Die guten alten Hongkong Actionfilm Zeiten, es waren Jahre voller spektakulärer Stunts, starken Männern und Frauen und unzähligen Filmen die zeigten, wie weit der Stadtstaat doch den Hollywood Actionfilmen vorraus war. Zwar änderte sich das langsam, denn man importierte die wichtigsten Personen einfach in die USA. Zu diesem gehörte auch Yuen Woo-Ping, welcher für die Matrix die Martial Arts Szenen choreografierte und somit noch berühmter wurde für Actionfans. Doch davor drehte er schon ein paar Filme, wie diesen hier. In Deutschland heißt er Red Force, man kennt ihn auch als In the Line of Duty 4. Eine Reihe von Filmen die Lose zusammengehören. In der Hauptrollen haben wir den jungen Donnie Yen, der hier zeigt was er kann und Cynthia Khan eine der Damen des Hongkong Actionfilms. Dazu kommt fast Non-Stop Action und der Zuschauer bekommt genau das, was man von so einem Film erwartet. Doch funktioniert das heute noch?

Die Handlung beginnt in den USA, hier trifft Insp. Yeung das erste Mal auf den Hafenarbeiter Luk, dieser bekommt ein paar Probleme, weil sein Freund wieder mal gespielt hat. Am nächsten Tag wird er aber Zeug wie ein Polizist bei einem Drogendeal umgebracht wird, er hat auch angeblich das Negativ wo die Beweisbilder drauf sind. Officer Danny Yan will den tot seines Partners rächen und die Mörder fangen. Er verdächtig Luk, doch dieser kann entkommen, denn die wahren Täter sind hinter ihm her. Er flieht nach Hongkong und hier geht die Jagd weiter, denn die Bösen wissen auch wo er ist und die wollen immer noch das Negativ.

Wie schon erwähnt und ihr werdet hier es noch des öfteren hören. Yuen Woo-Ping liefter mit Red Force einen typischen Hongkong Actionfilm ab. Von diesen gibt es viele. herausstehen ist schwer. Hier aber funktioniert das alleine schon deswegen, weil Donnie Yen jetzt bekannter ist als damals und sicherlich einige neue Fans, wissen wollen was er damals so gemacht hat 1989.

Hongkong Actionfilm Handlung bei Red Force

Manche Filme haben eine Handlung nur, damit man Action zeigen kann, also ein loses Konstrukt aus Handlungsfragmenten. Bei Red Force ist es etwas besser. Denn man erzählt die Geschichte rund um Luk, welcher als Nebencharakter doch viel Zeit einnimmt und wir erfahren über ihn am meisten. Er ist wirklich der Charakter der in diesem Film am meisten gezeichnet wird. Das geht los damit, dass er endlich ein US Staatsbürger geworden ist, damit hat er aber nich lange freude. Denn durch die ganzen Probleme die er nun am Hals hat, muss er dies wieder aufgeben. Dazu auch die Szenen mit seiner Mutter und man deutet auch an, dass er Arm ist. Man bekommt hier also durchaus etwas dramatik mit in die Handlung, seine Beweggründ sind uns als Zuschauer am klarsten, was bei anderen Charakteren nicht immer so der Fall ist.

Nehmen wir die weibliche Hauptrolle, tolle verkörpert von Cynthia Khan, doch ihre Figur ist nicht so stark gezeichnet. Zwar lernen wir etwas über sie, denn Yeung beschützt auch luk und hält ihn für unschuldig. Sie ist also die gute Person durch und durch. Im Gegenzug haben wir den Charakter von Donnie Yen, denn seine Figur Danny ist ein amerikanischer Cop, der kantonesisch kann und auch mit nach Hongkong kommt. Doch er ist etwas böser und gemeiner, will aber auch das Gute. Man zeigt ihn auch als den Wilden, er raucht und das auch in der Wohnung und tritt da auch schon mal die Zigarette am Boden aus. Das wirkt auch etwas unhöflich. Dennoch will er auch nur das Gute.

