1993 ein Jahr nach dem China Swordsman der erfolgreichste Film Hongkongs des Jahres 1992 war, entstand und erschien der dritte Teil der Reihe. Wieder mit einem anderen Hauptdarsteller, dieses mal ohne Jet Li und anderen Darstellern, einzig Brigitte Lin kehrt zurück für den Film. Ansonsten hat man neue Schauspieler und Charaktere, also bleibt man sich hier auch etwas treu. Hinter der Kamera ist alles gleich geblieben, Tsui Hark fungiert wieder als Produzent und Ching Siu-Tung führt wieder Regie hat hier aber Hilfe von Raymond Lee. Geändert hat sich also nicht viel, man versucht das bekannte Muster der Vorgänger bei zu behalten. Dennoch kam der Film bei den Kritikern nicht so gut an, was merkwürdig ist. Denn im Grunde bekommt man genau das was auch die Vorgänger schon zeigten, auch wird die Handlung gern als Konfus und wirr bezeichnet. Warum das nicht stimmt, erfahrt Ihr hier nun in den folgenden Zeilen.

Die Handlung setzt Jahre später nach dem Ende von China Swordsman an, Asia ist verschwunden und man hält sie für tot. Die Spanier wollen auch China erkunden und erobern, dabei haben sie auch hilfe von den Japaner. Als Gu Cheong Fong mit den Spaniern, die ale Festung von Asia besucht, ist er überrascht. Denn sie scheint noch zu Leben und will in der Einsamkeit bleiben. Doch schnell merkt sie, dass ihr Land sie doch braucht. So macht sie Asia die Unbesiegbare mit Gu auf China neu zu entdecken. Zur selben Zeit, tobt auf dem Meer ein Krieg, ein Schiff mit einer anderen Asia kämpft gegen die Japaner und Spanier. Als Gu dort an Board landet, taucht die echte Asia auf und die falsche entpuppt sich als ihre ehemalige geliebte Snow. Asia will nur noch Rache und Gu muss sich für eine Seite entscheiden.

Bei China Swordsman II bekommt man wirklich genau das zu sehen was man schon aus dem zweiten Teil kennt. Doch dieses mal ist es eine Dreiecksbeziehung und die Liebe rückt noch stärker in den Mittelpunkt. Denn es dreht sich alles um Gu, Snow und Asia. Dabei kommt noch die Rache dazu und natürlich sehr viel WireFu. Somit hat man einen würdigen Abschluß für die Trilogie.

China Swordsman II und die Liebe

Schon bei China Swordsman drehte es sich um die Liebe, doch dieses mal legte man noch etwas drauf. Denn in China Swordsman II geht es gleich um drei Menschen die sich Lieben, da wär Asia die am Anfang auch Gefühle für Gu entwickelt und scheinbar dadurch wieder friedlicher wird, bis sie sieht was die Menchen in ihren Namen machen. Das ist auch der Teil der Handlung der sehr stark an einen Gott erinnert, welcher mit ansehen muss was die Menschen in seinen Namen tun. Asia reagiert hier mit Wut und tötet alle und sie will Rache an allen die ihren Namen benutzen. Sie hat die Liebe in diesem Moment verloren und auch Gu. Dieser landet auf dem Schiff der falschen Asia, welche Snow ist, einst eine geliebte von Asia, welche nun so tut als wär sie ihre Geliebte. Gu erkennt aber schnell das sie nicht Asia ist aber das sie viel gemeinsam haben, hier entwickelt sich auch eine Liebe zwischen den Beiden.

Als die echte Asia auftaucht und sich auch erst an Snow rächen will, merkt sie aber dass sie immer noch Gefühle für sie hat. So verwundet sie Snow nur aber auch Gu ist stark verletzt. Beide haben nicht mehr viel Zeit und ein Kampf könnte der tot für beide bedeuten. Mit diesem Konflikt zeigt China Swordsman II dass man auch ein Drama in einer Fantasywelt erzählen kann, wo es um Liebe geht und hier es egal ist wer sich liebt. Dabei bedeutet diese Liebe aber auch das Ende für die Charaktere. Denn Gu wird um Snow kämpfen. Nebenbei gibt es noch Probleme mit Japanern und Spaniern. Dies ist aber nur ein kleiner Teil und man baut hier Asia auch etwas zu einem Antihelden auf, wenn sie die Japaner austrickst.

