Schrift des Todes

Hongkong in den 90er Jahren, etwas womit man Bücher füllen könnte und auch sollte oder in der modernen Welt, Podcasts, Blogs und andere Beiträge. Denn der Stadtstaat liefert in diesem Jahrzehnt unglaubliche viele Filme ab. Dabei war alles dabei von Erotik, Horror und Action. Der Genrefilmfan war begeistert, Jackie Chan mischt auch noch mit bevor er endlich in Hollywood Fuß fassen konnte. Ähnlich ging es auch mit Jet Li, welcher in den 90ern einige seiner größten Hits ablieferte. Auch Regisseur Ching Siu-Tung trug zum Erfolg des Hongkong Kinos bei. Mit Schrift des Todes zeigte man, dass man auch ohne Tsui Hark einen Film produzierne kann, der das Publikum unterhalten soll. Dabei kopiert man etwas Indiana Jones, man bringt nur mehr Martial Arts mit unter. Dazu auch mehr Humor, an den man sich vielleicht auch erst gewöhnen muss.

Die Handlung dreht sich um Dr. Wai, ein Abenteuerer der für die Regirung Chinas in den 30 Jahren immer wieder Dinge beschaffen soll. Sein neuster Auftrag führt ihn und sein Assistent nach Shanghai, hier soll irgendwo die Schriftrolle ohne Zeichen geben, welche sehr viel Macht besitzt. Doch nicht nur sie sind hinter dem Schatz her, sondern auch die Japaner, welche China immer noch besetzt haben. Bei einer Zeitung wird Dr. Wai fündig, doch hier beginnt das Abenteuer erst, denn der weibliche General der Japaner, welcher sich als Dienstmädchen ausgab als sie Dr. Wai traf, ist auch hinter der Schrift her.

An manchen Stellen von Schrift des Todes merkt man sehr deutlich, dass sich Hongkong langsam damit anfreunden muss, dass man bald wieder zu China gehören wird. Denn man baut hier den typischen Hass gegen Japan mit auf und am Ende ist man dann doch Pro China mit sehr fragwürdigen Szenen, während man prädigt, dass Frieden nur entsteht wenn die Menschen verstehen das wir alle gleich sind. Das wirkt befremdlich wenn man dazu Bilder der Atnombomben Explossion benutzt die Japan trafen.

Schrift des Todes ein Abenteuerfilm

Man merkt sehr deutlich, dass Schrift des Todes versucht irgendwo sowas zu sein wie Indiana Jones oder Armour of Gods. Dabei ist die Handlung sogar so ausgelegt, dass es Fortsetzung geben könnte. Doch wie ihr seht, ist es der einzige Film. Aus dem Off erzählt uns der Sohn von Dr. Wai über das Abenteuer was sein Vater erlebt, dabei wirkt das alles aber auch immer wieder so als ob er es auch kommentiert. Im Verlauf des Films bricht man auch die vierte Wand und Dr. Wai sagt er sei der Schauspeler Jet Li. Hier wird sehr deutlich, dass sich Schrift des Todes sich auch nicht immer so ernst nimmt. Dabei hat der Film aber auch immer wieder Stimmungsschwankungen.  Am Ende wirkt manches doch etwas unbalanciert und man hätte wohl einiges weg lassen können oder anders erklären müssen. Dabei ist der Film nicht schwer zu lesen.

Da Dr. Wai unser Hauptcharakter ist und er auch schon sehr heroisch eingeführt wird, ist jedem Klar, dass er aus jeder Situation heraus kommen wird. Dabei ist es auch egal wie gefährlich sie sein wird. Er ist der typische Abenteuercharakter. Er ist ähnlich wie Indiana Jones oder Jackie Chan in Armour of Gods. Dabei baut man auch den typischen Chan Humor hier mit ein. So treibt man die Suche nach der Schriftrolle voran und wir treffen auf ein paar weitere Charaktere. Dabei wird auch sehr schnell deutlich, wer hier der Böse ist und wer dazwischen steht.

