Sechs Jahre nach dem Erfolg des ersten Teils war es an der Zeit das Trancers eine Fortsetzung bekommt. Charles Band hatte nun sein Full Moon Studio gegründet und bekam auch immer wieder Hilfe von Paramount. So ist es verwunderlich, dass Trancers 2 auch in einigen Kinos in den USA lief. Verwunderlicher ist es, dass man fast alle Darsteller aus dem ersten Film wieder dabei hat. So auch Helen Hunt die wieder Leena spielt und Tim Thomerson spielt wieder Jack Deth wie in der ganzen Trancers Reihe. Auch Alyson Croft welche im ersten Film die junge McNulSty spielte, ist wieder dabei, dieses mal Sechs Jahre älter so um die 16, hat sie eine größere Nebenrolle. Neu dazu in Nebenrollen sind zwei Stars der B-Movie Szene gekommen. Denn Jeffry Combs und Barbara Crampton, welche auch immer nah an Full Moon Produktionen waren und sind, durch ihre arbeit mit Stuart Gordon.

Die Handlung setzt sechs Jahre später an. Jack Deth lebt zusammen mit Leena bei Hap Ashby und die Welt scheint friedlich. Doch in der Zukunft braut sich etwas zusammen. Jack Deth soll zurück in die Zukunft kommen, man schickt McNulty los um ihn zurückzuholen. Denn der Bruder von Whistler will Rache und erstellt neue Trancers. Die Agentin die diesen Fall klären sollte, ist auch verschwunden. Dabei handelt es sich um Alice Stillwell, die Ehefrau von Jack Deth, sie wird in der sektenartigen Anstalt von E.D. Wardo festgehalten. Wird Jack Deth es schaffen seine Frau zu retten und Whistlers Bruder aufzuhalten?

Erfolgreiche Filme bekommen immer irgendwann eine Fortsetzung, entweder weil man mehr Geld will oder die Handlung ist nicht zu Ende erzählt. Meist wollen die Macher aber mehr Geld verdienen oder die Fans fragen danach. So muss es auch bei Trancers 2 gewesen sein. Denn wir bekommen kein liebloses schnell abgedrehtes Produkt, damit man schnelles Geld mit einem Sequel verdienen kann. Man steckte wieder viel Liebe ins Detail und zeigte, was man mit einem kleinen Budget machen kann.

Neue und ähnliche Handlung in Trancers 2

Bei einem Sequel kann man sich noch mehr Austoben, denn die Charaktere sind eingeführt und der Zuschauer kennt sie. Das merkt man auch bei Trancers 2, denn alle Charaktere erleben noch mehr und wir wissen wie sie agieren und was sie wollen. Leena und Jack sind jetzt verheiratet und in den sechs Jahren war es ruhig. Die Zukunft ist immer noch kein schöner Ort aber man hat ein paar Überraschungen parat. Wie üblich braucht man einen neuen Bösen, warum als nicht den Bruder nehmen. Denn was wussten wir im ersten Teil schon über Whistler? Genau, nicht viel und so funktioniert es, dass er einen Bruder hat und dieser will das Fortführen was angefangen wurde.

Dazu führt man neue Charaktere ein, auf der Bösenseite hat man mit E.D. Wardo hat man wieder einen der austauschbaren Charaktere bekommen, er ist da und macht böse Dinge. Er hat dieses Mal aber Hilfe von Dr. Pyle und Schwester Trotter. Auch beide sind komplett austauschbar. Sie sind da und sind böse. Das stört wie im ersten Teil auch weniger. Sie sind der Grund für die Handlung und das funktioniert auch. Wichtiger ist Alice Stillwell, was für ein Name für die Ehefrau von Jack Deth die tot sein sollte. Wie das alles funktioniert wird glaubwürdig erklärt und zeigt, das auf der guten Seite in der Zukunft auch keine netten Menschen sind, außer McNulty.

Alice Stillwell sorgt auch für Probleme in der Beziehung von Jack und Leena, denn sie ist auch die Ehefrau und will ihren Mann haben. Das führt auch zu etwas Humor in manchen Szenen. Ansonsten erzählt man eine ähnliche Handlung wie im ersten Teil. Man will den Fan nicht verschrecken und fand eine gute Formel. Man macht es besser als beim ersten Teil.

Action und Zeitreisen

Da bei Fortsetzung immer größer und mehr gilt. Macht man es bei Trancers 2 und baut etwas mehr Action in den Film ein und es gibt kaum etwas coolers als Jack Deth der in einem Golfcar angefahren kommt und dabei ein paar Trancers erschießt. Im Verlauf des Films wird immer wieder geballert, die Action ist nicht besonders viel oder richtig gut gemacht aber für das was der Film ist, reicht es aus. Man nutzt auch einer der Zeitlupen Szenen für einen Shootout, das erinnert dann auch etwas an einem Heoric Bloodshed Film aus Hongkong, nur halt in noch langsamer. Im Finale darf dann auch etwas explodieren und fertig sind 90 Minuten Film.

Man erklärt auch etwas mehr das Zeitreisen und kommt mit der TCL Kammer daher, welche einen wieder in die Zukunft bringen kann, in dem Körper, in dem man sich befindet. Das hat auch einen Grund, weil der Körper von Jack Deth verkalkt ist und man ihn in der Zukunft haben will. Natürlich kommt es hier aber erst mal zu einem Unfall und man muss die Kammer finden. Es ist das typische Elemente, man will es den Charakteren auch nicht zu einfach machen. Dennoch ist die Ideen des Zeitreisens, wie sie in Trancers 2 erzählt wird immer noch eine sehr interessante.

Optik

Auch Trancers 2 sieht nicht aus wie ein Film, der für den Heimkinomarkt produziert wurde, man zeigt zwar nicht die größten Bilder aber Charles Band weiß was er tut und zeigt immer wieder tolle Bilder von L.A. und Umgebung. Auch wenn man nur ein paar Orte zeigt und sonst viel drin filmt, wirkt alles groß und nicht so klein wie die Produktion in Wirklichkeit war. Das Highlight sind wieder die Zeitlupen aufnahmen, dieses mal mit etwas Blut und in der zweiten lassen Menschen auch etwas fallen, warum auch immer aber es sieht immer gut aus, wenn etwas in Zeitlupe zu Boden fällt.

Ansonsten sind wir in den 90er Jahren angekommen und das sieht man auch etwas bei der Kleidung der Figuren. Obwohl Jack Deth immer noch aussieht, als käme er aus einer anderen Zeit, was er natürlich tut. Er wirkt immer noch wie ein alter Privatdetektiv aus den 50er Jahren. Nur mit mehr cooleren Sprüche als noch bei Trancers.

Fazit:

Trancers 2 führt die Handlung des ersten Teils gut fort und macht einiges besser. Man gibt dem Film etwas mehr Zeit und die Charaktere können sich mehr entfalten. Auch wenn die Handlung sehr dem ersten Teil ähnelt, gibt es neue Charaktere und Ideen.

Trancers 2

Movie title: Trancers 2

Director(s): Charles Band

Actor(s): Tim Thomerson, Helen Hunt, Megan Ward, Biff Manard, Martine Beswick, Jeffrey Combs, Alyson Croft, Telma Hopkins, Art LaFleur, Barbara Crampton, Sonny Carl Davis, Richard Lynch

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.4/10