Bleeding Steel

Jackie Chan ist eine Legende des Actionfilms und hat er mit seinen Filmen auch den Martial Arts Film für immer verändert, in den vergangen Jahren oder dem vergangenen Jahrzehnt, hat sein Output zwar kaum nachgelassen aber die Qualität war eine andere, man merkte halt er wurde alt. Dazu kam der ein oder andere miese Hollywoodfilm. Auch in seinem Heimatland China hat sich einiges getan. Der Hongkong Actionfilm ist tot und das merkte man den Filmen auch sehr deutlich an. Dazu kam eine Prochina Haltung welche so manchen Film ruinierte. Doch dann machte es wieder Klick und seine Filme wurden interessanter und besser. Es wurde auch abwechslungsreicher. Mit Bleeding Steel zeigt sich Chan nun in einem SciFi Film, welcher auch etwas an alte Zeiten anknüpft und dazu auch die ernsthaftigkeit seiner neueren Filme mit einbaut.

Die Handlung dreht sich um die Polizisten Lin, welcher eine schwere Entscheidung treffen muss, seine Tochter liegt im Sterben. Doch er erhält einen Auftragt den Arzt Dr. James zu schützen. Denn der Zeugenschutz ging schief und finstere Gestalten wollen seine Forschung haben. Bei der Mission wird er aber schwer verletzt und sein Team komplett getötet. Dann macht die Handlung einen Sprung in die Zukunft, 13 Jahre später, stellt ein Autor sein neues Buch Bleeding Steel vor, diese Geschichte erinnert stark an das was mit Lin und seiner Tochter passiert ist. Die Bösen wollen wissen woher die Informationen kommen. Wir lernen auch Nancy kennen, eine junge Studentin, welche ein Geheimnis hat. Der Dieb Leeson hat auch interesse an Nancy und ihrem Geheimnis. Was verbindet alle?

Zugegeben die Handlung von Bleeding Steel ist die größte schwäche des Films. Denn als Zuschauer hat man alles schnell durchschaut. Dafür wird man mit guter Action immer wieder belohnt und der Film legt ein großes Tempo vor, so bleibt kaum Zeit über das was man gerade gesehen hat nachzudenken. Da es ein SciFi Film ist, verzeiht man ihn auch, dass es 2007 schon Smartphones gab die aussehen wie aktuelle Modelle aus dem Jahr 2017.

Alter und neuer Jackie Chan treffen in Bleeding Steel aufeinander

Wie schon erwähnt hat die Handlung von Bleeding Steel so einige Lücken und als Zuschauer hat man schnell alles durchschaut. Das stört aber weniger, denn man schwingt immer wieder von Humor und Ernsthaftigkeit hin und her. Der Anfang ist sehr düster und lässt uns auch fragend zurück, was wurde aus Lin und seiner Tochter. Schnell wird aber klar was da passiert ist. Nach dem Zeitsprung befinden wir uns in Sydney und hier treffen alle drei Hauptcharaktere dann aufeinander. Interessant ist das Lin hier als Küchenhilfe in einer Cafeteria arbeitet, wo auch Nancy zur Schule geht. Hier taucht auch Leeson auf, welcher vorher den Autor als Frau verkleidet verführt und betäubt hat, bevor die Bösen aufgetaucht sind, weil die wissen wollten woher er seine Informationen hat. Das wird auch schnell aufgeklärt.

Es gibt auch Momente im Film, da ist Jackie Chan verschwunden, vor allem dann wenn Nancy und Leeson in den Mittelpunkt rücken. Hier will Nancy herausfinden woher ihre Albträume kommen. Es wirkt in diesem Teil von Bleeding Steel auch fast so, als ob Chan nur eine Nebenrolle spielt. Dabei wird man als Zuschauer aber immer wieder gut unterhalten. Hier kommt der Humor ins Spiel und es ist auch der Auftakt für ein paar richtig gute Actionszenen. Vorher macht man aber Humor. Denn Leeson kann keine Kampfkunst und versucht es dennoch, hier kopiert er erst Kampfstile von Jackie Chan und dann von Bruce Lee. Eine der Gangster die Nancy und ihn bedrohen meint auch, was er glaubt wer er ist und fragt ob er zu viele Jackie Chan Filme gesehen hat. Somit ist in dem Universum von Bleeding Steel Jackie Chan auch ein Schauspieler mit Filme.