Der Rest der Handlung ist sehr typisch für einen Actionfilm, man sucht nach Luk oder dann den Bösen. Dabei gibt es ein paar sehr offensichtliche Wendungen in Red Force, dennoch bietet man genug Spannung das der Zuschauer dran bleibt und mitfiebert. Es ist halt sehr typisch für dieses Genre und man kann da auch nicht viel meckern. Es gibt die Schwächen und ein paar stärken.

Action

Es hat sich viel getan seit dem sich Yuen Woo-Ping mit zwei Jackie Chan Filmen schon beliebt machte bei den Fans. Das neue Hongkong Actionkino war anders, es spielt in der jetzt Zeit und man setzt auf viel mehr spektakuläre Stunts, was auch an Jackie Chan lag, denn er zeigte mit Police Story wo die Richtung hingehen wird. Bei Red Force sieht man das deutlich, denn man wird hier 90 Minuten lang sehr gut unterhalten mit Action. Es geht von Anfang anlos und immer wieder gibt es eine Einlage, man hat das Gefühl, dass die Handlung wirklich nur immer kurz passiert, doch es gibt auch ein paar längere Momente im Film, wo man sich auf die Handlung konzentriert. Doch ansonsten geht die Post im Actionbereich ganz schön ab.

Man bekommt eine Menge geboten bei Red Force, das geht schon am Anfang los, wenn Cynthia Khan einfach mit einem Nunchaku aus Schraubenschlüssel einen Typen verprügelt und den in bester Bruce Lee manier präsentiert. Doch dann dreht der Film langsam richtig auf und auch Donnie Yen zeigt schon sein können und warum man ihn für einen würdigen Nachfolger von Bruce Lee hält. Es gibt sehr waghalsige Stunts, alleine was Cynthia Khan da auf dem fahrenden Krankenwagen macht, ist immer noch sehr spektakulär. Man merkt auch das können von Yuen Woo-Ping. Das Finale bietet dann auch ein paar längere Kämpfe.

Optik

Man sieht Red Force an, dass der Film ein Kind der 80er Jahre ist. Alles wirkt modern und man will eine neue Ära starten. Der Film zeigt das immer wieder deutlich, vor allem am Anfang, wenn man uns die USA zeigt. In Hongkong merkt man dann auch, dass die Stadt damals noch eine andere war. Dazu merkt man es an der Mode und allen drum und dran. Der FIlm schreit danach das er ein typischer Hongkong Actionfilm der 80er ist. Dafür zeigt er aber auch andere Dinge, wie das Schläge auch Spuren hinterlassen. So haben einige Gegner gleich blaue Augen oder Blessuren an den Wangen. Man will hier zeigen, wie hart eine Person zu schläge.

Ansonsten ist der Film sehr typisch für sein Genre gefilmt. Dramatische Szenen werden gern in Zeitlupe gezeigt und die Action ist immer so gefilmt, dass man alles sieht aber nie langsam wirkt. In ein paar Szenen sieht man auch deutlich, dass der Film schneller abgespielt wurde. Ansonsten bekommt man einen gut aussehenden Film geboten, der halt sehr typisch ist.

Fazit:

Red Force zeigt perfekt wie das neue Hongkong Actionkino funktioniert. Man wird 90 Minuten durchweg gut unterhalten, man bekommt sehr viel Action. Gute Martial Arts Fights. leider leidet die Handlung etwas darunter.

Red Force

Movie title: Red Force

Director(s): Yuen Woo-Ping

Actor(s): Cynthia Khan, Donnie Yen, Michael Wong, Yuen Yat-Choh, Liu Kai-Chi, Chiao Chiao, Michael Woods, John Salvitti, Stephen Berwick, Dan Mintz, Eddie Maher, Yiu Man-Kee

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.2/10
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