Am Ende gibt es dann das typische Finale eines Hongkong Actionfilms, hier baut man dann auch etwas Dramatik ein und nicht jeder wird glücklich. Hier merkt man dann auch sehr deutlich, wie sehr man hoffte das Schrift des Todes erfolgreich wird. Denn man deutet an, dass Dr. Wai sehr viele Abenteuer erlebt hat. Diese eine Abenteuer bietet dennochgenügend Unterhaltung. Alleine die Szene in der Zeitungsredaktion mit der riesen Ratte.

Action

Die Action bei Schrift des Todes wirkt an manchen stellen etwas kurz, sie muss sich immer wieder der Abenteuerhandlung unterordnen oder dient dem Zweck des Witzes oder das man hier keinen anderen Ausweg findet. Man steigert sich aber langsam und bietet dann immer mehr, wenn man in Richtung Finale geht. Denn hier bekommt man dann das geboten, was man sich erhoft hat. Etwas WireFu und viele Effekte und dazu Jet Li der zeigt was er alles kann. Das geht dann auch schon etwas länger und man bekommt einen Kampf mit brennenden Schwertern geboten. Dazu auch ein paar CGI Effekte, die zwar immer noch funktionieren aber nicht mehr so gut aussehen. Dennoch funktioniert es für die Szene.

Aber auch schon vor dem Finale gibt es einiges zusehen. Wie ein Zug der entkleist und durch Straße rollt, hier hat man auch wieder den Humor dabei. Das wirkt auch alles sehr aufwendig und ist unterhaltsam. Bevor es zum Finale kommt, muss Dr. Wai in Die Schrift des Todes gegen Ninjas antreten und dann auch gegen Sumoringer. Hier zeigt Jet Li sein können in Tai Chi und erklärt es seinen Assistent am Ende auch nochmal was er gemacht hat.

Optik

Das Ching Siu-Tung Ahnung daovn hat wie man einen Film dreht, ist wohl klar. Bei Schrift des Todes ändert er aber etwas seinen Stil, so nuzt er auch immer wieder Weitwinkel aufnahmen mit einer niedrigen Brennweite, so wirkt das ganze schon wie ein Fischaugen aufnahme. Dazu kommt auch das alles wohl so gefilmt sein muss wie ein Abenteuerfilm. Denn wir befinden uns im China der 1930 und das Land ist besetzt durch Japaner. Davon merken wi als Zuschauer aber wenig. Außer es ist gerade für die Handlung wichtig. Denn dann gibt es Szenen wi man merkt, das etwas nicht stimmt, vor allem bei der Zeitung. Man wird also durchaus auch politisch bei dem Film. Ansonsten führt uns die Reise am Ende natürlich auch in eine Ruine aber hier gibt es keine Fallen, man nutzt sie für den Showdown.

Einzig bei dem Humor merkt man als westlicher Zuschauer immer wieder, dass man es hier übertreibt. Zwar ist die Szene mit der riesen Ratte wirklich lustig aber an manch anderer Stelle wirkt es dann auch Arg übertrieben. Dennoch hält sich das auch optisch in den Grenzen. Dafür bietet Schrift des Todes aber auch bei den Actionszenen die gewohnte Qualität, man nutzt sogar schon eine Art Bullettime, man sieht hier auch eine Kugel, welche CGI animiert ist und das erkennt man sehr deutlich, dennoch eine nette Idee. Obwohl es hier auch schon sehr Cartoonhaft wird, wenn aus einer Waffe dann die kleine Fahne kommt wo Bang drauf steht.

Fazit:

Schrift des Todes ist ein unterhaltsamer Abenteuerfilm mit ein paar tollen Martial Arts Szenen. Der Humor kann manchen doch zu viel sein, dennoch wird man prächtig unterhalten. Auch wenn man deutlich merkt, dass man hier wohl eine neue Reihe an Filmen im Kopf hatte.

Schrift des Todes

Movie title: Schrift des Todes

Director(s): Ching Siu-Tung

Actor(s): Jet Li, Rosamund Kwan, Takeshi Kaneshiro, Charlie Yeung, Billy Chow, Johnny Kong, Liu Tie-Lian, Law Kar-Ying, Collin Chou

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.8/10

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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