Die Geschichte wie die Erde entstand ist ja eindeutig, es war der Urknall und dann Millionen von Jahren später sind wir nun hier. Es gibt aber auch da noch die Gläubigen, die daran glauben, dass ein Gott die Welt geschaffen hat. Daraus entstand ein dickes Fantasiebuch, welches viele Geschichten erzählt, die leider viele Menschen zu ernst nehmen. Auch in Japan gibt es Christen, man denke nur an Love Exposure. Doch in der Manga und Anime Welt findet man das seltener, es gibt sie aber auch. Schon in den 1990ern entstand der Manga Angel Sanctuary, dieser bekam 2000 3 OVAs spendiert, Also drei Folgen die direkt auf VHS fürs Heimkino veröffentlicht wurden, meist gibt es diese als Beilage für den Manga dazu. Diese drei Episoden schaffen es sogar Anfang der 2000er nach Deutschland, als auf Vox noch Animes gezeigt wurden und dann etwas später lief der Anime auch auf Viva.

Die Handlung dreht sich um Setsuna, er ist eigentlich ein ganz normaler Schüler, doch wär da nicht seine Liebe zu seiner Schwester Sara. Denn er ist verliebt in sie und scheinbar liebt sie ihn auch, dieses Tabu wollen beide heimlich ausleben, doch die Welt scheint gegen sie zu sein. Denn in Setsuna lebt die Seele des Engels Alexiel, dieser hatte sich gegen Gott aufgelehnt und die Dämonen beschützt die von den Engel einfach getötet wurden. Doch die Engel bekommen dies mit und wollen Setsuna umbringen und verhindern das Alexiel wieder zum Leben erwacht. Die Dämonen wollen aber das Alexiel wieder aufersteht. So beginnt ein Kampf auf Leben und tot in Tokyo.

Nach den drei OVA Folgen von Angel Sanctuary merkt man, dass man noch sehr am Anfang der Handlung des Mangas ist, vor allem scheint es wirklich nur ein Bruchteil der epischen Geschichte zu sein. Dabei bekommt man aber auch sehr mit, wie kritisch der Anime ist und das man sich hier zwar beim christlichen Glauben bedient aber es kommt auch eine menge eigener Ideen drin vor.

©Kaori Yuki / Hakusensha “Angel Sanctuary” Committee

Angel Sanctuary und der ewige Kampf Gut gegen Böse

In unserem Leben wird uns an irgendeinen Punkt erzählt, dass die Engel die Guten sind und die Dämonen die Bösen. In der Popkultur und den Filmen wird das gern auf den Kopf gestellt. Engel müssen nicht immer die Guten sein. Auch bei Angel Sanctuary gibt es kein Gut oder Böse im eigentlichen Sinne. Viel mehr nutzt die Handlung die Grautöne um die Charaktere zu zeichnen. Alleine schon Setsuna, welcher seine Schwester Sara liebt und somit Inzest begehen will und für einem Moment in den drei Folgen sogar glücklich zu seinen scheint mit ihr. Er macht etwas, was auf der ganzen Welt, außer in eigenen Königshäusern, ein Tabu ist. Somit haben wir einen Hauptcharakter, der wie ein Antiheld wirkt, doch durch diese Tabu auch schwer charmant wirken kann. Man macht es dem Zuschauer also schwer.

Die Engel sind die Bösen und das merkt man auch sehr deutlich. Sie wollen Setsuna um jeden Preis töten. Dazu verkaufen sie auch Drogen, die Menschen zu Golems machen. Wir erfahren auch, dass sie im Kampf gegen die Dämonen auch Unschuldige getötet haben. Das ist auch der Grund warum sich Alexiel gegen Gott und ihren Bruder aufgelehnt hat und wollte die Dämonen beschützen. Diese Grausamkeit findet man in vielen Engeln wieder die einem im Verlauf der drei OVA Episoden von Angel Sancutary begegnen.

