Das Ende der Welt war so oft im Kino zu sehen wie nie ende der 70er und Anfang der 80er Jahre, Filme wie Mad Max, The Warriors oder Die Klapperschlange zeigten dem Zuschauer eine dystopische Zukunft und alles hat seinen Stil, meist trug man Leder und sah aus, als ob man gerade auf ein Metalkonzert wollte. Diese Welle wurde auch in Italien aufgenommen und gab es dort auch einige Endzeit Action Filme und alle verfolgten einem ähnlichen Muster. Auch 1983, als die Filmwelt in Bella Italia noch nicht am Ende war, durft Regisseur Sergio Martino auch einen postapokalyptischen Film drehen. So haben wir nun Fireflash – Der Tag nach dem Ende. Das Besondere an dem Streifen? Alleine schon der Soundtrack von Oliver Onions, das Duo kennt man sonst nur von vielen Bud Spencer und Terrence Hill Filmen. Auch George Eastman hat eine Nebenrolle, also ist alles wie immer oder?

Die Handlung spielt im Jahr 2019 und vor acht Jahren haben die Euraker die Atombomben angeworfen und nun ist die Menschheit dem Ende geweiht. Denn man kann sich nicht mehr fortpflanzen. In New York treiben die Euraker ihr böses Spiel und experimentieren an den Menschen. Etwas weiter entfernt in der Wüste von Nevada lebt Flash, ein Typ der alle fertigmacht. Doch er wird entführt und die Gegner der Euraker wollen endlich die Erde wieder übernehmen oder wenigsten ins Weltall fliehen. Flash soll dabei helfen, denn in Manhattan soll es eine Frau geben, welche noch fruchtbar ist. Flash bekommt auch Hilfe von Bronx und Ratchet. So macht sich unser Held Widerwillen los und versucht diese Frau zu finden.

Willkommen in der Endzeit, hier ist alles möglich. Das zeigt Fireflash – Der Tag nach dem Ende sehr deutlich. Man hat sich einmal durch die Stereotypen des Endzeitfilms bewegt und daraus ein Film geschaffen, der unterhalten kann, dabei kommen ein aber vielen Szenen bekannt vor. Das stört aber weniger, es gehört zur Genreformel und man wird auch mit ein paar netten Ideen belohnt, welche die Handlung auffrischen.

Fireflash – Der Tag nach dem Ende ist voller Genre typischer Elemente

Im Endzeit Film geht es immer um etwas, denn die Menschen brauchen diese Hoffnung, meist ist es Benzin oder eine Person, die immun gegen einen Virus ist oder gar die letzte Rettung der Menschheit, vielleicht ist sie schon schwanger und ihr Kind soll die Welt retten. Manchmal müssen die Helden durch feindliches Gebiet um wieder nach Hause zukommen. All diese Möglichkeiten gibt es und noch viele mehr. Bei Fireflash – Der Tag nach dem Ende bedient man sich bei ein paar. Denn Flash und seine Helfer muss immer wieder durch feindliches Gebiet und dann sind da noch die Euraker, welche ihn auch finden wollen. Denn sie haben Wind davon bekommen, dass etwas nicht stimmt und jemand in ihr Gebiet eingedrungen ist.

Hier merkt man dann deutlich die Parallelen zu Die Klapperschlange und The Warriors. Denn Flash macht nur widerwillig mit und muss hier auch nach New York und eine Frau finden. Dazwischen reißt er durch verschiedene Gebiete und nicht alle sind ihm freundlich gesinnt, wobei immer wieder Euraker als großer Feind dargestellt werden. Da gibt es auch die größten Schwächen im Drehbuch, diese Personen sind nur da, weil man jemand Bösen braucht. Der ganze Twist am Ende macht dann noch weniger Sinn, weil er nicht weiter geführt wird. Man zeigt hier aber sehr deutlich, dass alle sich uneinig sind. Das ist auch das größte Problem der Geschichte von Fireflash – Der Tag nach dem Ende. Denn nicht immer ist alles so gut durchdacht und manches wirkt dann so, als müsse es jetzt kommen.

