Der klassische SciFi Film ist ein Genre was auf seiner Zeit aufbaut, denn in den 50er Jahren war die Welt noch etwas anders. Denn man hatte Angst vor dem Fremden, der zweite Weltkrieg war zwar vorbei aber die Angst vor Atomangriffe durch Russland war groß und die Bedorhung das man das amerikanische verlieren könnte war groß. Das sind Themen die ziehen sich durch viele der Filme der Zeit. Doch es geht auch etwas anders, wie Der Tag, an dem die Erde stillstand beweist. Man denkt hier etwas Global. Den Film bekommt Ihr in einem schicken Futurepak von FilmConfect, welches auch mit guten Extras aufwartet. Damit bekommt ihr genug Informationen zu diesem SciFi Streifen. Doch wie sieht es jetzt aus? Haben die Themen die angesprochen werden immer noch Gewicht?

Die Handlung beginnt in Washington DC, eine fliegende Untertasse ist im Landeanflug. Die Menschen haben angst und wissen nicht was sie tun sollen. Als sich eine Tür am Raumschiff öffnet, kommt ein unbekanntes Wesen heraus. Anstatt es zu begrüßen wird es angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht. Das Alien stellt sich als Klaatu vor und hat eine wichtige Botschaft für die gesamte Menschheit. Doch die Regierungschefs wollen nicht an einem Tisch sitzen. Klaatu schafft es zu entkommen und taucht unter, er versucht es auf einen anderen Weg und schaut sich an wie die Menschen leben. Wird er seine Botschaft überbringen können?

Als Zuschauer merkt man schnell, dass Der Tag, an dem die Erde stillstand aus einer Zeit kommt wo die Menschen noch etwas anders getickt haben. Dennoch hat er eine Botschaft die immer noch wichtig ist. Dabei nimmt der Film sich aber viel Zeit um sie zu uns zu sagen. Wir lernen mit den Augen von Klaatu immer wieder die Menschen und ihre Gewohnheiten kennen. Dabei ist alles schon sehr dokumentarisch gehalten und man versucht die Bedrohung immer wieder aufzubauen, die vielleicht gar nicht da ist.

Der Tag, an dem die Erde stillstand mit wenig SciFi

Man merkt Der Tag, an dem die Erde stillstand schnell an, dass die Macher es anders machen wollten. Denn dieser Film will sich nicht so sehr mit den Aliens beschäftigen, sondern viel mehr mit den Fragen nach dem Warum. Diese Fragen werden aber erst sehr spät beantwortet. Wir müssen Klaatu erstmal kennenlernen und mit ihm merken wir als Zuschauer auch immer wieder, dass die Menschheit sich wohl nie ändern wird. Denn der Kernpunkt der Handlung ist der, dass die Menschen sich immer weiter zerstören werden. Dies sei aber vermeidbar und das will Klaatu den Menschen zeigen aber diese wollen nicht hören. Hier merkt man die Antikriegshaltung der Macher an und das schimmert nicht leicht durch.

Die Haltung gegenüber dem Militär ist keine gute. Denn sie werden als die Bösen im Hintergrund gezeigt, welche erst schießen und dann Fragen stellen. Das zeigt schon die Szene wo Klaatu landet, er will etwas überbringen und jemand hält es für eine Waffe und schießt. Niemand hinterfragt diese Handlung, sondern man hofft dass man die Gefahr somit gebannt hat. Diese Haltung zieht sich immer weiter durch den Film. Wir sehen wie Klaatu sich mit Menschen anfreundet und auch mit Kindern. Das Kind zeigt dem ihm auch das Grab des Vaters, welcher im Krieg gefallen ist. Für Klaatu wirkt das alles immer sehr unverständlich.

