China Swordsman

Zwei Jahre nach dem Erfolg von Meister des Schwertes, kam in die Kinos von Hongkong die Fortsetzung. Die heißt international Swordsman 2, doch der deutsche Verleih dachte sich wohl, dass man es irgendwie genauer definieren muss, so heißt er bei uns China Swordsman, erst mit der DVD Veröffentlichung von E-M-S wurde der Film richtig betitelt. Der Name ist aber nicht das einzige was änderte, während hinter der Kamera Tsui Hark immer noch Produzent war und Ching Siu-Tung die Regie übernahm, wurde der Cast ausgewechselt, so spielt Jet Li hier die Hauptrolle. Das macht ihn auch schon zum Liebling einer Internet Kritiker und Fans. Im Grunde erzählt man die Handlung des ersten Teils aber weiter und baut mehr spirituelle und übernatürliche Elemente mit ein. Die Frage ist also die, ist der erfolgreichste Film Hongkongs im Jahr 1992, heute immer noch ein Highlight oder nicht mehr?

Die Handlung spielt ein Jahr später und Ling ist auf den Weg in die Berge um dort ein friedliches Leben zu führen, zusammen mit kleine Schwester. Doch auf den Weg dahin treffen sie auf eine mysteriöse Frau in Rot. Als sie bei einer Herberge ankommen und feststellen, dass die Anführerin des Sonne Mond CLans entführt wurde und viele Menschen sterben mussten. Macht sich Ling auf heraus zu finden was passiert ist. Sie treffen auf alte Clans Freunde. Die Frau in Rot entpuppt sich als Dong Fang, welche einen ganz anderen Plan durchführen will, sie sucht nach einer Schriftrolle. Als Ling dann aber Yingying retten kann, erfährt er, dass ihr Onkel ihren Vater Meister Wu entführt an, so macht sie die Truppe auf den Vater zu befreien.

Mit China Swordsman hat man eine gute Fortsetzung bekommen, welche eine neue Geschichte erzählt, man erfährt wie immer nicht so viel neues über einige Charaktere, dafür gibt es aber auch viele neue Figuren im Film. Dazu dreht man bei der Action noch etwas mehr auf. Dazu kommt noch mehr Fantasy Elemente und man baut auch den Buddhismus mit ein, was man in vielen Szenen deutlich merkt.

Märchenhaftes Abenteuer in China Swordman

Fortsetzungen können bei der Handlung viele Probleme haben, denn man will zwar nicht den ersten Teil kopieren aber man muss dem Publikum auch etwas bieten was man kennt. Bei China Swordsman wird uns erklärt, was in der Welt passiert und in den einem Jahr schein viel los gewesen zu sein, Ninja, Samurai und Shoguns sind in das Land eingefallen und dazwischen tobt noch ein Krieg. Unsere Helden sind unbeteiligt und haben eine lange Reise hinter isch. Ling trinkt nur noch Wein und kleine Schwester begleitet ihn. Da wir beide Charaktere schon aus den ersten Teil kennen, brauchen diese keine Einführung. Der einzige Unterschied ist, sie sehen anders aus, weil es andere Schauspieler sind. Dazu gibt es keine Kommentare, viel mehr scheint es auch egal zu sein. Ling verliebt sich auch in die Frau in Rot. Dabei steht auch kleine Schwester auf ihn und auch die Yingying.

Die ganze Handlung wirkt auf den ersten Blick sehr komplex und kann einen als westlichen Zuschauer auch schon förmlich erschlagen. Denn wir werden einfach in das Geschehen reingeworfen. Treffen immer wieder Figuren aus dem ersten Teil, dazu gibt es aber auch neue Charakter. Hier merkt man dann sehr deutlich, dass China Swordman, doch ernster ist und man zwar wohl sehr typisch für Hongkong und China ein Märchen erzählen will. Dabei benutzt man aber auch sehr oft die Symbolik des Buddhismus und so wollen einige Charaktere meditieren oder in die Berge gehen und ihren Frieden finden. Wir haben sogar einen Zen Garten und hier auch böse Mönche. Dazu dann auch das Spiel mit Ying und Yang und ein Charakter wird durch einen Fluch zu einer Frau, hat aber immer noch eine männliche Stimme am Ende wandelt sich das, durch Training, einer Schriftrolle und wohl anderer Dinge.