Im mittel Teil verliert der Film etwas an Fahrt und hier ist dann die Gruppe auch erst komplett zusammengestellt. Dabei gibt es aber viele falsche Spuren wer nun die Frau ist und auch in den eigenen Reihen scheint nicht alles zu stimmen. Mit diesen Konflikten geht man bei Fireflash – Der Tag nach dem Ende aber sehr locker um vergisst sie auch gern mal wieder. Alleine schon die Figur von George Eastman wechselt fast im Minuten Takt die Gesinnung und am Ende ist er dann auch sehr fragwürdig, was er getan hat.

Action

Wie schon erwähnt, war die italische Filmwelt 1983 noch etwas in Ordnung. Man hatte mehr Geld zur Verfügung, jedenfalls mehr als ein paar Jahre später und so kann man bei einem Film wie Fireflash – Der Tag nach dem Ende auch mit mehr Action rechnen und das bekommt man dann auch. Schon der Anfang, man zeigt New York, wie die Euraker ein Gebiet zwangsräumen und mit Flammenwerfer hantieren. Danach folgt die Vorstellung von Flash und auch er wird mit einer Actionszene eingeführt. Dazu gibt es Miniaturbauten vom zerstörten New York und anderen Orten. Man gab sich hier also wirklich mühe. Der Film bietet im Verlauf, die ein oder andere Actionszene wo dann alle Figuren glänzen dürfen und wir ihre besonderen Fähigkeiten kennenlernen.

Dabei fällt auch auf, dass diese Actionszenen fast immer gleich ablaufen und eine Horde maskierter Böser schießt auf die Helden, welche sich dann zur Wehr setzen, das ist nicht immer sehr unterhaltsam. Im Finale wird dann etwa mehr Geboten und die Flucht im Auto bietet einige nette Stunts. Dazwischen gibt es auch einige Einfälle aber so recht mag nicht alles überzeugen.

Optik

Wie schon erwähnt, man sieht Fireflash – Der Tag nach dem Ende sehr deutlich an, dass man etwas mehr Geld zurverfügung hatte. Die Outfits und auch die Sets sehen alle gut aus. Die Minaturbauten verleihen dem Film seinen eigenen Charme und zeigen, dass man hier mehr vor hatte, als den typisch schnell abgedrehten Exploitationsfilm, was er immer noch ist. Dennoch wirkt alles etwas größer und teuer als andere Produktionen. Es ist ein angenehmes Niveau, was wir sehen. Das gilt auch für das Make-up, die Menschen haben alle Narben oder sind entstellt durch die Strahlung. Das zieht sich auch die Gruppen durch. Es gibt sogar eine die langsam wieder zu Affen werden. Hier bekommt man gute Effekte zu sehen, vor allem auch bei den kleinen Details, die man gern mal übersieht, gibt sich der italienische Spielfilm richtig mühe.

Die Kamera ist auch hier recht Standard gehalten und man versucht die Handlung auch ab und an mit den Bildern zu erzählen. Dabei fängt man aber alles sehr gut ein. Das kommt vor allem den Szenen zu gute, wenn die Gruppe in New York ankommt und wir die tollen Bauten sehen können, auch die anderen Sets sind gut in Szene gesetzt und die Kamera zeigt uns immer nur das nötigste. Interessant ist das Versteck der einen Gruppe, es ist ein Set eines Filmstudios oder Theaters, so denkt man im ersten Moment wenn die Kamera durch den Raum fährt, wir wären wieder draußen in New York.

Fazit:

Fireflash – Der Tag nach dem Ende ist ein sehr typischer Genrefilm, der aus verschiedenen Vorlagen sich Ideen nimmt und versucht eine selbstständige Handlung zu erzählen, was nicht immer gelingt. Dafür wird man als Zuschauer aber gut unterhalten und das Produktionsniveau zeigt deutlich, dass man mit etwas mehr Geld einiges auf die Reihe bekommt.

Movie title: Fireflash - Der Tag nach dem Ende

Director(s): Sergio Martino

Actor(s): Michael Sopkiw, Valentine Monnier, Anna Kanakis, George Eastman, Romano Puppo, Vincent Scalondro, Hal Yamanouchi, Edmund Purdom, Louis Ecclesia, Tony Aschi, Ottaviano Dell'Acqua, Serge Feuillard

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.0/10