In der Filmhistorie gibt es ein paar Filme, wo der Hauptdarsteller ein und denselben Tag immer wieder erleben muss. Dabei geht es als Komödie oder extrem Komplex wie Timecrimes, wo auch noch Zeitreisen dazu kommt. Es ist eine extreme Situation und bietet immer viel Raum für Spannung. Selten aber erleben mehre Personen diesen einen Tag immer wieder, im Videospielbereich hat man das bei Akiba’s Beat. Doch bei Filmen muss man schon sehr genau suchen, einer dieser Film ist A Day aus Südkorea. Hier haben diese Situation und man versucht daraus eine Handlung zu basteln. Das asiatische Land hat sich in den vergangenen Jahren oder verganen Jahrzehnten in die Herzen vieler Filmfans gespielt. Denn man zeigt ein Kino das anders ist und zeigt auch viele Genrefilme, von RomCom Highlights, bis hin zu Live Action Filmen von Mangas ist alles dabei.

Die Handlung dreht sich um den Weltberühmten Arzt Kim Joon-young, dieser ist auf dem Heimweg und will endlich seine Tochter Eun-jung wieder sehen. Doch in seiner Welt gibt es viele Termine, seine Tochter ist sauer, dass sie immer versetzt werden. Doch an diesem Tag wollen sie sich treffen, denn Kim hat viel gut zu machen, er hat ihren Geburtstag vergessen. Als Kim Joon-young an den Treffpunkt ankommt, sieht er einen Unfall, ein Taxifahrer der schwer verletzt ist und auf dem Rücksitz liegt eine tote Frau. Ein paar Meter weiter weg, liegt seine Tochter, sie ist tot und schon beginnt der Tag von neuen. Immer wieder muss Kim diesen Albtraum erneut erleben. Schnell trifft er auf Krankenwagenfahrer Lee Min-chul, beide wollen diesen Unfall verhindern, die Frau von Lee ist die tote Frau von dem Rücksitz. Doch irgendwas stimmt nicht und scheinbar gibt es noch eine dritte Person die diesen Tag immer wieder erlebt.

Südkorea und seine Filme, als Zuschauer von asiatischen Filmen ist man ja das Drama gewohnt, vor allem weil man alles mit den Bildern erzählt, dieses Land übertreibt aber ab und an etwas, auch bei A Day spürt man das immer wieder sehr deutlich. Dazu ist der Film auch sehr typisch etwas unterkühlt und zieht nach einem temporeichen Start die Handbremse an.

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A Day und das Drama was sich wiederholt

Das Problem bei Zeitschleifen ist, dass wir als Zuschauer mitdenken müssen und genauso wie der Charakter versuchen heraus zufinden was los ist. Es das Rätsel des Films, am Ende muss es dann eine Lösung für diesen Konflikt geben. Da man bei A Day sich entschieden hat gleiche mehre Charaktere den einen Tag immer wieder zuerleben, muss es eine Gemeinsamkeit geben und hier nimmt der Film schnell die Spannung weg, denn man erzählt uns sehr Früh, man beginnt mit Tempo und wir erfahren schnell das es noch eine dritte Person gibt und diese ist scheinbar der Böse im Film, also geht es um die Frage nach dem Warum. Das passiert schon nach 30 Minuten und hier geht der Handlung dann auch erst mal die Luft aus.

Wir lernen Kim als erstes kennen und sehen diesen Tag auch immer wieder aus seiner sicht, schnell kommt noch Lee hinzu, welcher diesen Tag auch immer wieder erleben muss. Warum diese Beiden das passiert, das verschweigt uns der Film an dieser Stelle noch und so planen Kim und Lee wie sie es schaffen das Leben von Tochter und Ehefrau zu retten. Das führt zu den typischen Handlungen, Kim wirkt dabei immer verzweifelter, vor allem am Anfang wie er versucht Zeit zu sparen. Lee geht da logischer vor und macht sich auf die Suche nach Hinweisen. Am Ende führt das zu dem Konflikt mit der dritten Person, die schnell Preis gibt, warum sie das tut und liefert auch den größten Hinweis auf das wieso dazu.

