von Day of the Dead.

Dann wär da noch Max, welcher der moderne Bub sein soll. Nur ist es eine komplette neue Idee, welche aber auch nur von Z-Nation geklaut wurde. Sein Charakter funktioniert überhaupt nicht. Denn Bub sollte zeigen das die Zombies wieder menschlich werden, während die Menschen langsam ihre Menschlichkeit verlieren. Hier ist er einfach nur der Böse, denn man aber braucht für ein Gegenmittel gegen den Zombievirus.

Effekte und Spannung

Effekte bei einem Zombiefilm sind wichtig, wir leben in einer Zeit, wo man alles gesehen hat und schon Ansprüche an das Genre hat. Zwar gibt es Vertreter, die nicht so sehr auf Blut und Gewalt setzen, wie World War Z oder Warm Bodies. Doch viele Zombiefilme existieren nur, weil sie viele Effekte haben und eine Zielgruppe auf so was steht, egal wie mies der Film ist. Auch bei Day of the Dead: Bloodline zeigt man wo es lang geht in den ersten Sekunden. So sieht man gleich viele Zombieangriffe und bisse, dass ist auch was sich durch den Film zieht. Es gibt immer wieder Angriffe, Menschen werden gebissen, wir sehen die Wunden, manchmal gibt es auch eine Entweidungsszene. Doch nichts wirkt irgendwie Hart oder überzeugend. Alles im Film ist nur drin, damit ein Teenager sagen kann “Booah Krass”.

Es fehlt auch immer wieder an Spannung im Film, sei es zwischen den Menschen oder für den Zuschauer. Ma merkt nichts davon, wie fies das Militär und ihr Anführer ist. Hier ist er zwar ein Arschloch aber nicht so sehr, dass man ihn hassen würde. Sein tot ist auch fast derselbe wie im Original, nur stellt sich hier keine Befriedigung für den Zuschauer ein, weil er das bekommt was er verdient hat. Auch die Handlung mit Max hat gute Ansätze, so ist die Interaktion mit Zoe gut und auch das er scheinbar doch noch etwas menschlich ist. Hier kommt auch etwas Spannung auf. Doch all das wird schnell wieder zerstört. Am Ende ist das auch nicht so wichtig. Man macht aus einen sehr düsteren Film ohne Hoffnung, was das Original war, einen Genrefilm ohne eigene Ideen mit Happy End.

Optik

Der Film sieht halt aus wie ein moderner Film. In digital gedreht und das ist auch der Look des Films. Alles wirkt sauber und immer gut beleuchtet. Es fehlt die Dunkelheit des Bunkers und alles wirkt zu sicher und auch wenn man die Gefahr draußen hat. So sind die Zombies doch nur Hintergrundrauschen. Außer man braucht sie, dann rennen rum und töten ein paar Leute, das Chaos ist zwar gut gefilmt aber im Grunde kann man den Film nicht von anderen aktuellen Genrevertreter. So bekommt man vielleicht auch das was man erwartet. Ansonsten ist es ein halt nur Set für die Handlung, wichtig wird der Bunker und wie er gebaut ist nie für den Film. Falls doch für einen kurzen Moment, dann ist das aber schnell wieder vorbei.

Das Regisseur Hèctor Hernández Vicens sieht man auch den Film etwas an, dennoch schafft er es auch nicht den Film zu retten. Zwar sieht man wieder ein paar Kameraeinstellungen, die Spannung aufbauen, doch das sind nur kurze Momente in Day of the Dead: Bloodline. Ansonsten bekommen wir einen sehr zweckhaften Film, der immer wieder draufhält, wenn es einen Splattereffekt gibt aber auch alles immer in schnellen Schnitten, man muss ja modern bleiben.

Fazit:

Day of the Dead: Bloodline ist zwar kein totaler Reinfall aber es ist nur ein weiterer typischer Genrefilm ohne eigene Ideen. Sollte man Fan des Original sein, muss man stark sein oder sollte diesen Film meiden. Ansonsten bekommt man nichts neues geboten und wird etwas unterhalten.

Day of the Dead: Bloodline

Movie title: Day of the Dead: Bloodline

Director(s): Hèctor Hernández Vicens

Actor(s): Sophie Skelton, Johnathon Schaech, Jeff Gum, Marcus Vanco, Mark Rhino Smith, Lorina Kamburova, Shari Watson, Rachel O'Meara, Cristina Serafini, Lillian Blankenship, Debbie Sherman, Luke Cousins

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 4/10
    Spannung - 4/10
  • 7/10
    Effekte - 7/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
5.8/10
Sending
User Rating 0 (0 votes)
Comments Rating 0 (0 reviews)

Produkte von Amazon.de