Es ist aber auch noch die typische Wuxia Geschichte und wir haben sogar einen Helden der nicht mehr kämpfen will aber es muss. Es gibt also auch viele Konflikte und die Gefühle sind aufbrausend. Das sieht man schon in der ersten Szene hier herrscht viel Wind, was die Charaktere aber ignorieren. Es zeigt viel mehr, dass es ein Ort ist wohl sehr viele aufbrausende Dinge passieren, im Finale gibt es den Ort wieder und immer noch weht der starke Wind.

Action

War bei Meister der Schwesters die Schwerkraft schon kaum ein Hindernis, so ist sie es bei China Swordsman egal. Hier können Charaktere durch die Luft springen und schweben, ihre Schläge mit dem Schwert haben so viel Kraft, dass sie ein Pferd zerteilen können. Man merkt wirklich, wir sind in der Hochphase des neuen Hongkong Action Kino, die Realität hat man vor der Tür gelassen und man zeigt einfach das was die Kreativität her gibt und so wird man als Zuschauer mit wunderschönen Kampfkunstszenen belohnt. Dazu hat alles auch eine gewisse Härte in manchen Szenen und immer wieder sieht man deutlich, wer hier die Oberhand hat in einem Kampf.

Man sieht auch sehr viele Szenen, wo die Figuren ihre Kräfte nutzen ohne einen Gegner zu berüheren, das schaltet diese aus. Man zeigt hier wie Stark jemand ist und sein Ki beherrscht. Auf der anderen Seite hat man aber auch Szenen wo der Buddhismus noch deutlicher wird, wenn Ling nicht kämpfen will aber muss. Er durch lebt hier auch einen Konflikt und das merkt man seinen Kampfstil auch an. Dabei ist er wohl der beste Schwertkämpfer des ganzen Landes und niemand kann ihn das Wasserreichen. Das merkt man auch im Finale, wenn er aber auch seine Entscheidung wieder bereut.

Optik

Man sieht dem Film deutlich an, dass man hier versucht auf den Look des Vorgängers zu achten. Denn China Swordsman ist immer noch eine Fortsetzung. Dennoch bekommen wir andere Settings geboten und die Festung zeigt das am Anfang auch schon deutlich. Hier ist auch die Bildsprache sehr deutlich, es ist kein schöner Ort, man fühlt sich als Zuschauer auch Unwohl. Wir kommen dorthin aber auch immer wieder zurück und lernen kennen was sich im Keller befindet. Hier ist es düster und was bedrohliches lauter in einer Zelle. Die Auflösung was drin ist, ist auch der Auftakt für den dritten Akt. Davor erleben wir aber viele prachtvolle Kostüme und Sets. Man merkt die Mühe die man hier in den Film gesteckt hat.

Optisch legt man noch eine Schippe oben drauf, wie schon bei der Action angedeutet, ist hier alles möglich und das zeigt auch die Kamera sehr deutlich, wenn eine Blutfontäne jemanden entgegen spitzt aus dem Off und wir einen Charakter dann sehen, wo das Blut aus der Wunde läuft. Man übertreibt auch gerne. Ansonsten sind die Bilder gut eingefangen und man erzählt die Geschichte auch viel durch die Bilder, wie im asiatischen Kino üblich.

Fazit:

China Swordsman ist eine gelungene Fortsetzung, die viel Action bietet. Dazu eine sehr reife Fantasy Handlung, man baut auch etwas Buddhismus mit in den Film ein. Auch wenn alle Schauspieler ausgetauscht wurden, manchen sie ihren Job gut, dazu hat man Jet Li in der Hauptrolle. Wuxia Kino vom feinsten.

China Swordsman

Movie title: China Swordsman

Director(s): Ching Siu-Tung

Actor(s): Jet Li, Brigitte Lin, Rosamund Kwan, Michelle Reis, Waise Lee, Candice Yu, Fennie Yuen, Lau Shun, Yen Shi-Kwan, Chin Kar-Lok, Cheung Kwok-Leung, Andrew Kam

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
7.2/10

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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