Live Action Filme zu Mangas und Animes werden auch in Japan immer beliebter und man verfilmt alles was bei der Jugend gerade IN ist oder sehr viele Fans hat. Ähnlich wie in den USA wo wir viele Superheldenfilme bekommen. Nur ist der kulturelle Unterschied deutlich bemerkbar. Denn wir haben es hier immer mit jugendlichen zu tun, selten gibt es eine Manga Verfilmung, die auf ein erwachsenes Publikum abzielt. Das haben Japan und die USA gemeinsam. Doch man verfilmt andere Stoffe, auch wenn es viele Paralellen gibt. Die Helden sind anders und haben andere Probleme und müssen immer trainieren um besser zu werden, sie haben zwar große Kräfte müssen aber Üben um mit ihnen umzugehen. Einer dieser Shonen Mangas war Bleach von Tite Kubo, welcher 2018 auch einen Live Action Film bekam. Nach einigen Anime Filmen und einer Serie die lange liefe.

Die Handlung dreht sich um den Teenager Ichigo, welcher Geister sehen kann. Das kann er schon seit seiner Kindheit, bei einem Unfall hat er seine Mutter verloren, doch was genau passiert ist, weiß Ichigo nicht mehr. Als er eines Tages in seinem Zimmer den Shinigami Rukia sieht, wie sie einen Geist in die Soul Socity schickt, versteht er die Welt nicht mehr. Doch etwas größeres greift sein Haus an und dann erfährt er von Rukia das er große sprituelle Kräfte hat. Er muss den Hollow besiegen, dazu überträgt Rukia ihm ihre Kräfte. Das ruft aber andere Gestalten auf den Plan, denn Rukia hat damit gegen den Kodex verstoßen. Doch Ichigo muss den größten Hollow besiegen.

Wie bei vielen Live Action Filmen wird die Handlung nur angeschnitten. Wir erfahren bei Bleach auch nur die Anfänge von Ichigo und tauchen ein in die Welt, die wohl noch viel mehr bietet. Denn die Soul Socity sehen wir noch nicht. Dennoch bekommen wir eine runde Handlung geboten. Dazu auch ein paar bekannte Gesichter vor der Kamera, wie Hana Sugisaki, die schon in der Live Action Verfilmung von Blade of the Immortal die weibliche Hauptrolle übernahm.

In Bleach muss ein Held trainieren

Ichigo ist der typische Held eines Shonen Mangas, er ist zwar sympathisch hat aber keine Ahnung was er alles kann. Dabei muss er trainieren um besser zu werden und auch immer wieder starke Gegner erledigen. Er hat keine Mutter mehr und sein Vater kümmert sich um ihn und seine zwei Schwestern, aber ermutigt Ichigo dazu stark zu werden. Dabei scheint es auch für die Familie normal zu sein, dass Ichigo Geister sehen kann. Er kämpft auch immer für das Gute und gibt niemals auf. Das ändert sich auch nicht als er Rukia trifft. Er will ihr Helfen und wir selbst zum Shinigami. Damit beginnen aber auch die Probleme für Ichigo, er muss mit seinen neuen Kräften klar kommen und dazu gibt es da noch den Kodex.

Die Beziehung von Ichigo und Rukia steht ab diesen Moment im Vordergrund. Denn Rukia ist kein Mensch und muss sich an ihr neues Leben gewöhnen und nisste sich bei Ichigo einfach ein und lebt in seinem Schrank. Auch geht sie zur Schule und hier muss dann Ichigo damit klar kommen, dass sie sich in sein Leben drängt. Denn er ist jetzt ein Shinigami wenn sein Geist den Körper verletzt, dafür nutzt Rukia einen roten Handschuh. Hier fangen aber auch die Probleme an, denn Ichigo hat die Kraft, kann sie aber nicht richtig einsetzen. Während also Rukia und Ichigo trainieren, bauen sich im Hintergrund die Probleme auf.

