Die japanische Idol Welt ist für einen Ausstehenden ein großes Mysterium, zwar kommen immer wieder Filme die uns das Laben eines Idols zeigen auf den Markt, aber auch hier muss man sich etwas auskennen, denn man zeigt uns immer nur die Schattenseiten der Industrie und davon gibt es viele. Auch ein paar Dokumentationen gibt es, berüchtigt sind die von AKB48, welche ungeschönt den Fans das zeigen was hinter der Kulissen passiert. Doch kritisch wird man selten, man verteufelt eher das Produkt und steckt den Kopf in den Sand. Auch Tokyo Idols musste mit diesen Gegenwind kämpfen. Denn vor allem ausländische Fans wollen nicht so sein und glauben nicht was sie in dieser Dokumentation gesehen haben. Dabei demontiert diese Doku die Welt und zeigt alles was dort passiert. Ob es nun gut oder schlecht ist, man lässt es Unkommentiert aber zeigt beide Seiten.

Die Dokumentation begleitet Idols und ihre Fans in ihrem Alltag und lässt sie dabei zu Wort kommen. Darunter ist auch Rio ein Underground Idol was den Weg nach oben schaffen will. Sie hat sehr treue Fans und die würden alles für sie. Doch die Fans sind einsam und allein. Genauso wie andere Gruppen. Darunter ist auch Yuka von P.Idl, welche ältere Fans hat, wie viele Gruppen. Auch eine Gruppe wird gezeigt wo zehn Jährige Mädchen dabei sind und Männer im Publikum sie anfeuern welche ihre Väter sein könnten. Doch ist das alles wirklich nur Fanliebe oder ist da mehr? Diesen Fragen geht Tokyo Idols auf den Grund.

Mit der Dokumentation Tokyo idols bekommt man einen guten Einblick in die Idol Welt aber man sollte sich auch vorbereiten. Denn nicht alle Antworten könnten einen Fan gefallen. Es ist auch sehr selbst reflektierent,  denn was man sieht und hört ist auch sehr erschütterten. Es wird analysiert und auch die Fans kommen zu Wort. Man sieht erfährt bestimmte Dinge, welche nicht normal wirken.

Tokyo Idols zeigt das Gute und das Böse

Eine Dokumentation sollte uns immer die Realität zeigen oder das war der Regisseur es dafür hält. Nicht alles ist immer Objektiv und manchmal schießt jemand auch über das Ziel hinaus. Denn man kann nicht alles verwenden was man gedreht hat. So muss man immer noch eine Geschichte erzählen, welche auch ein Ende haben muss, jedenfalls für den Moment. Das ist das schwerste, dabei kann jede Dokumentation anders sein. Manche haben einen Off Erzähler und andere Leben von den Bildern und den Interviews. Bei Tokyo Idols ist es das zweite, man hat auch ein paar Texteinblendungen, welche uns Informationen geben.

Rio ist ein guter Charakter mit dem wir den Einstieg in die Idol Welt bekommen, sie ist offen und ehrlich und mit ihre Geschichte kann man Fans und andere Idols einführen. Hier sieht man sehr schnell die Schattenseiten, zwar sagen die männlichen Fans immer wieder, wie sehr sie Rio lieben und was sie für sie tun würden. Es wirkt wie eine sehr loyale Fanbase, aber die düsteren Seiten sind da. Rio ist gerade einmal 20 und ihre Fans sind auch schon mal über 40 wie Koji, der sogar mal ein normales Leben führte aber als seine Freundin ihn verlassen hat, fand er Rio und dann war es um ihn geschehen. Was das alles bedeutet wird uns auch erklärt. Es ist eine Form der Sexualisierung in Japan, auch das Händeschütteln, was für die Idols nicht viel ist, ist für die Fans schon eine Form des Sex. Da es etwas intimes ist, es gab eine Zeit in Japan da waren Berührungen verboten.

Die Männer sind es, welche die Idols am Leben erhalten, zwar sieht man auch ein paar Frauen, doch die wollen auch Idols werden. Am düsteren wird es wenn Tokyo Idols uns die kleinen Mädchen zeigen, die vielleicht zwischen zehn und 14 sind und die älteren Fans. Auf der einen Seite wird es als heilend erklärt aber auch als Männer die Probleme haben Frauen kennenzulernen in ihrem Umfeld, sie fühlen sich bei den Idols sicherer, weil sie nichts für die Beziehung tun müssen. Jeder Fan ist Gleich und muss genauso viel lLebe und Anerkennung bekommen.

Fazit:

Tokyo Idols ist eine gute Dokumentation, welche die Idol ungeschönt zeigt und man lernt viel über die Fans und die Psychologie dahinter. Manches möchte man nicht wissen, weil es den Traum zerstört, aber es ist notwendig um diese Szene zu verbessern, was die Fans aber am Ende nicht wollen und das Management im Hintergrund auch nicht, zu viel Geld verdient man mit den Idols.