Ong Bak – Die Geburt eines Helden

Das Jahr 2003 und der Martial Arts Film, zwar gab es einige Filme, die im Wuxia Bereich angesiedelt waren und mit viel WireFu oder CGI arbeiten oder mit Swordplay Elementen, dazu war Jackie Chan auch nicht mehr der jüngste und seine Hollywood Filme hatten nicht die Qualität wie seine Werke aus Hongkong. Doch ein junger Mann aus Thailand sollte wieder frischen Wind in das Genre bringen, dieser heißt Tony Jaa und wurde fast übernacht zum Star. Zwar dauerte es noch zwei Jahre bis man ihn auch in Deutschland kennenlernen konnte. Ab diesem Zeitpunkt war er aber die neue Hoffnung für das Genre und das lag an dem Film Ong Bak. Danach gab es eine Welle an Muay Thai Filmen und man wollte mehr von den Künsten von Jaa sehen. Heute gibt es Filme, wie Baaghi die sogar eine Hommage an diesen Film machten und Tony Jaa war Hollywood unterwegs und drehte auch in Hongkong ein paar Actionfilme.

Die Handlung beginnt in einem kleinen Dorf in Thailand, hier lebt der junge Ting. Der von seinem Lehrmeister in Muay Thai unterrichtet wird. Es ist ein ruhiges und bodenständiges Leben ohne Luxus. Aber ein ehemaliger Dorfbewohner kommt zurück und soll ein Amulett kaufen. Doch der Mann will nicht verkaufen. Sauer deswegen stiehlt man die Ong Bak Figur und das Dorf bekommt Probleme. Man schickt Ting in die Stadt und er soll dort den Kopf wiederbringen. Er findet dort auch schnell Humlae, der auch einst in dem Dorf lebte aber nichts mehr damit zu tun haben will. Er nennt sich George und hat eingie Probleme. Widerwillig hilft er dennoch Ting den Kopf zu finden aber nur, wenn dieser für ihn in einem Fight Club antritt, was Ting aber nicht will. Dennoch muss er immer wieder kämpfen, um den Kopf der Statur näher zu kommen.

Auch wenn viele die Handlung von Ong Bak immer als lächerlich ab tun, so zeigt der Film sehr deutlich, wie wichtig das alles ist. Man nimmt es ernst und zeigt ein Thema, was man in der westlichen Welt erst mal verarbeiten muss. Doch viele haben sie auch immer ignoriert, denn die Martial Arts Action zeigt hier deutlich was alles geht mit Muay Thai.

Ong Bak: Einfache Handlung die viel richtig macht

Der Konflikt von Ong Bak ist einfach, dem Dorf von Ting wurde der Ong Bak gestohlen, der Kopf einer Buhhdafigur. Er ist wertvoll für das Dorf und man glaubt auch, ohne den Kopf gibt es keinen Regen und eine Dürre kommt. Man hat angst den Winter nicht zu überstehen. Es sind Gefühle, die jeder Zuschauer verstehen kann, auch wenn am Anfang das mit dem Kopf etwas dumm klingt. Es ist genauso wie der Hund bei John Wick, er ist wichtig für den Hauptcharakter und wir können es verstehen als Zuschauer. So ist es klar das Ting alles tun würde für seinen Glauben und den Kopf. Das führt Ting nach Bangkok und dort muss er einen großes Abenteuer bestehen.

Die Bösen in Ong Bak sind böse und machen alles Mögliche an illegalen Dingen. Sie verstehen auch nicht was Ting mit dem Kopf der Statur will. Sie empfinden ihn als nervig, denn er besiegt jeden ihrer Kämpfer im Fight Club und das ist schlecht fürs Geschäft. Doch er ist auch nutzbar und man bringt ihn so weit, dass er einen Kampf absichtlich verliert, nur um ihn dann zu verarschen. Sie sind wie immer aber nur die Figuren im Hintergrund, die einen Grund liefern, um eine Actionszene zu zeigen. Das ist die Einfachheit des Genres, obwohl es auch komplexer geht aber für Ong Bak reicht es aus.