Wir lernen viel über Ichigo und was in seiner Kindheit passiert ist, es ist auch der Konflikt der am Ende gelöst werden muss. Hierfür trainiert Ichigo, es ist der Anstoss den der Charakter braucht. Dabei wirkt es auch so, dass er Rukia mag und sie ihn. Doch ihre Gefühle sind auch ein Problem, es ist ihr nicht erlaubt und was sie getan hat, führt laut dem Kodex dazu, dass man sie und Ichigo töten wird. All das kommt im Finale zusammen und die Spannungskurve steigt.

Action

Wie in jeder Shonen Geschichte, muss es auch in Bleach Action geben. Beim Film baut man das etwas auf, so gibt es am Anfang schon einen kleinen Ausblick auf die Kräfte von Ichigo und beim ersten Kampf gegen den Hollow. Doch dann baut man das auf und zeigt uns, wie er trainiert um besser zu werden. Das steigert man, bis er seine Kräfte beherrscht und er damit umgehen kann. Rukia entpuppt sich als harte Trainerin und die Montagen dafür wirken auch aus, als ob sie direkt aus einem 80er Jahre Martial Arts Film kommen, wo der Hauptcharakter auch üben muss um besser zu werden.

Wenn das Finale von Bleach los geht, dann bekommen wir einen langen Kampf geboten. Hier sieht man auch ein Effektfeuerwerk, denn man kämpft durch die Innenstadt und für die Menschen wirkt es wie ein Wirbelsturm, wenn Ichigo gegen den Hollow kämpft. Dieser Kampf ist sehr gut gemacht und man merkt, wie schwer es Ichigo fällt das Monster zu besiegen. Danach geht es noch weiter, damit zeigt man uns dem Zuschauer das Ichigo nicht aufgibt, egal wie hart er geschlagen wird.

Optik

Das Umsetzen eines Mangas ist schwer, denn Charaktere haben öfters auch sehr wilde Haarfarben und das kann bei echten Menschen merkwürdig aussehen. Bei Bleach hat man es versucht, so hat Ichigo etwas oranges Haar. Ansonsten sind die Frisuren doch sehr unterschiedlich zu der Vorlage. Man trifft aber bei der restlichen Welt, sehr gut den Stil und man fühlt sich in die Welt von Bleach hingezogen. Vor allem der Anfang erinnert einen an die erste Folge des Animes. Interessant ist auch das Zimmer von Ichigo, er scheint ein großer Bad Religion Fan zu sein, so viele Poster der Band man dort findet. Er hört sie aber nie. Rukia hat den roten Handschuh und damit ein weiteres deutliches widererkennenungs Merkmal des Mangas bei sich.

Die Kamera zeigt in den Actionszenen immer ein ruhiges Bild und wir sehen was passiert, was bei den Kämpfen auch wichtig ist. Ansonsten gibt es immer wieder Kamerafahrten und längere Einstellungen. Auch den Running Gag von Bleach gibt es, man zeichnet Ichigo etwas auf um es ihm zu erklären. Man baut auch mit den Bildern die Beziehung zwischen Ichigo und Rukia auf, weil sie nie darüber reden. Außer er bietet ihr an, dass er der Freund von ihr sein könnte. Dazu gibt es auch etwas Humor, wenn Ichigo Rukia in seinem Schrank entdeckt und dann der Vater herein kommt um nach zu sehen ob sich hier ein Mädchen versteckt.

Fazit:

Bleach ist eine gelungene Umsetzung der Vorlage. Man bekommt zwar nur einen kleinen Einblick in die Welt und lässt das Ende offen, für eine mögliche Fortsetzung. Ansonsten bekommt man genau das, was man erwartet. Eine nette Geschichte und im Finale sehr viel Action.

Bleach

Movie title: Bleach

Director(s): Shinsuke Sato

Actor(s): Miyavi, Hana Sugisaki, Sôta Fukushi, Erina Mano, Masami Nagasawa, Yôsuke Eguchi, Ryô Yoshizawa, Taichi Saotome, Yû Koyanagi, Seiichi Tanabe

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.5/10