Der Slasher ist ein Subgenre des Horrorfilms, welche in den 80ern so beliebt war, das wir unzählige Vertreter bekommen hatten. In den 90er gab es eine neue Welle an Slashern dank Scream. Doch es fing mit einem Film an, auch wenn Halloween und Black Christmas schon das Genre mit definiert haben. So war es doch ein Film der 1980 heraus kam. Die Rede ist natürlich von Freitag der 13. Der Slasher von Sean S. Cunningham, welcher seine Wurzeln aber im Giallo hat. Man kann es nicht leugnen, dass man hier das italienische Genre als Vorbild hatte und vielleicht auch den Maria Bava Film Im Blutrausch des Satans. Das waren wohl Einflüsse auf den Film. Heraus kam ein Klassiker der vieles neu macht aber heute doch etwas altbacken wirkt. Dennoch merkt man sehr deutlich, das man hier die Blaupause für das Genre gefertig hat.

Die Handlung spielt in dem Ferienlager Camp Crystal Lake, hier starben vor vielen Jahren zwei Aufseher und ein Jahr vor den beiden ertrank ein Jung. Doch nun soll es neu aufgemacht werden. Die jugendlichen Aufseher kommen langsam an und wollen das Camp in Gang bringen. Dabei sind Alice, die etwas schüchterne und wahrscheinlich Jungfrau der Gruppe. Noch auf dem Weg zum Camp ist Annie, sie soll für alle Kochen. Auf dem Weg dahin wird in einem Auto mitgenommen. Doch der Fahrer hat einen anderen Plan und bringt sie um. Im Camp Crystal Lake fangen auch langsam an die Jugendlichen zu verschwinden. Ein Killer geht um und niemand weiss wer es ist.

Man merkt Freitag der 13. sehr deutlich an, dass die Macher hier einen anderen Horrrorfilm drehen wollten. Denn als Zuschauer hat man bis zur Auflösung im Finale keine Ahnung wer der Killer ist. Dabei setzt man auch die typischen Dinge des Genres einfach fest. Jugendliche die Sex haben und Drogen nehmen werden getötet, die Jungfrau darf überleben. Dazu kommt aber noch mehr, denn man setzte ein ganzes Franchise in Gange.

Freitag der 13. setzt die Genre Handlung

Bei manchen Genres kann man nicht so genau festlegen, welcher Film das ganze geprägt hat. Bei dem Slasher Film ist es etwas anders. Man kann alles typische was man an diesem Subgenre liebt oder was immer wieder genutzt wird, ganz genau herunterbrechen auf Freitag der 13. Auch wenn Halloween schon davor ein paar Sachen gezeigt hat, hier bekommen wir die ganzen Stereotypen anden Kopf geworfen. Was man natürlich jetzt alles kennt, sollte man mehr als einen Slasher gesehen haben oder auch Scream, da wird der Film auch thematisiert und er wird sogar wichtig. Dazu kommt die ganzem Aufzählungen was die Charaktere im Film machen. Das alles fing hier an und man sieht es als Zuschauer sehr deutlich.

Es geht schon damit los, dass am Anfang gleich zwei jugendliche getötet werden, die Sex haben oder es versuchen. Wer der Killer ist erzählt man uns nicht. Dann sehen wir Annie, welche sich auf den Weg macht zum Camp Crystal Lake, es wirkt so als wär sie der Hauptcharakter. Sie bekommt auch die Warnung vom verrückten im Dorf und auch von dem netten freundlichen alten Mann der sie ein Stück mitnimmt. Dann schwingt die Handlung aber zu den anderen im Camp um und wir lernen die eigentlichen Charaktere kennen und auch Alice, welche sich schnell als Final Girl entpuppt und der eigentliche Hauptcharakter von Freitag der 13. ist.

