Noise

Japan das Traumland vieler Nerds  und hier vor allem der Stadteil Akihabara oder in Kurz Akiba, denn hier treffen sich die ganzen Otakus und Idol Fans. Es ist aber auch ein Teil von Tokyo der einiges durch gemacht hat. Der ganze Wandel vom Elektronik Handel hin zu Maid-Cafes und vielen Cosplayern war lang und ging aber auch sehr schnell. 2008 war der Stadt vielleicht noch etwas unbekannter aber leider auch Ort eines Massakers, wo ein Mann in eine Menschenmenge fuhr und dann mit einem Messer wild um sich stoch. Ein tragischer Vorfall und der viele Menschen für immer verändert hat. Aufgearbeitet wurde das Thema selten, dennoch gibt es nun ein Filmen der das Thema aufgreift aber 8 Jahre später spielt und uns Menschen zeigt, die mit den Auswirkung des Anschlags leben müssen. Dieser Film heißt Noise und ist das Regiedebüt von Yûsaku Matsumoto.

Die Handlung dreht sich um Misa, sie hat vor acht Jahren ihre Mutter bei dem Akihabara Massaker verloren und hat seit dem ein sehr angespanntes Verhältnis mit ihrem Vater. Sie ist aber auch ein Underground Idol und tritt immer wieder mit ihre Gruppe LUUKA auf. Sie bauen auch langsam eine Fanbase an WOTAs auf, wie immer sind auch viele ältere Herren dabei. Einer von ihnen Yamamado, selbst Vater und dieser hat eine Tochter Rie, zu ihr hat er auch schweres Verhältnis, sie ist eine rebellierende Teenagerin mit einem Freund. Während Misa versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen, arbeitet sie auch in einem fragwürdigen Massagesalon, wo sie angedeutet Erotik mit ihren Kunden macht. Dann wär da aber noch Ken, welcher Drohanrufe macht und Amok laufen will, denn seine Mutter ist einfach verschwunden und hat ihn nur Probleme hinterlassen.

Als Zuschauer hat man es nicht leicht mit Noise, nicht etwa weil die Handlung so Komplex wär, sondern die Themen die dieser Film aufgreift. Man ist immer mitten drin und erlebt vieles sehr Hautnah, während man auch immer wieder etwas auf Distanz geht aber bei den unangenehmen Dingen, welche angesprochen werden, ist man immer nah dabei. So erlebt man zwei Stunden ein sehr düsteres Drama über Menschen die alle keine Mutter mehr im Leben haben.

Realistisches Drama in Noise

Bei Noise wird man als Zuschauer direkt in die Welt geschleudert, man erlebt mit was Misa bewegt, wir sehen Aufnahmen von ihrem Casting Tape für die idol Gruppe und dann geht es auch schon los. Wir lernen sie kennen und merken wie sie doch Akiba immer versucht zu Meiden, obwohl der Heimweg kürzer wär. Ihre beiden Kolleginnen wundern sich immer. Dann  baut der Film aber auch die restliche Handlung auf und wir merken nach und nach es gibt viel eine Verbindung. Denn Rie und ihr Vater haben auch keine Mutter im Haushalt und Ken seine ist einfach abgehauen. Man merkt das einer der Schwerpunkte des Dramas im Film die fehlende Mutterfigur ist und die Problem die daraus entstehen. Doch das ist nur die Oberfläche an die wir hier kratzen. Denn alleine schon Misa und ihr Leben zeigen viel mehr und man muss sich auf einiges gefasst machen.

Misa redet kaum mit ihrem Vater, beide verbindet nur der kleine Schrein die sie haben für die tote Mutter, doch warum sie mit ihrem Vater redet, erfahren wir erst später im Film. Unter Tränen erzählt uns Misa was alles passier ist, wir haben es vorher schon gesehen in eine Rückblende, dabei geht der Film schonunglos Offen damit um. In anderen japanischen Film, würde man die Probleme nie so offen Aussprechen. Es ist aber auch ein Teil ihres Idol Lebens, sie hat eine Geschichte, welche die Fans bewegen soll und sie beliebter machen. Es ist auch Kalkül drin. Zu der Idol Welt in Noise aber etwas später mehr. Sie arbeitet auch in einen Massagesalon und es ist einer dieser sehr zwielichtigen. Es gibt zwar kein Sex, denn das wär nicht erlaubt. Es gibt aber anders, von Ohrfeigen bis hin zu engen Umarmungen und küsse durch Frischhaltefolie.

