Convoy Busters

Der Polizieschi ist eins der Genres, welches nur in Italien gab, etwas was durch den Erfolg von Dirty Harry und Ein Mann sieht Rot angestoßen wurde. Das sich aber schnell weiter entwickelt hat und sehr viele Filme hervorgebracht hat. Dabei geht man aber immer nach demselben Muster vor, wir haben immer einen Einzelgänger oder mit Partner, die gegen das System kämpfen und sich gegen Alle stellen. Dabei gehen sie auch ohne Skrupel vor und stellen sich immer wieder über das Gesetz. Das passiert auch bei Convoy Busters, hier haben wir es aber mit einem der etwas zahmeren Vertreter des Genres zu tun. Dabei bekommt man aber auch genau das Muster geboten.Zum Einstieg in das Genre lohnt der Film aber auch, weil er mit seiner einfachen Krimi Handlung nicht sehr komplex erzählt ist und man auch etwas Action geboten bekommt.

Die Handlung dreht sich um den Polizisten Olmi, welcher einen Mord an einer jungen Frau aufklären soll. Schnell bekommt er Hinweise, wer der Täter sein könnte. Doch er sticht bei diesem Fall in ein Wespennest, denn scheinbar ist der Mord nur die Spitze des Eisberges. Schnell wird ein Täter ausfindig gemacht. Doch durch die Verhörmethoden von Olmi kommt dieser schnell wieder frei und so versucht Olmi auf eigene Faust zu ermitteln. Denn der Drahtzieher sitzt am Meer und so lässt er sich auch bald dorthin versetzen.

Die Welt des Polizieschi ist voller harter Männer und die Frauen sind nur da, um gerettet zu werden, oder man schlägt sie auch schonmal um eine Antwort zu bekommen. Man merkt hier sehr deutlich, dass der Polizist sich gegen das System auflehnt, weil er sonst nie die Wahrheit finden könnte. Am Ende arbeitet er aber immer wieder mit dem System, weil er die Hilfe braucht. Hier rudert Convoy Busters immer wieder zurück. Denn Olmi zeigt zwar sehr fragwürdige Methoden und handelt auch gern alleine aber so frustriert ist er nicht von dem System.

Convoy Busters von Mord und Waffenschmuggel

Die Rollen sind klar verteilt in Convoy Busters. Olmi ist der Gute auch wenn er Methoden hat die sehr fragwürdig sind. Er schlägt Verdächtige bis diese Reden, was immer wieder zu Problemen führt. Dabei macht er auch keine Ausnahme und verpasst auch einer Frau eine saftige Ohrfeige, diese will dann einen Anwalt, das belächelt Olmi nur. Olmi bekommt dafür auch immer wieder Ärger aber auch nie so richtig. Er darf weiter machen, er ist der Gute und sorgt dafür, dass die Bösen aufgeben. Dabei geht er auch mit viel Gewalt vor. So schießt er erst und stellt dann auch keine Fragen mehr. Manchmal schießt er einen Verdächtigen nur an aber auch nur, weil er paar Informationen braucht. Auch bei der Aufklärung des Mordfalls geht er so vor. Hier zeigt sich schnell, dass es nur der Anstoß für etwas anderes ist.

Die Bösen in Convoy Busters sind wie immer da und treiben ihr Spiel im Hintergrund, viele sieht man einfach nur kurz vorher, manchmal erzählt uns der Film nicht mal mehr, was sie gemacht haben. Da stürmt Olmi mit etwas Verstärkung ein Versteck von ein paar Verbrechern und dann wird geballert. Was die Personen gemacht haben wird uns nie erzählt. Auch der Oberböse wird schnell eingeführt, doch durch seine Verbindungen kann er immer wieder entkommen und so geht es los in die zweite Hälfte der Handlung. Hier versucht der Film sich etwas mehr zu entfalten aber das zieht sich dann etwas zu lange hin.

