Tsui Hark ist einer der legendären Produzenten und Regisseure aus Hongkong, ohne ihm würde es so einige Actionfilme nicht geben. Er hat mit vielen seiner Produktionen den neuen Hongkong Actionfilm geformt und auch dominiert. Dabei gibt es einige Highlights. Eins der späteren Generation ist Black Mask. Ein Film der schon geprägt ist, von dem Wechsel in Hongkong. Denn der Film entstand 1996, man spricht aber schon davon, dass Hongkong wieder zu China gehört, was am 1. Juli 1997 passierte, das thematisiert Tsui Hark in seinem Film Knock Off aber noch deutlicher. Dennoch merkt man schon deutlich den Umschwung im Film. Sonst aber bekommt den typischen Hongkong Actionfilm Wahnsinn in Black Mask geboten, den man gewohnt ist und auf den man sich freuen kann. Dazu ist Jet Li in der Hauptrolle und es ist auch einer der Filme, welche durch Videotheken zum Kult wurde.

Die Handlung beginnt mit der Flucht von Tsui Chik, welcher von den Experimenten entkommen will. Denn er ist ein Supersoldat, man nahm ihn die Fähigkeiten zu fühlen. So kann er kämpfen bis zum tot ohne den Schmerz zu spüren. Er gehört zur Einheit 701. In Hongkong lebt er sein neues Leben und arbeitet in einer Bibliothek und hat auch einen Freund gefunden, den Polizisten Rock. Doch unbekannten stören den Frieden. Denn die Drogenbosse Hongkongs werden umgebracht und niemand weiss wer es ist. Als Tsui Chik zeuge wird wie sein Freund gerade so einen Bombenanschlag überlebt, hat er eine Ahnung, seine alte Einheit steckt dahinter. So macht er sich los als Black Mask gegen sie zu kämpfen.

Man merkt sehr deutlich, dass Black Mask eine art Superhelden Film ist und das weit vor dem Trend der Superhelden Filme. Die Handlung ist auch ungefähr so aufgebaut und die Handlung wirkt auch sehr stark wie ein aktueller Comicfilm. Dabei ist das alles schon von 1996 und man muss auch unterscheiden welche Fassung man sieht. An dieser Stelle sei die Hongkong Fassung empfohlen, welche die gewünschte Fassung von Produzent Tsui Hark ist, hier fehlt aber etwas Gewalt. Die Internationale Version ist umgeschnitten und es fehlt Handlung. Man könnte auch den Extended Cut schauen, hier gibt es alles. Auf jeden Fall sollte man die deutsche Synchronisation meiden, sie verfälscht den Film stark, vor allem durch Off Kommentare und Sätze die Charaktere sonst nie sagen.

Ist Black Mask ein Superheld?

Die Handlung von Black Mask wirkt wie die typische Origin Story eines Superhelden Films, welche wir in den vergangenen Jahren dank Marvel immer wieder im Kino gesehen haben. Denn Tsui Chik wird hier langsam aufgebaut, jedenfalls in der Hongkong Fassung, zwar sieht man am Anfang schon etwas von seinem Talent, doch dann dauert es etwas bis er seine geheime Identität annimmt. Wir lernen sein neues Leben kennen und seine Freunde. Im Hintergrund baut man auch schon den Bösen auf, welcher dieselben Fähigkeiten hat wie unser Held. Alles wird am Ende des zweiten Aktes enthüllt und auch das Tsui Chik hinter Black Mask steckt. Im dritten Akt muss er dann gegen den Bösen antreten. Alles wirkt wie die Superheldenfilm Formel, nur ein paar Jahre zu vor aber das ist halt das Genre Kino, man bekommt immer wieder das gleiche geboten, nur immer etwas anders.

Interessant wird es in der Handlung, wenn Tsui Chik gar nicht mehr kämpfen will aber er wird dazu regelrecht gezwungen. Denn er will seinen Freund helfen, denn er weiss, dass Rock es nicht alleine schaffen könnte. Hier steht der Konflikt des Helden im Vordergrund, welcher nicht mehr will aber dazu gezwungen wird. Ähnlich wie bei Rambo und Co. Nur muss Black Mask hier auch seine alte Liebe immer wieder retten, welche aber auch Loyal zu Commander Hung und ihrer Einheit 701. Auch dieser Konflikt wird sehr drastisch ausgespielt im Film. Als Zuschauer hat man trotz all des Tempos immer wieder Zeit die Charaktere etwas besser kennen zulernen. Außer beim Bösen, der ist wie immer nur Böse, weil er es ist. Hier gibt es keine noblen Ziele, obwohl er will das Tsui Chik zurück kommt.

Die restlichen Charaktere im Film, bleiben dann etwas zurück. Außer Tracy, welche sich heimlich in die Handlung schleicht. Am Anfang wirkt sie noch wie der typische Charakter eines Hongkong Films, der nur für etwas Humor da ist aber am Ende wird sie wichtiger als man als Zuschauer am Anfang vielleicht annimmt. Dennoch sind die Anzeichen auch hier sehr deutlich. Man merkt auch immer wieder, dass Tsui Hark auch am Drehbuch beteiligt war und das nicht nur weil er sich mit der Hauptfigur den Vornamen teilt.