Danach dümpelt der Film leider etwas vor sich hin. Denn A Day erzählt uns genau was passiert ist, doch eine Lösung findet man dennoch nicht so schnell, wir haben erst die hälfte des Films hinter uns. Man muss aber auch zu gute halten, das noch einige Wendungen dazu kommen und am Ende wird man etwas belohnt aber sehr typisch für Südkorea, man trägt etwas zu dick auf bei dem Drama.

Die Zeitschleife

Filme die mit der Zeitschleife spielen bauen immer wieder eine eigene Theorie auf, meist wird nie wirklich erklärt wie es funktioniert, alle suchen immer nur nach den Grund dafür. Es ist immer eine Katharsis, am Ende ist der Hauptcharakter ein besserer und hat sich vom Trauma der Vergangenheit gelöst, das kann man mit Humor machen oder ernster. Dabei spielt es aber fast keine Rolle, manche Momente sind immer gleich. So versucht der Charakter am Anfang etwas anders zu machen, davor bemerkt er aber das es kein Traum war und er wirklich den Tag immer wieder erlebt, weil er eine Szene sieht die sehr prägnant ist. Hier bei A Day ist es die Szene am Flughafen wo sich ein Junge verschluckt und fast erstickt, es ist dieser Moment wo Kim klar wird, dass etwas nicht stimmt.

Dazu kommt auch der Unfall und wir sehen sehr viele Versuche wie man versucht diesen zu verhindern, es ist auch der Schlüsselmoment im Film, wo wir mehr erfahren und wie erwähnt kommt das etwas zu früh. Am Ende drückt man mit dem Versuch zu erklären warum das alles passiert sehr arg auf die Tränendrüse und baut sich so auch ein Happy End. Dabei wird aber deutlich, dass es der Ausweg ist wo alle auf einmal glücklich sind. Irgendwie passt das nicht zum restlichen Film und auch nicht zu der Stimmung und wie uns Charakter erklärt wurden.

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Optik

A Day wurde im Cinemascop Format gedreht, auch wenn das hier nicht immer so gut genutzt wird, wie man es hätte tun können. Man versucht keine großen Bilder zu zeigen. Man merkt dem Film deutlich an, dass Regisseur Sun-Ho Cho noch recht neu ist und da er auch das Drehbuch schrieb, wohl eine Vision hatte wie sein Film aussehen soll. Dabei wird aber deutlich, dass er sehr westlich arbeitet, man verzichtet immer wieder auf die typische Bildsprache die es sonst in Südkorea gibt, zwar spielt man das Drama immer noch sehr stark aus und es wird melodramatisch am Ende. Doch andere Szenen wirken wie ein typischer Genrefilm aus Hollywood. Das ist nichts schlechtes, so hat das westliche Publikum weniger Probleme die Szenen zu lesen. Obwohl hier und da merkt man dann immer noch sehr deutlich, dass wir in Südkorea sind, wenn alles etwas unterkühlt wirkt.

Ansonsten sieht man den Film an, dass es ein moderner Film ist und die Tochter von Kim wohl keine Sorgen machen muss um Geld, sie hat das neuste Smartphone und auch Beat Kopfhörer, ihre Freunde scheinen auch aus reichen Haus zu sein. Dazu hängt sie nach der Schule in einer Spielhalle ab und spielt ein Shooter. Sie ist ein normales Mädchen. Wie wichtig sie für die Handlung wird, merken wir auch schnell. Ansonsten spielt der Film durch die Thematik immer wieder an denselben Orten und wir sehen Szenen die sich wiederholen, manche ändern sich dann etwas und wir müssen auf die Details achten.

 

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Fazit:

A Day ist ein interessanter Beitrag für das Zeitschleifen Genre, da hier mehre Charaktere den Tag immer wieder erleben. Dabei verschießt der Film aber auch schnell sein Pulver und so kommt es im zweiten Akt etwas Langeweile auf. Ansonsten wird man gut unterhalten und Spannung gibt es auch immer wieder. Am Ende drückt man zu sehr auf die Tränendrüse und bringt das typische Meleodrama, ansonsten ist der Film sehr unterkühlt, wie man es aus Südkorea gewohnt ist.

A Day

Movie title: A Day

Director(s): Sun-ho Cho

Actor(s): Myung-Min Kim, Yo-han Byeon, Hye-Sun Shin, Eun-hyung Jo, Hee-Jung Han, Ji Kyu Im, Yuha Lee, Jae-myung Yoo

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
7.3/10

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