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FIlmkritik

Wild Zero

Guitar Wolf sind Legenden des japanischen Garage Punk und was tut man mit so einem Status? Man fliegt nach Thailand mit ein paar Schauspielern und einem Regisseur und produziert einen Zombiefilm, das war 1999 der Fall und das Produkt nennt sich Wild Zero. Wahrscheinlich einer der Spielfilme die damals auch etwas internationaler bekannter wurden, weil sie entweder alle Guitar Wolf kannten oder weil gerade die Welle los ging mit blutigen japanischen Filmen. Doch dieser hier ist viel mehr, denn er hat den Geist des Garage Punk und will die Message verbreiten, das wir uns alle Lieben sollen. Also etwas sehr Postives. Dabei bekommt man natürlich kein anspruchsvolle Meisterwerk, sondern einen lauten und schnellen Film, der ganz Klar das lebt wofür Guitar Wolf stehen.

Die Handlung dreht sich um den Rock n‘ Roll Fan Ace, welcher auf ein Konzert von Guitar Wolf geht, damit er danach die Band treffen kann und sehen will wer der größe Typ im Rock n‘ Roll ist. Zur selben Zeit fällt ein Komet in die Nachbarstadt und scheinbar wollen auch Aliens die Erde angreifen. Als Ace nach dem Konzert zu Guitar Wolf will, landet er in eine heiklen Situation. Denn es gibt gerade Probleme mit Captain dem Manager des Ortes des Konzerts. Doch Ace kann Guitar Wolf retten, so wird er und der Sänger Guitar Wolf Rock n‘ Roll Blutsfreunde. Alle machen sich auf. In der nächsten Stadt trifft Ace an einer Tankstelle auf Tobio, doch auch hier gibt es Probleme. Doch die sind schnell vergessen, denn immer wieder Zombies tauchen auf.

Man merkt schnell, dass Wild Zero sich und seine Handlung auch nicht so ernst nimmt. Denn Guitar Wolf steht über allem und ist unschlagbar. Außer man braucht es gerade für die Handlung. Dazu kommt das sie immer wieder Musik spielen und auch sonst hört man viel von anderen japanischen Garage Punk Bands, welche bekannt sind in der Szene. So bekommt man einen sehr wilden Trip geboten.

Liebe und Rock n‘ Roll sind das wichtigste in der Welt von Wild Zero!

Das man Weltoffenheit nicht erst im Jahr 2015 erfunden hat, sollte jedem klar sein. Schon im Jahr 1999 prädeigt Guitar Wolf in Wild Zero, dass die Liebe keine Grenzen, Nationalitäten oder Geschlechter kennt und damit hat er recht und das zeigt auch sein Film immer wieder. Denn es ist ein schwerpunkt des Films. Alleine die Geschichte rund um Ace und Tobio. Denn sie sprechen kaum miteinandern, sie sehen sich und hier ist es Liebe auf dem ersten Blick und Ace tut alles um sie zu bekommen. Auch wenn er da erst einen Arschtritt von Guitar Wolf braucht. Doch dann kämpft er sich durch Horden von Zombies, bekommt hilfe von der Band Guitar Wolf und findet Tobio wieder. Alles bekommen wir zu sehen bei Wild Zero. Dabei nimmt die Handlung aber durchaus einige umwege. Zwar ist Ace die Hauptfigur aber irgendwann, rücken dann doch Guitar Wolf, Drum Wolf und Bass Wolf in den VOrdergrund der Handlung.

Denn Wild Zero lebt auch den Rock n‘ Roll, wir sehen die Band und auch Ace die natürlich genauso aussehen als ob sie gerade aus den 50er oder 60er kommen, genau die Zeit welche vom Garage Punk gelebt wird und geliebt wird. Es ist nicht so eine typische Rockabilly liebe, obwohl die auch der Szene vorkommen kann. Man ist wilder und freier und das zeigt die Handlung auch. Wo sonst kann ein paar zusammen kommen, welches zu Zombies wurde? Wo ist der Böse ein Type, der sehr merkwürdige Perrürcken trägt und sehr enge Hotpants. Dabei aber viele Waffen bekommt. Selbst ei paar Yakuza tauchen kurz auf um Waffen zu kaufen. Der Weltuntergang ist hier kein Thema, er passiert einfach und lässt die Nacht zu etwas besonderen werden.