Action

Als Jet Li Fan muss man bei Black Mask lange warten bis er zeigt was er kann. Denn immer wieder gibt es zwar Actionszenen aber in einigen ist er nicht dabei. Hier zeigt man dem Zuschauer erst mal wie Stark die Soldaten der Einheit 701 sind und was sie alles aushalten. Dazu muss auch Rock immer wieder ran. Doch wenn Li als Black Mask auftaucht, geht es noch mehr ab, als es sonst schon in dem Film abgeht. Denn man bekommt hier die volle Ladung Hongkong Wahnsinn geboten. Das geht schon am Anfang los, wo auch gleich ein Panzer zum Einsatz kommt. Auch gibt es viele Waffen und es wird geschoßen als gäb es kein Morgen mehr. Da die Bösen keinen Schmerz spüren, nahm man das wohl für die Action noch eine Schippe drauf zulegen. Alleine die Szene im Krankenhaus, wenn ein böser mit Maschinengewehr und Grantwerfer, sich durch Polizisten ballert und dann gegen Rock antritt, welcher ihm die Hand mit einer Glasscherbe abschlägt. Der Kampf geht aber noch weiter, der Gegner gibt nicht auf und prügelt mit dem Stumpf einfach weiter. Man zeigt dem Zuschauer in den Actionszenen sehr deutlich, dass die Bösen einiges aushalten.

Man bekommt bei Black Mask so einiges geboten und das alles steigert sich zum Finale hin. Auch wenn hier dann die Explossionen aufhören, geht es los mit der typischen Martial Arts Szene, welche man aus vielen Tsui Hark Filmen kennt. Minuten lang prügeln sich die Charaktere durch das Set. Man sieht auch, dass Yuen Woo-Ping hier für die Choreografie zuständig war. Alles sieht sehr gut aus und das WireFu stört auch nicht wirklich. Jet Li zeigt seinen schnellen Kampfstil hier sehr gut und man bekommt ein paar unglaubliche Stunts geboten. Alleine die Szene auf dem Fabrikgelände auf dem Stahlgerüst.

Optik

An dieser Stelle könnte man den typischen Text einfügen, zu einem Hongkong Actionfilm. Denn auch wenn hier vielleicht Daniel Lee Regie führte und er dmalas noch Neu war. So sieht auch Black Mask aus wie ein typischer Hongkong Actionfilm, anders kann man es kaum beschreiben. Die Kamera wirkt zum Tiel sehr zügellos und auch wenn sie hier nicht so sehr durch den Raumschwebt. So gibt es einige schräge Kameraeinstellungen und Close Ups auf die Gesichter der Charaktere. Auf der anderen Seite gibt es bei der Action sehr viele Szenen, welche die Stunts und Kampfstile sehr gut einfangen, alles ist aber auch mit viel Tempo geschnitten, das alles auch wie Action wirkt und man sieht wie schnell Jet Li ist. Bei den Farben hat den Film in ein Blau und Grau getaucht, so wirkt alles immer etwas düsterer und die Farben fehlen etwas. Sieht man vor allem bei der Friedhofsszene.

Ansonsten sieht man den Film sehr deutlich an, dass er in den 90er entstand. Die Menschen haben schon Handys und auch CDs sind wichtig. Dazu auch eine Spielkonsole. Ansonsten sieht alles doch etwas Zeitloser aus, die Kleidung wirkt nicht so typisch 90er. Dafür sind die Outfits dann doch durch gestylt. Alleine Black Mask wirkt wie eine moderne Version eines Charakters der schon von Bruce Lee verkörpert würde. Auch gibt es ein paar Effekte, vor allem wenn Black Mask hier CDs wirft um seine Gegner zu töten, sehen zwar cool aus aber man sieht deutlich den Effekt. Stört aber weniger. Interessant ist auch im Finale der optische Effekt, wenn Commander Hung eine Waffe abfeuert, hier ist die Frage ob man von Eraser geklaut hat oder es war anders herum. jedenfalls sieht es sehr cool aus.

Fazit:

Black Mask ist ein typischer Hongkong Actionfilm, der aber wie ein Superhelden Film wirkt und einige Ideen sind sehr abgefahren, was man auch im Film sieht. Man bekommt den typischen Wahnsinn geboten und dazu Jet Li vor der Kamera als Held, der zeigt was er kann.

Black Mask

Movie title: Black Mask

Director(s): Daniel Lee

Actor(s): Jet Li, Lau Ching-Wan, Karen Mok, Françoise Yip, Patrick Lung, Anthony Wong, Xiong Xin-Xin, Henry Fong, Sze Mei-Yee, Roy Szeto, Chan Suk-Yee, Chung King-Fai

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
7.0/10
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