Die Meinung der Menschen in Der Tag, an dem die Erde stillstand ist auch sehr gespalten. Auf der eine Seite gibt es welche, die Glauben er sei eine große Bedrohung. Auf der anderen finden wir auch Menschen, die an das Gute glauben. Mit diesem Zwiespalt geht man auch als Zuschauer an dem Film. Denn immer wieder liest man raus, dass das Alien sehr viel weiss und vielleicht wirklich nur helfen will. Das Finale zeigt es dann deutlich und man muss mit denken und hoffen dass die richtige Entscheidung getroffen wurde.

Klaatu barada nikto!

Wenn Helen zu Grot sagt “Klaatu barada nikto!” dann kennt jeder Filmfan diesen Satz, denn er ist Kult geworden und hat sich in Popkultur eingeprägt. Am bekanntesten ist wohl die Hommage in Armee der Finsternis. Denn hier muss Ash diese Worte sagen um das Necronomicon zubekommen. Man merkt also, welche bedeutung diese Worte haben. Im Film selbst sind sie auch wichtig. Denn die leiten Grot an, dass zu tun für das er programmiert wurde. Hier kommt es dann auch zu einer Wendung. Die uns auch mehr über die Aliens verrät. Dabei wirkt das aus heutiger Sicht vielleicht etwas einfach aber sehr wirkungsvoll.

Man kann auch aus Der Tag, an dem die Erde stillstand sehr viel mehr heraus lesen. Denn die Bedrohung war 1951 noch da, dennoch wollten die Macher des Films etwas anderes. Sie wollten zeigen, dass es anders geht und mit Frieden man weiter kommt als mit Krieg. Wir Menschen sollten reden und nicht gleich schießen wenn wir etwas Fremdes sehen. leider hat sich seit damals nicht viel geändert. Fremde sind immer noch Böse, obwohl wir mehr Frieden haben. Ist die Botschaft des SciFi Spielfilms immer noch wichtig.

Optik

Man muss berücksichtigen, dass Der Tag, an dem die Erde stillstand Anfang der 50er Jahre entstand und die Filmwelt war noch eine andere. Kamera war meist zweckhaft aufgestellt und Szenen wurden länger gefilmt. Das findet man auch hier, dennoch versucht man etwas Tempo in den Film zubringen. Denn man zeigt immer wieder Szenen aus anderen Städten. Am Anfang wenn die fliegende Untertasse ankommt und später wenn die Erde wirklich sill steht und der Strom einfach verschwindet. Dazu zeigt man auch Nachrichten aus der ganzen Welt, man merkt also deutlich, dass man es versucht dokumentatrisch anzugehen und realistischer. Man versucht es also erdiger zu zeigen und nicht so abgespaced wie in anderen SciFi Filmen.

Das UFO sieht gut aus, auch der Effekt das die Treppe nahtlos erscheint ist immer noch überzeugend. Man hält sich sehr zurück mit den Effekten und stzt Grot nur in wenigen Szenen ein. Denn hier sieht man nun in HD das es nur ein Kostüm ist. Auch die restliche Umgebung sieht gut aus, man merkt das man viel on Location gedreht hat und auch das inerre der fliegenden Untertasse wirkt futuristisch. Am interessantesten ist aber die Szene von Klaatu und Helen im Fahrstuhl die Beleuchtung und wie der Schatten fällt haben etwas.

Fazit:

Der Tag, an dem die Erde stillstand ist ein guter SciFi Film der auch heute noch funktioniert. Auch wenn manches etwas albacken wirkt, vor allem bei der Kamera. Die Geschichte ist immer noch gut und zeigt das die Menschen sich wohl nie ändern werden.

Der Tag, an dem die Erde stillstand

Movie title: Der Tag, an dem die Erde stillstand

Director(s): Robert Wise

Actor(s): Michael Rennie, Patricia Neal, Hugh Marlowe, Sam Jaffe, Billy Gray, Frances Bavier, Lock Martin, Patrick Aherne, Oscar Blanke, Marshall Bradford, John Brown, John Burton

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  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.5/10
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