Das typische Gut und Böse gibt es in China Swordsman II nur bei den Nebencharakteren, denn Asia ist nicht wirklich Böse, man kann verstehen warum sie so reagiert. Auch das Gu gefühle für Snow entwickelt und sie retten will. Die anderen Feinde in Form der Japaner und Spanier, sind zwar immer noch sehr Stereotypisch aber hier gab man sich etwas weniger Mühe sie zu zeichen. Sie dienen auch nur dazu um die Handlung etwas mehr voran zu treiben. Die sehr geradlinig ist und nicht verwirrend, alles ist sehr langsam und ruhig aufgebaut. Der Konflikt zwischen Gu, Asia und Snow steht immer im Mittelpunkt.

Action

Auch bei China Swordsman II bekommt man wieder sehr viel WireFu Action geboten, dieses Mal sogar noch extremer als in den Teilen davor. Hier fliegen die Charaktere über Wasser oder durch Bäume. Die Spanier können das nicht, man erklärt es ihnen auch. Denn es können nur Menschen die ausgebildet sind in Kung Fu und dazu unglaubliche Willenskraft haben, denn so ist die Schwerkraft einen egal. Man versucht hier also wirklich, das Schweben und Fliegen der Charaktere zu erklären, vielleicht auch ein kleiner Seitenhieb auf die westliche Welt, die mit dieser Art von Action vielleicht damals noch nicht viel Anfangen konnte und sich wunderte was da alles passierte. Denn hier sieht man so einiges.

Alleine das Finale hat es in sich, doch auch schon vorher sieht man wieder Martial Arts Szenen, die definitiv ins Fantasygenre passen. Typische Schwertkampfszenen gibt es hier nicht mehr. Asia und Snow nutzen die fliegenden Nadeln und andere Szenen sind dann doch etwas kürzer wo normale Waffen zum Einsatz kommen. Irgendwann reichen Handbewegungen um Gegner zu erledigen oder Dinge fliegen zu lassen. Im Finale können sie dann auch Schiffe bewegen. Es wird Spektakulär, anders kann man China Swordsman II nicht beschreiben.

Optik

Auch bei China Swordsman II nutzt man wieder die typische asiatische Bildsprache, dieses Mal gibt es aber weniger die typische Symbole des Buddhismus, sondern viel mehr wohl eher Religion im Allgemeinen. Denn Asia ist nichts anders als eine Metapher für einen wütenden Gott. Der auf die Erde zurück kommt und merkt, dass man in seinem Namen viel Unsinn betreibt. Das zeigt sich sehr deutlich, als ein Mann behauptet er spreche für Asia und seine Anhänger glauben ihn, hier taucht Asia auf und wird wütend. Das Menschenopfer will sie verhindern, doch alles ist zu spät. Der Anführer merkt nicht mal wen er hier vor sich hat. Es zeigt hier deutlich, dass die Figur von Asia mehr ist als nur eine Legende. Es zieht sich durch den Film, dass es Nachmacher gibt, sogar ihre Geliebte. Auch ist es  wohl angelehnt an Ying und Yang, denn Asia war einst ein Mann und ist nun eine Frau. In ihr ist nicht alles Böses, es gibt noch etwas Gutes, Gu ist genau das Gegenteil. Dazwischen ist Snow.

Ansonsten bekommt man die typischen Kameraeinstellungen eines Films aus Hongkong aus dieser Zeit geboten, es gibt schräge Aufnahmen, es weht wie immer viel Wind, wenn die Situation sich aufbraust. Auch viele Close Ups der Gesichter, Man nutzt auch viele Weitwinkel Aufnahmen, alles soll groß wirken, auch die Bauten sind gelungen. Auch wenn man ab und an merkt, dass es nur Miniaturen bei den Schiffen sind, so fängt man das gut ein. Alleine die Idee mit dem U-Boot bei den Japanern ist eine nette Idee, welche den Film noch mehr ins Fantasygenre packt.

Fazit:

China Swordsman II ist ein würdiger Abschluß der Trilogie, welcher eine tragische Dreiecksbeziehung in einen WireFu Film einbaut. Man bekommt eine tolle Handlung geboten und wirklich spektakuläre Actionszenen.

China Swordsman II

Movie title: China Swordsman II

Director(s): Ching Siu-Tung, Raymond Lee Wai-Man

Actor(s): Brigitte Lin, Joey Wong, Jean Wang, Yu Rongguang, Lau Shun, Eddy Ko, Lee Ka-Ting, Yuen King-Tan, Yen Shi-Kwan

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
7.2/10

 

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