Reset

Wenn Jackie Chan von einem Projekt überzeugt ist, spielt er meist mit. Doch die legende des Hongkong Actionfilms geht immer wieder neue Wege, vor allem in den vergangenen Jahren. So ist er auch mal als Produzent tätig, so kann man mit seinem Namen immer noch werben und der Film bekommt mehr Aufmerksamkeit. Das war auch bei dem SciFi Action Thriller Reset der Fall. Denn hier ist Chan als Produzent tätig und sein Name steht als erstes im Vorspann auch auf Postern oder Blu-Ray Hüllen steht sein Name auf dem Cover. Das zieht und so kauft man sich doch ein Film, wo man als Zuschauer nicht sicher sein kann, was einen erwartet. Vor allem aus China ist es immer wieder etwas problematisch, da man gern sehr viel Propaganda für das Land der Mitte in die Filme einbauen lässt, doch hier bei diesem ist das nicht der Fall.

Die Handlung dreht sich um Xia Tian, eine Wissenschaftlerin die an Zeitreisen arbeitet. Ihr Projekt ist schon soweit, dass sie Tiere durch die Zeit schicken können. Besser gesagt man erschafft ein parallel Universum, wo das selbe Objekt existiert. Man ist fast soweit es auch mit Menschen testen zu können. In den USA gab es auch so ein Projekt wo es aber zu Problemen kam. Als eines Tages der Sohn von Xia entführt wird und sie die Daten für das Zeitreisen liefern soll, setzt sie alles dran ihr Kind zu retten. Doch der letzte Ausweg ist eine Reise zurück in die Zeit, da man es gerade aber mal ungefähr eine Stunde schafft muss sie sich beeilen.

Das Thema Zeitreisen beschäftigt einen immer wieder und es ist ein Thema was in vielen SciFi Filmen vorkommt. Denn es gibt verschiedene Theorien dazu, hier bei Reset tippt man auf parallel Welten, welche existieren und man so in die Zeit zurückspringt, ähnlich wie bei Steins;Gate. Nur sind die Folgen hier andere, dabei baut man das alles sehr langsam auf am Anfang und will dem Zuschauer viel Zeit geben die Charaktere besser kennenzulernen.

Reset oder eine Mutter würde alles für ihr Kind tun

Ein Charakter in einem Film brauch immer eine motivation um etwas zu tun. Denn sonst wirkt das alles sehr befremdlich, wenn die Hauptperson alles macht, ohne das wir Zuschauer warum eigentlicht, am Ende ist auch egal wie klein oder dumm dieser Anstoss eigentlich war, wir brauchen ihn um mit dem Charakter mitzufühlen. Was also ist besser als eine Mutter die versucht ihren Sohn zu retten? Etwas was wohl fast alle mitfühlen können. So wirkt Xia hier auch sehr sympathisch in den Film und dadurch das man sich am Anfang so viel Zeit lässt und uns die Figur sehr gründlich zeigt und die Umgebung in der sie arbeitet, wissen wir genug um dann das zu verstehen was folgen wird. Dabei wartet man aber sehr lange bis das eigentliche Thema des Films los geht. Wir sollen einen Charakter in einer extrem Situation sehen.

Mit Xia haben wir als Zuschauer also eine sehr schwache und zerbrechlich aber dann folgt der Wandel, durch die Zeitreisen und wir haben es dann mit unterschiedlichen Version von Xia zu tun, eine tougher als die andere. Das führt natürlich auch zu neuen Konflikten in der Handlung. Dabei stoßen wir am Anfang aber auf die größten Probleme, alles wirkt zum Teil doch sehr konstruiert, denn was alles passiert, dass Xia endlich in die Zeitmaschine steigt ist schon zum Teil sehr weit hergeholt.

Es gibt auch ein paar Wendungen und die Frage nach dem warum wird auch erst am Ende erklärt, dafür bekommen wir aber auch hier für den Bösen ein Motiv, was ihn menschlicher erscheinen lässt. Als Zuschauer kann man sein Handeln zum Teil dann auch verstehen, denn was er erlebt hat und erreichen will, lassen uns sein Handeln vorher im Film besser verstehen.

Zeitreisen in Reset

Jeder Zeitreisefilm hat seine eigene Theorie und man nutzt zwar immer wieder verschiedene Grundlagen aber manches ist dann am Ende gleich, weil man dieselbe Theorie benutzt. Bei Reset geht man davon aus, dass man zwar durch die Zeitreisen kann aber in einer parallel Welt landet, wo es keine Unterschiede gibt. Eigentlich ist das unmöglich, es müsste kleine Abweichung geben, nach bestimmten Theorien über parallel Universen. Aber Reset ist auch nur ein Film und mehr Fiktion als Wissenschaft. Man nutzt es hier halt um verschiedene Handlungsstränge zusammen laufen zu lassen. Dazu auch um ein paar nette Ideen unterzubringen, vor allem für Xia.

Man zeigt uns sogar was während der Zeitreise passiert, damit wir auch wirklich verstehen das wir jetzt wieder eine Stunde eher haben in der Handlung. Beim zweiten Mal lässt man es schon aus und zeigt uns nur den Grund warum es nochmal passiert. Das baut dann unterschiedliche Handlungsstränge auf, welche Reset auch braucht um alles halbwegs Rund hinzubekommen. So hat man am Ende des Films nicht fas Gefühle, das irgendwelche Handlungspunkte einfach unter dem Teppich gekehrt wurden.

Optik

Man gibt sich viel Mühe die Welt von Reset zu gestalten, wir sollen das Gefühl haben das wir uns in einer nahen Zukunft befinden. So wirkt alles sehr modern und es gibt viel Hightech. Man zeigt auch immer wieder, dass es Technik gibt, die auf die Zukunft hindeutet, auch wenn man nie anspricht in welchem Jahr wir uns befinden, was wohl der Versuch ist den Film Zeitloser zu machen, sieht man es ihn auch immer wieder an. Manche Dinge scheinen aber immer zu existieren. Jedenfalls sieht man Reset an, dass es ein SciFi Film ist und vor allem das Gebäude wo die Experimente stattfinden zeigt das sehr deutlich, hier befinden wir uns auch zum größtenteils des Films.

Auch die Kamera versucht immer wieder große Bilder zu erzeugen, da wir es hier auch mit einem Kinofilm zu tun haben, der zwar wohl nur in China im Kino lief aber man will uns immer wieder sehr deutlich machen, dass wir hier die Zukunft haben. Zwar gibt es nie die wirklich ausgefallen Kamerafahren, ausgenommener der schon fast überbenutzen CGI Kamerafahrt am Anfang durch das Gebäude, was aber gut aussieht. Ansonsten bekommt man gute Bilder geliefert, welche die Geschichte gut einfangen und wir alles mit bekommen, vor allem auch bei der Action. Obwohl man hier und da dann doch die CGI Effekte sieht, dennoch gibt es viele Szenen wo man alles am Set gedreht hat. Alleine schon die Szene in der Müllanlage mit Xia zeigt das sehr deutlich.

Fazit:

Reset ist ein gelungener SciFi Film, welcher sein Haupthema erst spät einsetzt aber dem Zuschauer dann viel Spannung bietet, leider hat der Film auch einige schwächen, dennoch wird man gut unterhalten und man bekommt am Ende eine runde Handlung geboten.

Reset

Movie title: Reset

Director(s): Yoon Hong-seung

Actor(s): Yang Mi, Wallace Huo, Chin Shih-Chieh, Liu Chang, Hummer Zhang

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 4/10
    Action - 4/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.5/10

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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