Am Ende fahren Guitar Wolf sogar in den Sonnenaufgang. Also mehr Rock n‘ Roll geht kaum in der Handlung. Dabei merkt man aber auch sehr deutlich die schwächen. Denn nicht immer funktioniert alles so gut, zwar sind die Figuren interessant aber die Haupthandlung rund um Ace wird irgendwann so egal, weil Guitar Wolf alles übernehmen.

Zombies, Thailand und mehr Guitar Wolf

Es ist ein Film mit Guitar Wolf und wahrscheinlich auch viel von. Denn anders kann das alles nicht erklären. Die drei Musiker spielen sich selbst und sind die übermächtigen Helden im Film. Das zeigt aber auch, dass Wild Zero sich nicht wirklich ernst nimmt. Denn als Zuschauer wird uns schnell klar gemacht, dass diese drei und vor allem Guitar Wolf alles können und niemand kann sie aufhalten. Das funktioniert sogar erstaunlich gut, wir nehmen es einfach, weil sie so extrem Cool sind und den Rock n‘ Roll leben und denn wichtigen Stellen das richtige sagen.

Da man aber für den Film nicht so viel Geld hatte, flog man halt nach Thailand und dreht dort alle Szenen, so ist die Schauspielerin Tobio auch aus Thailand und sprach kein japanisch. Was man im Film auch merkt, wurde sie synchronisiert und schaut immer so, als sie kein Plan hat was hier gerade abgeht, das passt aber auch perfekt zu ihrem Charakter. Sie ist auch die einzige, welche kaum etwas mit Guitar Wolf zu tun hat. Ansonsten hat man wohl auch gleich mal das tahiländische Militär genutzt und sie Zombies spielen lassen.

Die Zombies sehen in Wild Zero aus wie eine Hommage an Romereo und Dawn of the Dead. Man erwähnt auch seine Filme aber keiner der Charaktere hat sie geschaut aber man kennt sie. Das ist interessant, auch hier bricht man mit dem Genre, den Figuren ist bewusst, dass sie in einem Genrefilm sind und darüber und reden darüber.

Optik

Sieht man Wild Zero so merkt man schnell, dass man hier wohl einen Film drehen wollte und nicht viele Mittel hatte. Denn so sieht das produkt auch aus. Obwohl der Farbton perfekt zur Musik passt, auch wenn diese etwas bräunliche heute echt nicht mehr gut ankommt, bei Wild Zero funktioniert es. Auch sieht man bei Schnitt, dass man halt einen Film vor sich hat. Es gibt zwar ein paar nette Ideen mit der Herzablende aber ansonsten ist es ein Spielfilm der zeigen soll wie Cool Guitar Wolf sind. Denn die Konzert aufnahmen sind gut gemacht und vermitteln auch ein tolles Live gefühl.

Ansonsten sind die Locations von Wild Zero gut gewählt und es fällt nicht so sehr auf das es Thailand ist aber es sieht auch nicht so sehr nach Japan aus. Man hat eher das Gefühl in einem unbekannten Land zu sein, wo alles möglich ist. Die Sets die wir sehen sind gut, zwar wirkt manches dann doch etwas merkwürdig. Eine verlassen Stadt, wo man einfach auch mal mit Raktenwerfer ein Haus kaputt macht und dann gibt es da noch die Tankstelle, die scheinbar wirklich wichtig für den Film ist. Hier treffen sich alle irgendwann einmal.

Fazit:

Wild Zero ist ein sehr unterhaltsamer Film der den Garage Punk lebt und zeigt wie Cool Guitar Wolf sind. Dabei kommt leider die Handlung immer wieder zu kurz, das kann man aber verschmerzen, die Botschaft des Films ist eine gut und immer noch wichtige, denn die Liebe und Rock n‘ Roll werden die Welt in den Frieden treiben.

 

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