Erinnert sich jemand noch an Moontrap, einen kleinen SciFi Film? (HIER) Es war Bruce Campbell dabei und die Story war etwas abgefahren, es ging auch um Maschinen auf den Mond, welche Menschen auf zu Cyborgs machten. Jedenfalls der Regisseur Robert Dyke drehte sehr viele Jahre später ein Sequel und um dieses geht es jetzt. Doch in Moontrap – Angriffsziel Erde ist kein Bruce Campbell mehr dabei. Dafür holte man Sarah Butler an Board, eine bekannte Genre Schauspielerin, welche vor allem durch ihre Rolle in dem Remake von I Spit on your Grave berühmt wurde. Was doch viel versprechend klingt, denn man könnte aus der Handlung viel machen, der wird schnell sehr bitter enttäuscht. Denn als Zuschauer wird man auf die Probe gestellt, ob man den Film durch hält oder nicht.

Die Handlung beginnt mit dem Paar Daniel und Scout, die ein Vortrag proben. Sie bekommen einen Anruf von einem Freund, welcher etwas entdeckt hat. Doch dieser Freund wird von finsteren Gestalten getötet, welche dann aber Daniel und Scout anheuern, den Fund zu entziffern. Denn es scheint etwas von nicht dieser Erde. Scout findet schnell heraus, dass es wohl ein Raumschiff von der Erde ist. Die Bösen haben genug und entlassen sie. Planen aber einen Mordanschlag, welche beide entkommen können. Doch in der Nacht wird Daniel getötet und Scout sinnt auf Rache. Die Bösen brauchen sie aber denn sie ist der Schlüssel.

Was auf dem Papier noch nach einer interessanten Handlung klingt, wird schnell zu einem zähen langsamen langweiligen Stück Film was man sich nur vorstellen kann. Denn Moontrap – Angriffsziel Erde mangelt an allem was ein Film ausmachen sollte. Man könnte meinen es wär ein Experiment, dafür ist das Handwerk aber zu schlecht gemacht. Als Zuschauer hat man schon Mitleid mit Sarah Butler, denn sie strengt sich als einzige echt an und gibt alles für ihre Rolle, muss aber auch gemerkt haben, was am Ende dabei raus kommt.

Wirre Handlung in Moontrap – Angriffsziel Erde

Es geht schon los damit, dass der Film sich nicht entscheiden kann was er sein will. Denn am Anfang wirkt es wie eine sehr schlechte Folge von Akte X, also noch schlechter als die aktuellen Folgen, die gezeigt wurden als die Review entstand, boom dieser Text ist dated. Wir verfolgen Daniel und Scout bei ihrem treiben und das ist nicht wirklich interessant. Man versucht zwar ein Mysterium aufzubauen, doch man redet nie viel darüber und wenn erklärt man es gleich. Wir werden aber mit Träumen von Scout konfrontiert, welche man aber auch nie einordnen kann. Denn Moontrap – Angriffsziel Erde lässt viele Fragen einfach offen. Was man auch Positiv sehen kann, nur hier funktioniert das nicht, weil der Rest irgendwann nicht mehr zusammen passen will.

Denn nachdem man Daniel getötet hat, gibt es einen Schnitt und erlebt wieder und man denkt Scout hat alles nur geträumt. Doch dann folgt der nächste Schnitt und sie sitzt in einen LKW und der Fahrer redet mit ihr und meint Gott soll sie Segnen und sie soll ihren richtigen Pfad finden. Doch da hört das ganze nicht auf, in dem Diner wo sie sitzt, fängt die Bedienung an sie zu zutexten, dass sie hier auch einen Job bekommen könnte, im Moment gäb es nur Wasser Knappheit, weil irgendwas los ist. Danach ist dann Scout aber schon wieder an dem Ort wo die Bösen sich versammeln und will den Auftraggeber umbringen. Sie versagt natürlich. Also Kontinuität ist nicht besonders groß in dem Film und Charaktere sind direkt an dem Ort wo man sie braucht.

Wenn der Film dann seine Wendung hat und Achtung SPOILER, wie ihr vermutet Scout fliegt zum Mond, wird Moontrap – Angriffsziel Erde noch merkwürdiger aber auch noch langweiliger. Scout ist mit dem Bösen im Raumschiff gefangen und sie hilft ihn in einer Szene sogar und es macht keinen Sinn, er hilft ihr auch und der rote Roboter steuert alles. Es gibt auch einen blauen, welcher aber Böse ist. Warum wird nicht erklärt.

