Der Italo-Western oder auch gern Spaghetti Western genannt, ist ein Genre was das alte Western Genre neu belebte. Denn die strahlenden Helden der USA waren tot und niemand wollte in den 60ern noch so einen Film sehen. Doch dann kam leone und hat mit Eine Handvoll Dollar alles umgekrempelt und da Italien schon damals bekannt dafür war, dass man sich gern auf einen Trend setzte und ihn zu tote ritt, entstanden unzählige Filme, wo Männer dreckig waren und noch Männer waren und die Frauen nur schön sein mussten und der Mann musste sie retten. Dazu war alles dreckiger und brutaler als im normalen Western. Der Held war nicht immer gut und so gab es einen Antihelden, welcher die Bösen fertig machte. 1966 entstand eine der Kultfiguren des Italo-Western, dieser heißt Django und wurde von Franco Nero gespielt. Der Film war auch für das Genre wegweisend, dass Jahrzehnte Später Quentin Tarantino seine Version von dem Spielfilm drehte mit Django Unchained.

Die Handlung beginnt an der Grenze zu Mexiko. Der Bürgerkrieg ist vorbei und der Norden hat gewonnen. Eine Frau wird von ein paar Mexikaner gefoltert, weil sie geflohen ist. Ein Fremder kommt langsam zu dem Schauplatz, er zieht einen Sarg hinter sich. Doch ein paar Soldaten von Major Jackson, töten die Mexikaner aber auch sie wollen die Frau nicht retten. Der >Unbekannte bringt sie um und nennt sich selbst Django. Zusammen mit Maria gehen sie nach Tombstone, eine kleiner schmutziger Ort, in der Bar kommen sie unter. Obwohl Maria nicht gern gesehen ist. Doch Django kann sich durchsetzen. Als die Männer von Major Jackson kommen und Stress machen wollen, werden sie von Django erledigt. Doch Major Jackson will dies nicht hinnehmen und seine Männer erfahren am nächsten Morgen was in dem Sarg ist. Auch die Mexikaner tauchen auf, die scheinen unseren Helden zu kennen.

Willkommen in der dreckigen Welt des Italo-Westerns, denn bei Django weiß man nie, woran man ist. Auf welcher Seite steht unser Held, wie wird es am Ende ausgehen. Nur eins ist sicher, es fliegen viele Kugeln durch die Luft und viele Menschen sterben. Dabei hat der Western auch sehr viel Humor. Es ist eine Welt, voller zynischer Menschen, ein Leben ist nichts Wert und Frauen haben eh nichts zu sagen.

Loredana Nusciak and Franco Nero in Sergio CorbucciÕs DJANGO (1966) Courtesy Rialto Pictures/Blue Underground

Genrehaldung in Django

Wir haben es mit einem Spaghetti Western zu tun, daran besteht keine Frage. Denn Django zeigt deutlich die Motive des Genres. Das geht schon los beim Hauptcharakter. Wir lernen ihn langsam kennen und merken schnell, er ist auch nicht der netteste, seine Beweggründe erfahren wir aber erst am Ende. So bleibt er auch sehr mysteriös. Dabei merkt man als Zuschauer auch schnell, er ist kein strahlender Held, er benutzt seine Mitmenschen für seinen zweck. Damit er das bekommt was er will und das scheint Rache zu sein an Major Jackson aber auch die Mexikaner müssen leiden. Er spielt alle gegeneinander aus, dabei geht er aber auch nicht Clever vor, sondern immer sehr direkt. Dabei spielt die Handlung auch mit dem Zuschauer, denn Django wechselt öfters das Tempo und auch die Spannung und wenn man denkt, man hat es durchschaut gibt es etwas neues.

Aus diesen Gründen bleibt der Film wahrscheinlich im Gedächtnis, denn der Hauptcharakter ist anders als die welche Clint Eastwood spielte. Er ist zwar auch Rau aber er hat ein Ziel und das will er erreichen. Er spielt die Menschen zwar gegeneinander aus aber macht das sehr direkt und benutzt sogar Maria immer wieder, welche hier hin und her gerissen wird mit ihren Gefühlen, welche aber auch egal sind. Sie ist nur die Jungfrau in Nöten, die nicht immer gerettet wird, sondern manchmal nur Glück hat das sie zum richtigen Zeitpunkt auch vor Ort ist.