Der Hauptböse bleibt meist im Hintergrund, auch wenn man sich die Mühe gemacht hat ihn eine Hintergrundgeschichte zu verpassen. Man hat also auch eine Motivation für ihn gefunden. Das alles kommt im Finale zusammen und hier merkt man dann den SciFi Aspekt des Films wirklich. Man hatte es vorher ja schon, durch die Bösen und ihre Anzüge aber hier hat man dann auf einmal die volle Ladung Sience Fiction vor sich und das funktioniert auch nur bedingt. Dennoch ist es eine coole Idee.

Action

Wir schon in anderen aktullen Jackie Chan Filmen, hält sich die Action mit Chan in Grenzen. Obwohl er hier gleich am Anfang zeigt was er noch kann. Denn schon zum Beginn von Bleeding Steel geht es rund. Eine lange Actionszene wo die Bösen das Polizeiteam überfallen ist hier angesagt. Hier wird geschossen was das Zeug hält und ein paar Autos fliegen in die Luft. Das liegt an einem der Bösen, welcher mit einem Granatwerfer um sich ballert. Jackie Chan rutscht über den nassen Boden um Kollegne zu retten oder Gegner zu erledigen. Hier geht es auch etwas härter zur Sache. Man nutzt auch wenige CGI-Effekte und lässt die Autos so in die Luft fliegen, das sieht man dann auch im Abspann.

Nach dem Anfang tritt Chan kurz etwas in dem Hintergrund, in zwei Szenen hat er eine Maske auf, könnte als auch ein Stuntman sein, man lässt es offen. Doch auch hier geht es immer wieder härter zur sache. Das Highlight des Films ist aber der Kampf auf der Sydney Oper, hier zeigt Jackie Chan sein können und man hat das Gefühl in einen seiner alten Filme zu sein. Leider zeigt man uns nicht, ob sie alles wirklich auf der Oper gedreht haben oder doch etwas Greenscreen benutzt haben. Es ist aufjedenfall gut gemacht. Der letzte Stunt der Szene ist echt und man sieht hier Chan sein Talent.

Leider lässt die Action im Finale etwas nach, obwohl man auch hier gute Szenen bekommt. Dennoch ist nach der Szene in der Sydney Oper und auf ihr die Luft aus dem Film etwas raus. Dennoch bietet auch das Finale genug Unterhaltung und gut gemachte Actionszenen.

Optik

Das Bleeding Steel ein moderner Film ist, sieht man ihn auch an. An manchen Stellen sieht man sehr deutlich, dass er digital gedreht wurde. Das stört an manchen Stellen etwas aber nicht zu sehr. Dafür sieht er dann doch zu gut aus. Auch wenn es ein anderes Gefühl ist. So sind die Actionszenen sehr gut gefilmt und schon am Anfang gibt es immer wieder Momente, wo man das Gefühl hat es wär alles am Stück gedreht. Im Verlauf des Films ist die Kamera auch immer wieder gut gemacht und man merkt nicht, dass der Regisseur vorher kaum Erfahrung sammeln konnte. Wahrscheinlich gab es Hilfe von Chan, denn die Actionszenen wo Martial Arts zum Einsatz kommen, sind wirklich gut in Szene gesetzt.

Den SciFi Flair sieht man den Film nicht an. So wirkt Bleeding Steel wie ein aktueller Film. Man lässt es wohl immer etwas außen vor. So sind es die Kampfanzüge der Bösen die etwas futuristisch aussehen und im Finale das Raumschiff. Ansonsten sieht alles wie immer aus. Mit dem Jahr 2020 hat man wohl auch einen nicht so großen Zeitsprung gemacht. Was aber nicht stört, man vergisst es als Zuschauer nur immer wieder, wenn dann die Momente auftauchen wirkt es nur etwas befremdlich.

Fazit:

Bleeding Steel gehört zu den besseren neuen Jackie Chan Filmen, vor allem die Szene auf der Sydney Oper gehört zu dem besten was Chan seit langen gemacht hat. Auch sonst wird man gut unterhalten. Der Mix aus Humor und Ernsthaftigkeit ist zwar nicht immer gut ausbalanciert aber funktioniert dennoch.

Bleeding Steel

Movie title: Bleeding Steel

Director(s): Leo Zhang

Actor(s): Jackie Chan, Tess Haubrich, Callan Mulvey, Nana Ou-Yang, Show Luo, Kaitlyn Boyé, Damien Garvey, Kim Gyngell, Brahim Achabbakhe, Olga Miller, Anthony Gavard, David Torok

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
7.0/10
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