Fuck, Plothole und andere sachen. Sarah Butler ist toll.

Ehrlich gesagt ist der Film eine zumutung für den Zuschauer, man kann es keinen übelnehmen wenn er vorher aus macht und die Blu-ray weg schmeißt. Denn man wird mit soviel konfrontiert was am Ende keinen Sinn mehr macht. Es bleibt so viel Offen und man erklärt einfach nichts mehr. Man zeigt einfach eine Szene nach der anderen. Wahrscheinlich, weil man Material hatte und die echt billigen Effekte zeigen wollte. Robert Dyke ist sich für nichts zu schade. Es gibt auch eine Szene wo Sarah Butler ihren hübschen Po in die Kamera hält und es ist ein Wunder dass dies nicht das Cover Motiv ist, wie man es sonst mit vielen ihrer Filme macht.

Apropro Sarah Butler, da sie die Hauptrolle im Film hat, sehen wir sie viel und man merkt in manchen Szenen, dass sie auch keine Ahnung hat was passiert und manches echt unangenehmen sein muss. Die Szene im Diner ist gut gespielt aber man spürt als Zuschauer auch, dass hier einiges wohl einfach nur so gedreht wurde und es keine richtigen Anweisungen geben haben muss. Da sitzt eine junge Frau fertig, weil ihr Freund getötet wurde und die Bedingung redet einfach drauf los. Was am Ende aber auch keinen Unterschied mehr macht, weil man nie mehr dahin zurück kommt. Es ist ein großer Haufen loser Szenen, wo man die Schauspielerin agieren lässt und das wird im Finale sogar noch schlimmer. Warum sollte man dem Zuschauer etwas erklären, es muss ja kein Erklärbär Film sein aber etwas mehr Informationen wären nett gewesen.

Optik

Moontrap – Angriffsziel Erde ist das perfekte Beispiel für einem Film den man ansieht dass er nicht viel gekostet hat. Jede Szene strahlt diesen billigen digitalen Look aus und hier kann man auch nicht darüber hinweg schauen. Denn es ist einfach alles zu digital und es wirkt auch nicht mehr. Denn man arbeitet zwar offensichtlich mit ein paar Filtern und Effekten aber diese funktionieren nur bedingt. So sieht die Szene wo man die schöne Hinterseite von Sarah Butler sieht zwar etwas schön aus aber auch wie ein Photoshop Fail. Auch die ganzen Effekte, die Roboter sehen ok aus bewegen sich aber so langsam, das sie nie wirklich keine Bedrohung darstellen. Einzig das Innere des Raumschiffs sieht gut aus.

Auch der Schnitt ist eine Katastrophe, wie schon erwähnt hat man einfach Szenen zusammen gefügt. Es wirkt wirklich so als wär alles gleich zusammen. Egal an welchen Ort man gerade ist. Alleine die Szene mit dem LKW vermittelt so etwas wie räumliche Distanz zwischen den Orten. Im Raumschiff und die Reise zum Mond bietet dann etwas mehr, hier nutzt man dann auch die Verlagerung des Fokus um zu zeigen wie Sarah Butler sich auszieht und umzieht. So das der Zuschauer nichts erkennt. Kann man verstehen, dass eine Schauspielerin in so einem Film keine Nacktszene haben wollte.

Fazit:

Moontrap – Angriffsziel Erde sollte man sich nicht anschauen, es lohnt sich nicht. Ob es nun Sequel oder misslungenes Remake ist. Falls man Sarah Butler Fan sein und den Film unbedingt sehen will, muss man sich auf schlimme 90 Minuten einstellen.

Moontrap - Angriffsziel Erde

Movie title: Moontrap - Angriffsziel Erde

Director(s): Robert Dyke

Actor(s): Sarah Butler, Charles Shaughnessy, Damon Dayoub, Chris Newman, Niki Spiridakos, Tarick Salmaci, Loretta Higgins, Jennifer Kincer, Cara AnnMarie, D.B. Dickerson, John Ager, Christopher J. Courtney

  • 2/10
    Handlung - 2/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 4/10
    Regie - 4/10
  • 2/10
    Spannung - 2/10
  • 2/10
    Unterhaltung - 2/10
3.2/10
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