Die restlichen Figuren bleiben im Hintergrund und wir erfahren nicht viel über sie. Dabei wirkt Major Jackson wie der typische Westernheld, nur in Django ist er der Böse, was man auch gut am roten Halstuch sieht, was er und seine Männer tragen. Ansonsten bekommt man als Zuschauer eine typische Italo-Western Handlung geboten, diese funktioniert hier aber wirklich gut, so das in den 91 Minuten auch immer wieder viel Spannung aufkommt.

Western Action

Bevor der Film sich zu den Actionfilmen zuwand, war der Western das Genre im Kino wo man Action sehen konnte. Dabei hat sich auch schon gewandelt, im Italo-Western ist das auch etwas anders. Hier zeigen sich dann die Ausläufer von der Gewalt, man war etwas freier in dem was man zeigen durfte. Das sieht man bei Django deutlich, hier sterben Menschen wie die Fliegen und wenn die Überraschung erstmal aus dem Sarg ist, dann geht es Rund in dem Film. Auch schon vorher wird immer wieder geschossen. Der Film zeigt also hier auch deutlich seine Stärken.

Die Überraschung im Sarg ist eine Gathling Gun und diese setzt Django sehr effektiv ein im Film und er hat davon auch ein paar mehr, denn die Mexikaner nutzen auch eine im Verlauf der Handlung. So kann man unzählige Gegner einfach nieder Mähen. Auch wenn der Film von 1966 ist, diese Actionszenen machen immer noch Spass. Dabei bekommt man auch so genug Action geboten. Das Finale ist dann spannend und zeigt das Django auch Clever Handeln kann, wenn er seine Gegner austrickst.

Loredana Nusciak, JosŽ B—dalo, Sim—n Arriaga, and Franco Nero in Sergio CorbucciÕs DJANGO (1966) Courtesy Rialto Pictures/Blue Underground

Optik

Auch bei der Optik sieht man Django deutlich an zu welchem Genre er gehört. Dabei ist der Ort sehr dreckig und matschig. Es muss wohl vorher geregnet haben. Die Straße ist ein großer Matschhaufen und das sieht man deutlich an der Kleidung der Charakter. Auch sonst ist die Welt von Django ein trostloser Ort, eine Einöde, eine kleine Brücke über einen Treibsand Gebiet. Die Häuser aus Holz wirken auch schon verlassen. Nur in der Bar ist noch Leben. Auch hier sieht man dem Ort an, dass es nicht viel gibt. Die Frauen sind zwar hübsch aber die Einrichtung ist heruntergekommen. Auch die Kleidung hat Risse und alles wirkt so als ob man hier nicht Leben will.

Sonst wirkt der Film wie ein Western, die Kamera und die Einstellungen. Dabei verzichtet man aber auch auf lange Szenen und kommt meist schnell zum Punkt. Was Django gut tut, denn er hat ein gutes Tempo, was die Handlung schnell voran bringt und auch die Bilder. Man sieht ihm an das es ein Western ist. Man spürt es und die Kamerafahrten und Einstellungen übernehmen den Rest.

Franco Nero in Sergio CorbucciÕs DJANGO (1966) Courtesy Rialto Pictures/Blue Underground

Fazit:

Django ist ein sehr unterhaltsamer Spaghetti Western, welcher zu Recht ein Kultstatus hat. Franco Nero als Hauptcharakter ist sehr überzeugend und spielt den Antihelden auch sehr charmant, obwohl er nicht wirklich der gute ist oder liebenswert.

Django

Movie title: Django

Director(s): Sergio Corbucci,

Actor(s): Franco Nero, José Bódalo, Loredana Nusciak, Ángel Álvarez, Gino Pernice, Simón Arriaga, Giovanni Ivan Scratuglia, Remo De Angelis, Rafael Albaicín, José Canalejas, Eduardo Fajardo, Silvana Bacci

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 7/10
    Action - 7/10
7.2/10

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