Die restlichen jugendlichen sind dann sehr Stereotypisch aber noch liebenswert und als Zuschauer hat man Spass mit ihnen, bis der Killer kommt und einen nach den anderen umbringt. Das zieht sich bis zum Finale was hier schon recht früh los geht und Alice regelrecht terrorisiert und natürlich trifft sie dann auch auf dem Mörder. Wahrscheinlich kennt fast jeder ihn und weiss wer es ist. Es ist der Punkt am Anfang von Scream und man wird darüber auch immer wieder informiert, trägt man ein Freitag der 13. T-Shirt. Denn es ist nicht Jason Voorhees, dieser taucht erst in Teil zwei auf.

Spannung und Effekte

Die Effekte im Film stammen von Tom Savini, welcher damals sich in der Filmwelt einen Namen machte wegen seiner Effekte für Dawn of the Dead. Damals noch unbekannt, ist Savini heute eine Legende unter den Horrorfans. Sein Werk ist mit verantwortlich für den Erfolg von Freitag der 13. Denn die Morde hier sind recht Brutal und noch nicht so übertrieben wie sie im Verlauf der Reihe werden. Denn wir sehen einfach dabei zu, wie die Jugendlichen getötet werden und wir haben keine Ahnung wieso. Die Effekte sind wirklich gut gemacht, obwohl man in HD bei ein paar doch sieht, dass es nur Spezial Effekte sind.

Dadurch das wir als Zuschauer nicht wissen wer der Killer ist, baut man auch die Spannung auf. Denn es gibt zwar ein paar falsche Fährten die auf einen Charakter hindeuten, doch bis zur Auflösung hat man keine Ahnung wer es ist. Man lässt uns im dunklen. Das ist vor allem beim ersten Mal schauen sehr interessant und wie schon erwähnt vom Giallo entliehen. Es funktioniert aber immer wieder erstaunlich gut. Obwohl es dann im Finale vielleicht etwas zu viel wird, wie lange Alice hier flieht und wieder auf dem Mörder trifft. Dennoch hat man als Zuschauer Spass bei dem Ganzen.

Optik

Man sieht Freitag der 13. sein kleines Budget nicht an, dafür merkt man aber sehr deutlich zu welcher Zeit er gedreht wurde. Denn die 80er haben erst angefangen und alles wirkt noch etwas bieder und man versucht sich von den 70ern los zu reisen. Das Ferienlager ist aber eine coole Idee für den Film und funktioniert als Set auch sehr gut. Wir sehen im Verlauf des Films immer mehr davon und auch der See taucht immer wieder auf. Es ist eine schöne Landschaft, vor allem bei einen der letzten Szenen, wenn Alice im Boot ist, bekommen wir eine wunderschöne Aufnahme geboten, die das komplette Gegenteil des Films ist. Hier spielt man dann auch mit den erwartungen des Zuschauers, denn der Terror scheint vorbei zu sein in dieser Szene.

Einige Kameraeinstellungen hat man sehr eindeutig aus dem Giallo übernommen, vor allem die POV Szenen wo wir alles aus der Sicht des Killers sehen und somit nie erahnen können wer er ist. Auch wenn es im zweiten Freitag der 13. noch eindeutiger wird, so hat man hier doch ein paar Szenen aus dem Mittelteil von Im Blutrausch des Satans übernommen. Das stört weniger, denn es funktioniert und so baut man auch mit den Kameraeinstellungen Spannung auf.

Fazit:

Freitag der 13. trat die Slasherwelle der 80er los und man sieht dem Film genau an warum das so war. Er ist immer noch unterhaltsam und die Charaktere sind auch liebenswert, so das man nicht unbedingt hofft das sie getötet werden. Dazu ist es der Anfang des Genres, zu dem alles sicherlich schon gesagt wurde.

Freitag der 13.

Movie title: Freitag der 13.

Director(s): Sean S. Cunningham

Actor(s): Betsy Palmer, Adrienne King, Jeannine Taylor, Robbi Morgan, Kevin Bacon, Harry Crosby, Laurie Bartram, Mark Nelson, Peter Brouwer, Rex Everhart, Ronn Carroll, Ron Millkie

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
6.8/10
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