Die Nebenfiguren sind auch da und mit George haben wir einen Charakter, der hier einen Wandel durch macht und wichtig für das Finale wird. Er ist ein Typ mit dem Herz am rechten Fleck er will Muay Lek helfen und ihrer Cousine. Die Handlung mit der Cousine wirkt immer noch etwas befremdlich im Film, sie ist drogenabhänig aber führt Ting auch wieder zu den Bösen und zeigt, in was für einer Welt er sich befindet, von dem friedlichen Dorf leben in eine düstere Welt.

Action

Wie man eine Kampfkunst der Welt zugänglich macht! So kann man Ong Bak mit einem Satz beschreiben. Denn Muay Thai war bis zu diesem Film vorhanden im Martial Arts Genre, jedenfalls wenn man nicht ein paar Shaw Brothers Produktionen wie Fan Chu – Tödliche Rache kannte. Nach Ong Bak war die Filmwelt aber dafür offen und man bekam mehr und immer wieder zeigte die Welt ihre Kampfkünste in Filmen und jeder versuchte diesen einen Film zu toppen. Es zeigte was man hier geschaffen hat. Dabei nimmt man aber nur das Jackie Chan Konzept und baut etwas Jet Li und Bruce Lee ein, nur mit einer Kampfkunst.

Die Action in Ong Bak steigert sich, man hält sich am Anfang zurück und lässt Tony Jaa seine Gegner mit einem Tritt erledigen. Dann folgt eine große Verfolgungsjagd und man sieht hier, dass Tony Jaa ein großer Fan von Jackie Chan ist. Denn diese Szenen erinnert sehr stark an einen Chan Film. Jaa zeigt hier große akrobatische Künste und springt und rutscht durch Bangkok. Danach geht es Schlag auf Schlag und wir sehen die Muay Thai Künste und ein Gegner nach dem anderen wird erledigt und jeder Stunt topt den davor. Es ist ein Fest und man merkt das hinter der Kamera erfahren leute arbeiten, wie Panna Rittikrai der auch an dem Drehbuch mitschrieb.

Optik

Die Actionszenen von Ong Bak sind gut gefilmt, an manchen Stellen zeigt man eine Szene aus verschiedenen Kameraeinstellungen, vor allem bei besonders krassen Stunts, damit man als Zuschauer auch wirklich sieht was Tony Jaa hier macht. Der Film ist auf diese Szenen zugeschnitten. Dabei kann man alles gut erkennen, der Schnitt passt sich dem Tempo der Kämpfe an und man verleiht dadurch alles eine gute Dynamik. Ansonsten bekommt man den Kontrast von Dorf und Stadt auch sehr gut dargestellt, dabei zeigt man auch ruhige Szenen und die Verfolgungsjagd in den kleinen Taxis, ist gut gefilmt, auch wenn manches typisch übertrieben ist.

Die Optik des Films hat eine gewisse Färbung, es sind warme dunkle Farben, sehr erdig. Alles wirkt dadurch etwas düsterer, als es ist. Denn am Anfang im Dorf ist zwar alles hell aber auch sehr grau. Ansonsten sieht man das wir uns in Thailand befinden, man sieht Aufnahmen von Straßen und Neonreklamen. Alles wird erschlagend am Anfang, so wie sich auch Ting fühlt.

Fazit:

Ong Bak ist ein Highlight des Martial Arts Film. Denn der thailändische Spielfilm führt eine neue Kampfkunst ein und zeigte deutlich woher seine Ideen hat. Man bekommt eine einfache Handlung geboten, welche aber wunderbar funktioniert. Die Action steigert sich bis hin zum Finale. Tony Jaa als neuer Martial Arts Star ist überzeugend.

Ong Bak

Movie title: Ong Bak

Director(s): Prachya Pinkaew

Actor(s): Petchtai Wongkamlao, Tony Jaa, Pumwaree Yodkamol, Suchao Pongwilai, Chumphorn Thepphithak, Chatewut Watcharakhun, Wannakit Sirioput, Rungrawee Barijindakul, Chatthapong Pantanaunkul, Nudhapol Asavabhakhin, Pornpimol Chookanthong, Udom Chouncheun

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 9/10
    Action - 9/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.8/10

Produkte von Amazon.de

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.