An vielen Stellen wirkt Convoy Busters so als ob man nicht wusste ob man Olmi nun als Selbstjustizler zeigen soll oder nicht. Denn immer wieder stellt er sich über das Gesetz aber an vielen Stellen arbeitet er auch mit dem System und das nicht nur, weil es dienlich ist. Dabei fällt aber auch auf, dass Frauen im Film kaum vorkommen, entweder baggern sie die Hauptfigur an, gehören zu den Bösen oder sind dann die Freundin von Olmi, welcher aber im Finale noch gerettet werden muss.

Action und Spannung

Der Polizieschi bietet auch immer viel Action, jedenfalls je nach Film und wie viel Geld man hatte oder was man zeigen wollte. Bei Convoy Busters fährt man zwar am Anfang des Films groß auf und zeigt sogar eine Verfolgungsjagd mit einem Hubschrauber. Doch viel bietet der Film im Bereich Action nicht, es wird zwar ab und an geschossen, doch das ist schnell vorbei. Auch darf ein Auto in die Luft fliegen. Man hält sich hier sehr zurück, auch bei der Gewalt, die wenigen Tote sind zwar auch etwas blutig und die Erschießung aus dem Helikopter ist sicherlich eins der Actionhighlights des Films aber sonst ist Conovy Busters eher ruhig angelegt.

Auch bei der Spannung verläuft sich viel im Sand. Denn der Mordfall scheint schnell gelöst zu sein und man will hier dann etwas größeres Aufbauen eine Art Verschwörung und man braucht lange, bis Olmi dann doch ans Meer kommt und hier passiert auch nichts. Wir erleben sein Alltag und ab und an muss er paar böse Buben erledigen. Das führt ihn dann auf eine andere Spur und wir sind schon im Finale. Es gibt zwar viele interessante Punkte die man zeigt aber alles hält leider nicht lange an. So bietet man den Zuschauer immer wieder Spannungsmomente, doch das hält nicht lange. Auch das Finale ist sehr schnell abgehandelt mit einem waghalsigen Stunt und das war es dann.

Optik

Bei der Kameraarbeit merkt man wieder, dass man hier sehr kreativ vorging. Alleine die erste hälfte des Films bietet ein paar wunderschöne Aufnahmen. Wenn man ein Auto findet und im Hintergrund die Sonne langsam auf oder unter geht, das Licht, der Weichzeichner, alles wirkt schon fast wie ein schöner Traum. Auch an andere Stelle nutzt man ein paar interessante Kamerafahrten, wenn Olmi ein Haus stürmt. Fährt die Kamera am Boden entlang kurz über den Bordstein, das erzeugt Spannung und sieht gut aus. Man merkt hier sehr deutlich, dass man immer wieder kreativ sein musste und schnell gearbeitet hat, vor allem bei längeren Einstellungen nutzt man den Zoom und die Kamerafahrt, weil das viel Zeit sparte.

Ansonsten sieht man Convoy Busters an, dass er in den 70er Jahre entstanden ist. Männer mit Schnauzbart und alles hat diesen typischen Charme des Jahrzehnts. Die Orte wo der Film spielt, sind immer gut in Szene gesetzt und wie schon erwähnt die Szene mit dem Helikopter sind definitiv das Highlight des Films und hätten als Finale genutzt werden sollen, hier baut man wirklich Spannung auf und am Ende nutzt man auch die Zeitlupe sehr gut.

Fazit:

Convoy Busters ist ein handzahmer Polizieschi und bietet wenig Action und Spannung. Dennoch ist es ein guter Einstieg in das Genre, weil er genau die Dinge zeigt die es ausmachen aber sie nicht komplett ausreizt. Man bekommt auch viele interessante Kameraeinstellungen geboten und die Geschichte bietet immer noch so viel Spannung das man dran bleibt und man wird auch noch unterhalten.

Convoy Busters

Movie title: Convoy Busters

Director(s): Stelvio Massi

Actor(s): Maurizio Merli, Olga Karlatos, Massimo Serato, Nello Pazzafini, Mario Feliciani, Mimmo Palmara, Marco Gelardini, Attilio Duse, Piero Gerlini, Luigi Casellato, Maurizio Gueli, Luciano Roffi

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 3/10
    Action - 3/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.0/10

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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