Am Anfang wirken auch die beiden Dämonen so, als ob sie die Bösen wären. Doch das ändert sich schnell. Es sind auch die interessantesten Charaktere des Animes, leider erfahren wir nur wenig über Beide, das ist immer wieder Schade. Man hätte gern gewusst warum beide so Leben und eindeutig Transsexuell sind. Hier haben wir auch wieder ein Thema was 1994 als der Manga entstand, sicherlich für einige noch ein Thema war, was unangenehm war. Auch 2000 als der Anime entstand, doch das ist eher ein westliches Problem. In vielen Animes gibt es Charaktere die ein anderes Geschlecht haben als man es vermuten würde.

Blasphemie, Inzest und andere Tabus

Zugegeben, wenn man nicht wirklich gläubig ist, wird man mit Angel Sanctuary wohl weniger probleme mit der Handlung haben. Dabei zeigt man hier aber wohl sehr deutlich, dass Gott nicht gut ist und die Welt dadurch einige Probleme hat. Auch wenn am Ende der Überengel Seraphita  auftacht ist nicht alles in Ordnung, es ist ein weitere Anfang und der Anfang einer Rache. Bis dahin werden die Engel als das Böse dargestellt. Es ist ein sehr starker Kontrast zu dem was man sonst sieht oder kennt. Es ist aber auch etwas was in der Popkultur danach auch mehr wurde, wenn man nur an Supernatural denkt.

Auch der Inzest ist ein Thema was sich durch diese drei Episoden von Angel Sanctuary zieht. Dabei ist Setsuna und Sara bewusst das was sie wollen flasch ist aber ihre Liebe ist größer. So groß das sie sogar fliehen und ein neues Leben anfangen wollen. Doch soweit kommt es nicht, viel mehr wird Setsuna hier auch bestraft. Es ist das einzige Mal wo Angel Sanctuary wirklich moralisch wird, obwohl man es hier auch für die Handlung braucht, die leider in animierte Form nicht weiter erzählt wird.

©Kaori Yuki / Hakusensha “Angel Sanctuary” Committee

Optik

Man sieht Angel Sancutary an, dass die OVA vor 18 Jahren entstand. Denn einiges hat sich getan bei Animes und in der ganzen Welt bei Animationen. So ist es etwas schwer, das zu beurteilen was man sieht. Damals war es aufjedenfall auf einem sehr guten Niveau und das ist der Anime immer noch. Nur ist man halt ganz anderes gewohnt, alleine schon von TV-Serien. Dennoch tat man viel um hier die Symbolik und die Geschichte zu erzählen und dafür tun die Bilder einiges, man muss nur genau hinschauen und findet immer wieder Kreuze. Sei es bei Blutspuren oder bei Schatten. Dazu sind die Zeichnung der Figuren gelungen. Alleine die Details wenn Setsuna zum Engel wird.

Auch sonst bietet der Animes einiges, so kann man es sehr gut lesen um was es gerade geht. Alleine der Moment als der Ring von Sara kaputt geht, ist ein Highlight wie man Dramatik und das nah stehende Unheil, durch einen kleinen Gegenstand andeuten kann. Es ist eine der vielen Szenen, auch die wenigen Actionszenen haben es in sich. Hier wird dann schnell mal Tokyo zerstört durch eine gewaltige Energieexplossion.

©Kaori Yuki / Hakusensha “Angel Sanctuary” Committee

Fazit:

Angel Sancutary ist ein düsterer Anime der voller Tabuthemen ist, dabei bekommt man den Anfang einer epischen Handlung erzählt. Die einiges auf den Kopf stellt und sicherlich immer noch einige Leute auf die Füße treten wird.

Angel Sanctuary

Movie title: Angel Sanctuary

Director(s): Kiyoko Sayama

Actor(s): Shin'ichirô Miki, Kenji Nojima, Yûko Miyamura, Ayako Kawasumi, Takehito Koyasu, Mayumi Asano, Susumu Chiba, Ai Orikasa, Sakiko Tamagawa

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Animation - 7/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.5/10

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