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FIlmkritik

Solange es Frauen gibt

Komödien aus Europa sind immer etwas anders, vor allem aus Frankreich kommen immer wieder einige Higlights und das schon seit Jahrzehnten. Man geht immer mit der Zeit und zeigt immer interessante Ansätze, dabei ist meist alles immer etwas locker und leicht. Vor allem wenn das Wetter warm ist, lohnt so mancher Film noch mehr, weil er perfekt zu den Temperaturen passt und man nicht so viel nachdenken muss und man lässt sich einfach treiben. So ein Film ist Solange es Frauen gibt, zwar versucht die Handlung auch etwas in die Tiefe zu gehen. Doch man bekommt ein locker leichten Film geboten, der ein Thema angeht, was auch schwer sein könnte und sich in ein Drama verwandeln könnte. Das passiert nicht, man geht es einfach an und zeigt uns einfach ein paar Menschen, die sich verlieben, trennen und zu einander finden am Ende.

Die Handlung dreht sich um den Drehbuchautor Sam, der liebt die Frauen. Seine aktuelle Freundin ist die Schauspielerin Elodie, für sie hat er sogar einen großen Erfolg geschrieben und man will sogar eine Fortsetzung drehen. Doch Elodie will nicht, sie will lieber ein Kind von Sam. Doch dieser hat schon zwei mit seiner Nochfrau Vanessa. Beide sind aber schon seit vier Jahren getrennt und lieben sich vielleicht immer noch. Vanessa hat aber einen neuen Freund und will endlich die Scheidung. Dann tritt die junge und schöne Ärztin Joanna in sein Leben. Wessen Herz wird Sam am Ende bekommen?

Wie man sieht ist das Thema von Solange es Frauen gibt schon etwas besonderes, denn es sind nicht nur zwei Frauen die Sam hat, sondern es sind drei. Hier entwickelt sich dann die ganze Geschichte. Dabei geht man das Thema, wie schon erwähnt, sehr leicht an. Dabei wirkt Sam auch nicht wie der Aufreisser, sondern eher einen sehr progressiven Lebensstil führend, welchen man heute wohl als Polyamorös bezeichnen würde.

Liebe, Leben, Filme und Familie in Solange es Frauen gibt

Sam ist der Mittelpunkt des Films und das zeigt schon der Vorspann, hier sieht man aber noch das normale Familienleben und die Frauen kommen in dies hinein. Dann geht Solange es Frauen gibt los und wir sind in der Handlung. Sam ist Drehbuchautor und betrachtet sein neues Werk, welches ein Erfolg wird und seine Freundin Elodie ist die Hauptdarstellerin, welche aber keine Lust auf eine Fortsetzung hat. Sie will ein Kind haben, Sam will aber die Fortsetzung haben und versucht das auch zu bekommen. Während eines Interviews trifft er auf die Ärztin Joanna und verliebt sich in sie. Doch sein Herz schlägt auch noch für Vanessa seiner Frau, welcher einen neuen Freund hat.

Diese Vierecksbeziehung zieht sich durch den Film, dabei gibt es einige Wendungen und man versucht wohl auch immer den einfachsten Weg zu gehen beim Drehbuch. So schreibt man immer alles so, dass es für Sam gut ausgeht und er sein Glück bekommt. Man umschifft gekonnt einige Probleme. Er gibt auch zu mit Vanessa nur noch verheiratet zu sein, weil es für die Steuern besser ist. Sie will aber wieder Heiraten, dieses Problem wird aber auch sehr elegant gelöst bei Solange es Frauen gibt. Als Zuschauer hat man immer wieder seinen Spaß bei der Geschichte und bemerkt das alles gar nicht, weil alles so leicht wirkt und einen nicht erdrückt.

Regisseur und Drehbuchautor Didier Kaminka kennt man vor allem wahrscheinlich durch das US Remake True Lies, er schrieb das Drehuch zum Original was James Cameron das als Vorlage für seinen Actionhit nahm. Bei Solange es Frauen gibt merkt man sehr deutlich, dass zwar Sam nicht als typischer Aufteisser dargestellt wird und auch nicht unbedingt als Macho, sondern als Mann der Gefühle für mehr als eine Frau hat und sich entscheiden muss. Der Film verfolgt das auch und verdeutlicht am Ende, dass Sam dann wohl im Moment mit seiner Wahl glücklich ist.

Humor und Erotik

Da wir uns in Europa befinden hat man kein problem mit Nackheit, denn Elodie ist immer wieder nackt im Film und auch im Film im Film. Es geht hier natürlich auch um Sex und reize. Man merkt hier auch sehr deutlich, dass Sam auf seine aktuelle Freundin steht. Doch auch der Körper rettet nicht alles, denn er hat ein problem mit ihrem Charakter. Das spürt man als Zuschauer immer wieder sehr deutlich. Dabei geht es Solange es Frauen gibt mit viel Humor an, dieser ist aber nicht mit dem Holzhammer, sondern mehr in den Dialogen.

Solange es Frauen gibt ist keine Slapstick Komödie, obwohl man doch ab und an auf Situationskomik zurück greift, so lebt der Film von seinen Dialogen. Als Filmfan bekommt man verweise auf andere Filme geboten und auch sonst, zeigt man deutlich, dass Elodie vielleicht ein Kind will aber wenn eins von Sam Kinder den Beischlaf stört ist die genervt, da folgt von Sam einfach nur ein lockerer Spruch. So entsteht der Humor hier und da. Als Zuschauer wird man so die 82 Minuten gut unterhalten.

Optik

Was beim anschauend es Films aufflällt, man merkt dass er etwas unbekannter ist und er wohl eine nette HD Veröffentlichung verdient hätte. Denn Regisseur Didier Kaminka gibt sich alle Mühe sich von der typischen Komödie abzuheben. Das geht los mit dem Film im Film, den wir kurz zusehen bekommen, inklsuvie Aufnahmen vom Kinopublikum und wie es reagiert. Er arbeitet auch mit Spiegelungen, wie in der Badszene von Sam und Elodie, man sieht den Dialog und beide Charaktere, doch Sam sehen wir nur im Spiegel, was deutlich wird durch die Füße von Elodie. Das sieht echt nett aus. Ansonsten bekommen wir nette Bilder geliefert auch als Sam verreist und Joanna wieder trifft, sieht man ein anderes Land und merkt auch hier immer wieder, wie Unwohl sich Sam fühlt, doch was er alles für die Ärztin durchhält.

Modisch und optisch sind wir in den 80ern in Europa. Man merkt auch sehr deutlich, dass Sam als Drehbuchautor viel Geld verdient, sein Haus is groß und hat sogar einen Pool und wie typisch für einen französischen Film gibt es auch ein Sommerhaus, wo alles dann seinen Höhepunkt findet. So bekommt man nicht die volle Ladung 80er Jahre ab, sondern alles wirkt auch etwas Zeitlos.

Fazit:

Solange es Frauen gibt ist tolles Sommerkino, locker und leicht wird ein Thema angegangen, was zwar typisch wirkt aber doch untypisch ist. Es ist keine verlach Komödie, sondern vieles entsteht durch die Dialoge und macht den Film auch immer noch anschaubar. Auch wenn er vielleicht etwas vergessen ist, so bekommt man einen unterhaltsamen Film geboten.

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