Hongkong war einst einer der Ort wo es sehr kreative Actionfilme gab und die neue Welle des Hongkong Actionfilms hat einige Highlights hervor gebracht. Mal abgesehen von Jackie Chan und John Woo, gibt es einige Regisseure und Schauspieler die uns mit vielen Filmen beglückt haben. Dabei war immer eins sicher, Realität muss nicht sein, dafür sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Das ist auch bei Silverfox der Fall, welcher gleich mit drei Regisseure daher kommt. Da wär David Lai, Corey Yuen und auch Jeffery Lau. Dazu schrieb am Drehbuch Wong Kar-Wai mit, welcher 1991 noch unbekannt war und ein paar Jahre später das Hongkong Kino international auf den nächsten Level gehoben hat. In der Hauptrolle hat man Andy Lau, welcher auch den Titelsong singt und fertig ist der Fantasy Action Film. Dabei bekommt man als Zuschauer aber auch die typische Mischung aus Humor, Action und Drama geboten und das muss man auch erst Mal verdauen.

Die Handlung beginnt mit Silver Fox und wie er seinen Meister befreit. Dieser will nur noch eins Rache an Paradisa. Dafür tötet Silver Fox seinen Meister und schwört ihn zu Rächen. Doch Paradisa lebt und arbeitet mit Leo und Mercury zusammen. Als dieser sie aber findet, schafft es Leo sie zu retten aber dafür bezahlt er einen hohen Preis, er gibt sein Leben für Paradisa her. Diese will nur noch weg und ihre liebe Mercury beschützen, so verschwindet sie. Er trauert und nimmt Wendy die Schwester von Leo bei sich auf. Diese verliebt sich in Mercury. Nach einem Jahr scheint Mercury wieder eine Spur von Paradisa gefunden zu haben. Doch auch Silver Fox will immer noch seine Rache.

Hui, was für ein Film auf der einen Seite bekommt man gute Action geboten auf der anderen muss man durch Minuten lange Szene voller kitsch, die so dick aufgetragen ist, dass man schnell überzuckert. Silverfox ist ein typisches Produkt des Hongkong Kinos der 90er und das sieht und merkt man jeder Ecke des Films.

Humor und kitschige Handlung bei Silverfox

Ehrlicher gesagt ist die Handlung von Silverfox sehr einfach gestrickt und für 90 Minuten doch etwas zu kurz. Man nutzt sie zwar nicht nur um die nächste Actionszene zu zeigen aber als Zuschauer muss man durch einiges durch. Man bautet hier ein unnötiges Liebesdreieck auf. So liebt Mercury Paradisa und diese weist ihn zurück aber nur um ihn zu schützen. Dann wär da noch Wendy welche sich das erste Mal verliebt und voll Möhre auf Mercury steht. Das zieht sich durch den Film und bietet uns dem Zuschauer immer wieder Szenen, die so dramatisch sind und voller Schnulze das es fast unschaubar ist und man schämt sich schon etwas Fremd. Denn es sind die einzigen Motive der Charaktere in dem Film. Alles passiert hier der Liebe wegen auf der guten Seite. Sogar die Königin der 1000 Frauen, macht das nur weil sie auch auf Mercury steht.

Mit Silver Fox als Bösen haben wir ein Charakter von dem wir nicht viel erfahren, auch von seinen Kräften die uns erzählt werden. Woher kann er das alles? Man lässt es im Dunklen auch bei der Bildsprache ist er einfach Böse und hat starke Kräfte. Er will Rache und das um jeden Preis. Interessant ist die Frage warum der Film in Deutschland Silverfox heißt, man hat ihn ja nach dem Bösen benannt. Vielleicht dachte man auch, nach der ersten Szene das er der Held ist und hat dem Film nicht weiter geschaut. Danach wird aber sehr schnell deutlich, dass Silver Fox der Böse ist und Paradisa die Gute.

Zwischen diesen Szenen gibt es auch den typischen Hongkong Humor, dieser zieht sich leider durch den ganzen Film und manchen Stellen ist er dann auch sehr unpassend. Dabei zeigt Silverfox aber auch sehr deutlich, dass man dies nicht bräuchte. Dennoch bekommen wir diese absurde Mischung geboten, weil man halt gemacht hat was man wollte. Die Frage ist eher was hat Wong Kar-Wai geschrieben und was davon ist im fertigen Film gelandet.

Action

Bei der Action bekommt man einiges geboten. Alleine schon der Anfang wenn Silver Fox in das Gefängnis eindringt, bekommt man sehr gute Hongkong Action geboten. Es gibt keine Schwerkraft und man kann alles mit einem Schwert hieb zerteilen, sein es Menschen oder Stacheldraht. Dann macht der Film wie immer eine kurze Pause und der nächste Kampf ist dann etwas Bodenständiger aber auch hier fliegen Menschen einfach so durch die Luft und Türgen werden auch als Waffe benutzt. Im Verlauf des Films muss sich Mercury auch beweisen, hier bekommt ein weiteres Action Highlight des Films geboten. Danach schwächt das Leider etwas ab.

Das Finale ist dann auch immer wieder etwas zu albern. Obwohl die Idee mit dem Spiegel eine ganz nette ist. So geht hier Silverfox die Luft aus und man bekommt nur noch etwas halbherziges geboten. Was zwar immer noch unterhalten kann aber am Ende reicht es dann nicht aus, weil hier auch noch etwas Kitsch geboten werden muss. Dennoch bekommt man in Silverfox ein paar gute Actionszenen geboten.

Optik

Man sieht dem Film an wann er entstanden ist. Da alles aber in einer etwas alternativen Welt spielt, wo es auch Magie gibt, ist machens auch nicht so schlimm. Denn optisch zeigt man nicht sehr deutlich, dass man in den 90er ist, außer bei der Kleidung aber sonst wirkt die Welt von Silverfox wie eine die wirklich anders ist. Das ist auch wichtig, sonst würden wir als Zuschauer es dem Film nicht abkaufen was wir hier so sehen. Dabei wird aber auch deutlich, dass die Bildsprache hier doch sehr einfach ist und die Charaktere nicht so gut gezeichnet sind. Es ist alles sehr eindeutig, was hier passiert.

Man merkt dem Film nicht an, dass hier drei Regisseure am Werk waren. Dennoch ist es immer sehr eindeutig, dass sich manche Szenen von anderen Unterschieden, vor allem wenn es um Liebe gibt. Hier zeigt man es auch bei den Bildern und das macht es auch immer sehr unerträglich, wenn alles immer bei Sonnenuntergang spielt. Ansonsten ist die Action gut in Szene gesetzt und man bekommt hier und da einen doch sehr veralteten Spezial Effekt zu sehen, das stört aber weniger, weil es nur ein paar sind und die Szene sehr cool ist.

Fazit:

Silverfox ist ein unterhaltsamer Hongkong Actionfilm, leider sind manche Szenen zu schnulzig und auch das Finale enttäuscht etwas. Ansonsten bekommt einen typischen Film dieser Ära geboten, welcher ein paar nette Ideen hat und auch bei mancher Actionszene überzeugen kann. Am Ende ist manches aber zu wenig und anderes zu viel.

Silverfox

Movie title: Silverfox

Director(s): David Lai, Corey Yuen, Jeffrey Lau

Actor(s): Andy Lau, Anita Mui, Aaron Kwok, Kenny Bee, Gloria Yip, Carina Lau, Corey Yuen, Danny Poon Wang-Ban, Henry Fong, Poon Fong-Fong, Maggie Chan, Yip San

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.4/10

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