Hatchet – Victor Crowley

Der Slasherfilm hatte nachdem Scream in den 90ern ihn sehr auf einer Metaebene zurückbrachte eine Erfolgswelle. Doch als Adam Green 2006 Hatchet drehte, waren diese Zeiten schon vorbei. Doch er drehte einem klassischen oldschool Slasher ganz im Stil von Freitag der 13. brachte aber auch Humor mit in das Genre, das war so erfolgreich das es noch zwei Fortsetzungen gab. Danach war aber ruhe um den deformierten Killer. Bis im vergangen Jahren Green einfach Hatchet – Victor Crowley auf die Welt los lies. Doch kann so ein Film immer noch funktionieren? Was kann man zu dem Genre noch beitragen und wie soll es weiter gehen? Fragen die man sich stellte bevor man den Film sah  oder immer noch tut. Was bekommt der Fan der Reihe und wie sieht es mit den Effekten und der Gewalt aus?

DIe Handlung spielt 10 Jahre später und Andrew ist der einzige überlende des Massakers im Sumpf, doch niemand will ihn glauben, dass es Victor Crowley war. Er schrieb auch ein Buch und geht damit auf Tour. Während er ein Angebot bekommt zu dem Schauplatz zurück zukehren und dort ein Interview zu geben. Versucht die junge Filmemacherin Cloe mit ihren zwei Freunden und dem Fremdenführer Dillion einen Faketrailer zu drehen, damit sie Geld bekommt für ihren Slasher über Victor Crowley. Als das Flugzeug abstürzt wo Andrew drin ist und dann man vielleicht ausversehen Victor Crowley zum Leben erweckt, heißt es für alle sie sollten im Flugzeugwrack bleiben damit sie überleben.

Wer auf einen blutigen Slasher gehofft hat bei Hatchet – Victor Crowley wird wohl enttäuscht werden. Denn der Humor steht im Vordergrund und es wirkt fast schon, als sein die Szenen mit Victor Crowley viel mehr ein Gag, damit man ihn in die Reihe packen kann. Denn überweite Strecken dreht sich die Handlung nur um die Figuren und hier merkt man schnell, das klappt nicht immer.

Humor trifft auf Slasher Handlung in Hatchet – Victor Crowley

Zwar gibt man sich viel mühe, den Bogen zu dem ersten hatchet Film zu spannen, man hat auch das Gefühl das man Teil 2 und 3 vielleicht auch auslässt. Doch es funktioniert. Die Idee mit den zehn Jahren später ist nett. Es gibt viele möglichkeiten die man hier auch nutzt. Der Überlende hat nicht viel dazu gelernt hat aber auch viel hinter sich. Denn man glaubte ihn nicht und tut es immer noch nicht. Da es keine Beweise für seine Aussagen gibt. Bei der Buchtour trifft er auf merkwürdige Menschen. Frauen die auf ihren Brüsten Autogramme haben aber auch ein Typ der es gern auf seinem Penis hätte. Damit sind wir auch schon bei dem Humor im Film, der immer wieder durchkommt.

Schon die erste Szene macht das deutlich, denn hier sehen wir ein Pärchen und dann folgt Humor, der sich zieht. Zwar ist das Ganze etwas lustig aber es fühlt sich zu übertrieben an. Was aber auch den Ton für den Film setzt, denn alles ist so Over the Top wie es nur geht. Darum wirkt auch der Horror eher lächerlich und niemals Brutal. Es sind auch kaum Schockmomente in der Handlung. Dazu lernen wir zwar die Charaktere etwas kennen aber keiner von denen wächst uns ans Herz. Alle sind wirklich die typischen Opferlämmer eines Slasherfilms.

Ein paar Ideen der Handlung sind zwar nett. Alleine die Anspielung daran, dass man sogar schon zwei Remakes dreht von den Slasherfilmen die von Victor Crowley inspiriert wurde. Dazu viel Merchandise, obwohl dieser Gag wohl nie wieder so gut sein wird, wie bei Spaceballs. Jedenfalls sind manche Witze schon gelungen aber vieles wirkt halt doch abgenutzt und der Humor stört auch immer wieder die Handlung. Auch die Szenen im Flugzeug können nicht immer überzeugen, obwohl man hier ein paar interessante Charaktere trifft, die sind aber bald Geschichte.

