Die SPL Filme sind nun eine lose Reihe von Spielfilmen die keine wirkliche Zusammengehörigkeit haben. Die Handlung ist anders und auch die Darsteller. Dazu dauerte es lange bis der zweite Film erschien. Doch Lethal Warrior war erfolgreich in Hongkong und auch in China. So war es also nur eine Frage der Zeit, bis man einen weiteren Teil drehte. Doch auch die Kritik war laut am zweiten Film und so gab es auch hinter der Kamera wieder ein paar Änderungen. Wilson Yip kommt zurück als Regisseur und führt nach dem ersten Teil hier bei Paradox auch wieder Regie. Sammo Hung tritt zwar nicht vor die Kamera hat aber die Action choreografiert. In einer Nebenrolle gibt es hier Tony Jaa zu sehen. Louis Koo hat dieses Mal die Hauptrolle und Ken Lo ist auch wieder mit dabei. Als Bösewicht wurde dieses mal Chris Collins besetzt.

Die Handlung dreht sich um den Hongkong Polizist Lee Chung Chi, dieser bekommt einen Anruf von einer Freundin seiner Tochter. Diese befand sich in Thailand, ist aber seit drei Tagen verschwunden. Lee macht sich auf den Weg nach Thailand, dort bekommt er Hilfe von dem Polizisten Chui Kit. Doch nicht alles ist so freundlich wie es aussieht. Denn Lee stößt schnell auf einen illegalen Oranghandelring. Dazu gibt es noch eine Verschwörung und die Chancen seine 16 Jährige Tochter wieder zusehen wird immer geringer. Doch Lee gibt nicht so schnell auf.

Nach dem der zweite Teil zwar tolle Actionszenen hatte aber bei der Handlung sehr schwach war. So macht der dritte Teil wieder alles besser. Paradox ist eine Mischung aus Drama, Thriller und Martial Arts Film, der mit seinen Actionszenen sparsam umgeht, diese sind dafür aber lang und hart. Man zeigt hier sehr viel können und als Zuschauer fiebert man mit Lee mit und hofft das es seiner Tochter gut geht.

Drama und Thrille geben sich die Hand bei Paradox

Zwar ist es keine neue Handlung, das ein Vater seine Tochter sucht. Man denke nur an 96 Hours mit Liam Neeson, der durch Paris läuft wie ein verrückter um seine Tochter zu retten. Doch zum Glück geht es bei Paradox etwas vernünftiger zu. Man baut die Charaktere auf und wir erfahren nach und nach was das Problem von Lee und seiner Tochter ist. Etwas tragisches was der Vater tat um seine Tochter zu schützen. Das trieb sie nach Thailand, es wirkt am Anfang auch so als ob sie Selbstmord gefährdet wär, Doch dafür gibt es zu wenige Anzeichen. Es ist eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Lee gibt aber nicht so schnell auf und sucht immer weiter nach spuren.

Bei dieser Suche erfahren wir mehr über das was passierte und was die Menschen im Hintergrund alles gemacht haben. Wir lernen nicht den typischen Bösen kennen, sondern erfahren auch mehr über sie. Jedenfalls über einige. Der Hauptböse ist auch nur Böse und handelt, aber das nur weil er Aufträge bekommt. Er existiert wegen anderer und die lernen wir auch etwas kennen. Hier reicht alles weiter als wir am Anfang erahnen können. Das geht sehr in die Tiefe und nimmt uns als Zuschauer mit. Denn wir fühlen mit Lee und wollen wissen wie es ausgeht. Man hält die Spannung hoch und das über den ganzen Film. Dabei ist alles auch sehr düster gehalten und man gibt uns keinen Humor.

Die Handlung zieht sich bis zum Ende durch. Zwar hat man einen Verdacht wie Paradox ausgehen könnte und wie alles zusammenhängt. Doch das man so etwas düsteres bekommt hätte man nicht erwartet. Es reiht sich mit dem ersten Film ein. Man setzt hier die Handlung vor die Action und lässt den Zuschauer erst in den Film eintauchen und mit den Charakteren zu fühlen bevor es los geht.

Action

Wenn Sammo Hung hinter der Kamera die Action choreografiert bekommt man immer sehr gute Martial Arts Szenen geboten. Das ist bei Paradox keine Ausnahme. Auch haben Wilson Yip und Hung schon bei den IP Man Filmen zusammengearbeitet, nur ist der Stil hier etwas anders. Man ist monderen und mehr auf Nahkampf auf und man will den Gegner schnell erledigen und Louis Koo schlägt sich hier gut und muss es mit einigen Gegner aufnehmen. Wu Yue muss auch immer wieder mit ran und im Finale müssen sie es mit Chris Collins aufnehmen und hier bekommt man einen sehr langen Kampf geboten in dem es auch etwas geht.

Tony Jaa hat nur eine Nebenrolle bekommt aber auch eine längere Actionszene, wo er sein Talent zeigen kann. Auch hier geht es um etwas. Das verleiht den ganzen Martial Arts Szenen mehr tiefe und eine Bedeutung. So wird alles spannender und wir verstehen warum die Charaktere in Paradox kämpfen. Dazu zeigt sich das Wilson Yip und Sammo Hung so viel Ahnung haben, das die Action modern und schnell wirkt. So bekommen wir lange und spannende Martial Arts Szenen die auch sehr hart sind und jedes Mal steigert sich alles.

Optik

Paradox ist ein moderner Hongkong Film und den Stil von Wilson Yip erkennt man sehr schnell wieder. Man hat das Gefühl wieder im ersten SPL Teil zu sein, nur dieses Mal mit einer anderen Handlung und wir befinden uns in Thailand und nicht mehr in Hongkong. Doch die ruhigen Bilder bei den Dramaszenen und das Tempo was sich steigert bei den Martial Arts Einlagen. Hier zeigt sich die Erfahrung von Yip und Sammo Hung, es gibt zwar viele Schnitte aber die Kamera fängt alles gut ein, es wackelt nichts und als Zuschauer erkennen wir alles was passiert. Es wirkt schneller, härter und hat ein gutes Tempo. Die Spannung wächst je länger ein Kampf geht und wird nie langweilig, weil wir gefesselt sind.

Man zeigt uns Thailand auch immer wieder. Die Schauplätze sind gut gewählt, alleine die Verfolgungsjagd durch das Hochhaus, was auf einem Häuserbau endet. Man hat nicht das Gefühl ein Touristenfilm zu sehen, sondern sieht auch die Schattenseiten der Stadt. Auch ist alles in dunklen Farben gehalten, so wirkt der Film auch sehr düster, was der Grundstimmung hilft und uns als Zuschauer auch zeigt, dass wir hier keinen heiteren Actionfilm vor uns haben.

Fazit:

Paradox ist ein düsterer Thiller, der sich viel Raum für das Drama nimmt. Das gibt den Martial Arts Szenen mehr tiefe und Gewicht. Denn diese sind dank Sammo Hung sehr gut gemacht und haben auch eine Handlung die erzählt werden. Es ist ein düsterer Film der dem Zuschauer nach und nach die Hoffnung nimmt. Dafür werden wir aber mit exzellenten Actionszenen belohnt.

Paradox

Movie title: Paradox

Director(s): Wilson Yip

Actor(s): Louis Koo, Wu Yue, Tony Jaa, Chris Collins, Gordon Lam Ka-Tung, Ken Lo, Jacky Cai, Stephy Tang, Vithaya Pansringarm

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 9/10
    Action - 9/10
8.4/10

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