Interessant ist, dass sich Noise auch immer wieder viel Zeit nimmt für die anderen Charaktere und man merkt auch, dass der Vater von Rie in Misa sowas wie seine Tochter sieht und sich wahrscheinlich angezogen fühlt von den Auftritten.Rie dagegen ist fast schon ein typisches Teenager Mädel, was aber auch einige Probleme hat und wahrscheinlich ohne Mutter damit klar kommen muss, das ihr Vater die einzige Bezugsperson ist und er versucht alles. Sie kommt mit dem Leben nicht klar in dem sie lebt und ihre letzten Schritte führen sicherlich auch in keine Rosige Zukunft. Ken sein Drama ist auch eins was unter die Haut geht und die Probleme die er hat. Einfach verlassen werden von der Mutter und mit ihren Problemen alleine sein.

Die Idolwelt in Noise

In Noise werden die Idols zwar nicht als Böse dargestellt, sondern sind ein Teil von dem Leben der Charaktere aber man bekommt nicht nur die schönen Seiten zu sehen. Man bekommt ein sehr realistisches Bild dieser Industrie. In Japan gab es in den vergangenen Jahren einen neuen Boom an Underground Idols und dieser hält auch immer noch an. Man kann den Aufstieg und Fall von einigen Gruppen auch im Westen sehr gut beobachten. Im Film selbst ist Misa die beliebteste der Gruppe und hätte sicher eine gute Zukunft, wär da nicht ihr Manager und die Probleme die er so hat. Er lässt Misa auch in den Massagesalon arbeiten. Viele Idols haben noch Nebenjobs, nur nicht so fragwürdige. Manche sind auch noch Schülerinnen. Es ist eine Welt für sich mit vielen Regeln.

Man bekommt in Noise aber einen guten Einblick in diese Welt, auch was nach dem Konzert passiert und die Fans die Idols treffen für Fotos, Händeschütteln oder Chikis. Das bekommen wir mit. Die Gruppe LUUKA wurde für den Film ausgedacht, steht aber sehr deutlich für die vielen die es wirklich gibt. Eine Idol Gruppe die jetzt auch international erfolgreicher wird ist Necronomidol und diese haben sogar einen kleinen Auftritt im Film. Man sieht ein Stück ihres Auftrittes und wie sie den Song Skulls in the Stars performen. Hier sieht man dann sehr deutlich, dass Noise auch an Originalschauplätzen spielt.

Optik

Noise wirkt fast wie eine Dokumentation, es gibt immer Szenen die reingeschnitten werden und die uns über das Massaker von 2008 informieren oder Menschen auf der Straße werden gefragt was sie davon halten. Dazu kommt das viele Szenen immer am Stück gedreht werden und die Kamera in diesen One Takes meist auf Distanz geht. Doch nach und nach kommt sie auch näher und so sind wir nah dran an dem was passiert. Das fühlt sich immer wieder sehr unangenehm an, denn wir haben keine Distnaz zu dem was passiert und erleben das Drama hautnah mit. Das zieht einen runter und lässt das ganze so realistisch wirken. Es gibt auch keine Auflösung oder die Kamera schwenkt weg, wir sind dabei und das wird richtig schlimm wenn Misa zu einen neuen Produzenten muss. Hier sieht man die Schattenseiten der Idolwelt sehr deutlich und wir können nicht weg schauen und müssen eine Rettung hoffen.

Auch sieht man Noise an, dass man hier wirklich in Tokyo gedreht hat, die Neonlichter der Nacht und die Schauplätze kann man wieder erkennen, dazu die kleinen Clubs wo die Idols auftreten. Es sind Orte die es wirklich gibt, man merkt auch wie sehr man versucht uns Akiba deutlich zu zeigen und man uns versucht deutlich zu machen, wie schmerzvoll dieser Ort für die Charaktere ist.

Fazit:

Noise ist ein uangenhmer Film, der noch lange nachwirkt. Als Zuschauer erlebt man ein sehr realitischer Drama über Menschen die in einer Welt voller Probleme leben aber hier gibt es keine Rettung. Wir sehen den alltäglichen Kampf der Charaktere. Dabei erfahren wir sehr viel über sie. Ein kleines Meisterwerk über ein Thema was man selten anspricht.

Noise

Movie title: Noise

Director(s): Yûsaku Matsumoto

Actor(s): Kokoro Shinozaki

  • 9/10
    Handlung - 9/10
  • 9/10
    Schauspiel - 9/10
  • 10/10
    Regie - 10/10
  • 10/10
    Anspruch - 10/10
9.5/10

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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