In den 80er Jahren war Roddy Piper einer der beliebtesten Wrestler der Welt, dazu war er der beste Heel aller Zeiten. Dazu fing er auch eine Filmkarriere an, er spielte die Hauptrolle in John Carpenters Sie Leben! und wurde zum Kultstar für viele Filmfans, es folgten weitere Filme und die sind eher auf B-Action Niveau, was nichts Schlimmes bedeutet aber bis zu seinem tot, spielte Piper immer wieder in Actionfilmen mit. Ein Jahrzehnt davor wurde in Japan Sonny Chiba zum Kultstar mit seinen Martial Arts Filmen. Im Jahr 1994 kamen beide zusammen für einen Spielfilm. Heraus gekommen ist dabei Resort to Kill oder im Original auch Immortal Combat genannt. Beide sind also die Helden und verprügeln die Bösen. Dazu gibt es in den Nebenrollen Tommy ‘Tiny’ Lister der schon in Der Hammer es mit Hulk Hogan aufnahm und auch eine kurze Laufbahn in der WWE hatte. Dazu spielt Meg Foster eine Böse. Also sind ein paar bekannte Namen dabei, die auch noch im Jahr 2018 ziehen können. Doch lohnt der Film?

Die Handlung beginnt in L.A., dort muss der Cop John Keller Frage und Antwort stehen. Denn bei einem Auftrag in New York kam seine Partnerin ums Leben. Er und sein japanischer Kollege JJ konnten das nicht verhindern. Doch John will nur noch eins: Rache! Er hat auch einen Verdacht und macht sich auf den Weg auf eine Insel. Bei der Schiffsfahrt dahin lernt er Karen Keeler kennen. Beide laufen sich auf der Insel immer wieder über den Weg und können sich am Anfang nicht leiden. Doch Karen ist Reporterin und will heraus finden, was auf der Insel los ist. JJ hat währenddessen ein ungutes Gefühl und macht sich auch auf den Weg. Auf der Insel angekommen gibt es Probleme. Karen wird entführt und John und er werden gefangen genommen und müssen nun eine Menschenjagd überleben.

Die B-Action Welt der 90er lieferte einige Highlights ab. Resort to Kill ist irgendwo dazwischen, man hat das Gefühl, er geht mit seinen 100 Minuten etwas zu lang. Denn der Mittelteil zieht sich sehr und wir bekommen zu viel Zeit mit John und Karen, zwar bindet uns das an die Charaktere aber charmanter macht das beide nicht. Dabei zeigen Roddy Piper und Sonny Chiba hier ihr ganzes können.

Resort to Kill Genrehandlung mit einem kleinen Twist

Die B-Actionfilme haben meist immer eine Handlung, die sehr ähnlich abläuft, es gibt zwar immer Abänderungen, so das man am Ende einen etwas anderen Film hat. Doch die Genreformel ist immer dieselbe. Das stört auch weniger, weil man es mit vielen Elementen verbinden kann. Man hat Zeit für Action, verwendet ab und an auch Szenen wieder. Man kann auch Genres mixen und das tut man auch bei Resort to Kill. Denn anstatt wie man vermutet, wird es kein typischer Martial Arts Film, der in einem Turnier auf einer Insel endet. Denn am Anfang verspricht man uns ein Komitee, wo John und JJ auch kurz dran teilnehmen. Sondern man bringt etwas Übernatürliches mit ein in die Handlung.

Der Mythos des Ganzen wird uns auch erklärt, weil man dem Zuschauer nicht alleine lassen will, mit untersterblichen Gegnern, die hiergezüchtet werden. Man bringt verstorbene Gegner wieder zum Leben und lässt sie auf die Feinde los, weil man sie kontrolliert. Also wie Ihr merkt, auch dieser Teil der Handlung ist nicht neu, so was hatten wir auch bei Trancers 3 schon gesehen oder bei Universal Solider. Man nutzt bestimmte Elemente und macht daraus etwas anderes.