Effekte, Humor und sonstiges

Die Effekte sind sicherlich die Momente auf die ein paar Fans warten. Ja die Splattereffekte sind da aber doch eher wenig. Dafür bekommt man sehr übertriebene gezeigt. Das geht schon am Anfang los, wo man eindeutig den Effekt erkennt. Was wahrscheinlich aber auch pure absicht war. Danach fährt der Film zurück und es dauert sehr lange bis Victor Crowley überhaupt auftaucht. Viel mehr zeigt man uns die Charaktere und macht viele Witze. Wie schon erwähnt, funktionieren nicht alle so gut wie man es wohl gern hätte. Man hat alles irgendwo schon mal gesehen oder es ist dann doch zu Harmlos. Irgendwie wirkt es wie ein typische US Komödie, die ein R-Rating bekommen hat. Die Witze zielen auch ungefähr auf dieselbe Zeielgruppe ab.

Wenn die Effekte los gehen, dann geht es ab aber auch hier merkt man. Man will zwar Over the Top sein fährt aber im vergleich zu den Vorgängern etwas zurück. So gibt es zwar ein paar Morde, dafür sind es aber auch weniger. Es wird hier und da gemordet. Ein paar passieren auch Offscreen und wir sehen nur was passier ist. Das gehört dann auch zu dem Humor. Irgendwie hat man immer wieder das Gefühl alles soll lustiger sein. Man soll Hatchet – Victor Crowley nicht zu ernstnehmen und auch nicht unbedingt wegen der Gewalt anschauen. Das Funktioniert, scheinbar will man einige Fehler von damals besser machen. Es soll mehr als Parodie angesehen werden als echter Slasher.

Optik

Man sieht Hatchet – Victor Crowley zwar an, dass Adam Green talent hat und weiss was er tut. Dennoch wirkt alles dann doch etwas billig. Schon die Szenen bei der Talkshow oder die Gespräche am Auto, wirken als hätte man schnell gefilmt und das schien auch so gewesen zu sein. Die Dialoge mit Andrew und seiner Managerin am Auto entstand am Auto von Adam Green in der Nähe eines Sets wo er seiner Serie dreht. Auch sonst wirkt der Sumpfs zwar wie er immer war aber man sieht nicht viel von ihm. Wenn das Flugzeug abgestürtzt ist, spielt vieles in dem Wrack. Was natürlich auch zur Handlung gehört aber es limitiert den Film doch sehr.

Ansonsten sieht Hatchet – Victor Crowley gut aus. Die Kamera ist gut gemacht und manche Einstellungen funktionieren gut, vor allem bei einer Szene kommt doch etwas der Horror durch. Ansonsten ist alles immer sehr offentsichtlich. Interessant ist auch die Beleuchtung, das Rot im Flugzeug sorgt wie eine gute Atmosphäre, welche man aber später auch auflöst, sogar noch zum richtigen Momenten. Ansonsten bekommt man einen typischen Adam Green Film bzw. einen Hatchet Film. Manches wirkt dann auch wie ein Slasher.

Fazit:

Hatchet – Victor Crowley ist zwar eine nette Idee aber vieles kann nicht so recht überzeugen. Man wird zwar durchweg unterhalten. Man hat aber auch das Gefühl man will weg vom Slasher und mehr eine Komödie sein. Streut aber immer wieder Over the Top Effekte ein. Es ist ein zwiespältiges Schwert mit dem Film.

Hatchet - Victor Crowley

Movie title: Hatchet - Victor Crowley

Director(s): Adam Green

Actor(s): Kane Hodder, Dave Sheridan, Brian Quinn, Felissa Rose, Tiffany Shepis, Laura Ortiz, Chase Williamson, Parry Shen, Blake Woodruff, Jonah Ray, Kelly Vrooman, Katie Booth

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.5/10
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Filmfan, Autor dieser Seite.

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