Der Charakteraufbau ist typisch Buddy Action Comedy. Obwohl Sonny Chiba und Roddy Piper hier nur in bestimmten Teilen zusammen sind. Viel mehr dreht sich alles um den Charakter von Piper. Chiba seiner darf dann im Finale die Welt retten. Die Bösen haben zwar einen Plan aber der geht nur auf der Insel und einer der Charaktere ist der Böse der Böse, weil man ihn für die Rache braucht. Man versucht zwar etwas Tiefe zu geben aber das klappt nicht immer.

Action

Wenn man ein Film mit Roddy Piper und Sonny Chiba schaut, erwartet man auch Action. Die bekommt man auch. Es nutzt sich aber alles schnell ab. Sonny Chiba habt ein paar coole Szenen mit seinem Stuntteam und das war es dann auch schon. Er verprügelt ein paar Typen mit seinen gewohnten Moves und mit dem Schwert. Ansonsten bleibt er im Hintergrund und zeigt zwar sein Können aber man merkt, das er auch 20 Jahre älter ist als in den 70er. Er kann sich zwar noch gut bewegen aber die Szene am Baum sieht stark nach Stuntman aus, wenn er da hochläuft und einen Rückwärtssalto macht. Was ein cooler Move ist und in Actionfilmen immer wieder gut rüberkommt aber irgendwie merkt man, das Chiba hier schon etwas älter ist.

Auf der anderen Seite haben wir Roddy Piper, der als Wrestler auch weiß wie man sich bewegen muss und Action gutaussehen lässt. Das sieht man auch bei Resort to Kill, er darf sich mit den Bösen prügeln und auch ein paar Wrestling Moves zu zeigen. Auch hier wirkt alles zwar gut, aber irgendwie schöpft man das Potenzial von Piper nicht wirklich. Am Ende wirkt alles so typisch und schnell abgehandelt.

Optik

Man sieht Resort to Kill an, dass er in den 90ern gedreht wurde. Nicht nur das es ein Heimkino Produkt ist, was das Bildformat von 4:3 erklärt. Auch die Kleidung spricht hier Bände. Ansonsten hat man mit der Insel einen exotischen Ort gefunden und das bekommen wir auch immer wieder zu sehen. Denn man zeigt uns die Gegend und die Menschenjagd am Ende führt auch durch den Dschungel der Insel. Man bekommt also eine schöne Umgebung zu sehen. Also was das Bildformat hergibt und was man durch die Qualität sieht.

Die Kamera ansonsten ist typisch für einen B-Action Film. Dank Sonny Chiba und sein Stuntteam hat man bei den Actionszenen mehr Tempo drin, die Kamera fängt aber längere Einstellungen ein und so wirken die Kämpfe zwar dank des Stuntteams sehr dynamisch aber temporeich sieht anders aus. Auch Roddy Piper weiß wie Action aussehen muss, damit sie auf dem TV gut aussieht. Also hier hat man zwei Profis vor der Kamera, die uns die Action schmackhafter machen.

Fazit:

Resort to Kill hat mit Roddy Piper und Sonny Chiba zwei Schauspieler in der Hauptrolle die Action versprechen. Zwar bietet der Film davon welche aber nicht genug und vieles nutzt sich schnell ab. Vor allem im Finale wird es langweilig. Dennoch bietet der Film etwas Unterhaltung und als Fan der Beiden hat man auch seinen Spaß.

Resort to Kill

Movie title: Resort to Kill

Director(s): Dan Neira

Actor(s): Roddy Piper, Sonny Chiba, Kim Morgan Greene, Meg Foster, Deron McBee, Tommy 'Tiny' Lister, Woon Young Park, Lara Steinick, Roger Cudney, Art Barr, Kerry Knowlton, Craig Mally

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 5/10
    Action - 5/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.0/10

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