Live Action Filme von Animes und Mangas sind IN und irgendwann trifft es auch mal die Außenseiter, da man keine Angst haben muss hier viele Fans zu enttäuschen und man kann einiges abändern. Zum Glück ist Gintama kein Außenseiter, auch wenn der Manga und Anime sich selbst nie ernst nimmt und eine Parodie auf sas Shonen Genre ist, so bekommt man doch auch lange und epische Geschichten erzählt. Man hat aber auch viele Anspielungen auf die japanische Popkultur dabei und so kann es schon mal Vorkommen, dass sie Das Schloss im Himmel suchen oder einem Schüler helfen, der ein Sommertagebuch schreiben soll und dabei dann nur Pantsus vorkommen die er gesehen haben soll. Alles ist möglich in der Welt von Gintama und das zeigt auch der Live Action Film. Für die Handlung nahm sich die Benizakura Arc vor, welche schon im Anime und auch im ersten Kinofilm verwendet wurde.

Die Handlung beginnt in einem Cafe, wo zwei Amanto gerade Milch bestellen, doch sie wollen nur stress und Shinpachi soll sie bedien. Während im Hintergrund Gintoki gerade seine Schokoladen Parfet isst, dabei wird er aber gestört und verprügelt die Aliens und dann erscheinen die drei Hauptcharaktere und manchen sich über diese Szene lsutig und diskutieren ob ein Live Action Film funktionieren kann. Dann geht die Handlung los. Kagura will Käfer fangen gehen, denn sie braucht einen neuen. Gintoki macht nur mit, weil er denkt er könnte Geld verdienen. Im Wald treffen sie auf die kaiserliche Armee, die den Käfer des Shogun fangen sollen. Als alle dem Insekt hinterher jagen, treffen sie auf Elizabeth und Katsura, welcher von Gintoki nur Zura genannt wird. Dieser scheint am nächsten Morgen getötet wurden zu sein, Shinpachi und Kagura machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Gintoki bekommt einen anderen Auftrag, er soll das Schwert Benizakura finden. Beide Aufträge scheinen aber zu einer Person zu führen. Als Gintoki verwundet wird, Kagura entführt wird, muss Shinpachi versuchen heraus zu finden was los ist.

Was Shinpachi ist im Gintama Live Action Film der Hauptcharakter? Nein, er ist nur Teil der Handlung, welche länger und komplexer ist, als man denkt. Denn die Vorlage, erzählt auch eine Geschichte über Rebellen, welche die Amanto stürzen wollen und somit den Weg frei machen, dass die Samurai zurückkommen können. Dazwischen passiert aber auch noch sehr viel und es gibt den typischen Humor des Mangas und Animes.

Gintama: Komplexe Geschiche verpackt in einer Parodie

Gintama war schon immer ein Produkt, was sich zwar die meiste Zeit nicht ernst nimmt aber auch immer wieder eine Geschichte erzählt, die dem Zuschauer mitreißt. Das funktioniert auch bei dem Live Action Film, zwar hat man es als Neuling schwer, denn man wird mitten in die Welt geworfen und merkt das die Charaktere sich kennen wie sie interagieren aber vieles bemerkt man erst, wenn man den Anime oder Manga kennt. Denn die Welt ist groß und so wirkt das alternative Edo auch etwas befremdlich. Die Amanto laufen rum und es sind alles unterschiedlischte Aliens. Sie gehören einfach zum Hintergrund der Welt dazu.

Auch gehört zu Gintama die ganzen Anspielungen an die japanische Popkultur, das merkt man vor allem bei den Dialogen, immer wieder gibt es Dinge, die man nur versteht, kennt man sich in dieser Popkultur aus. Zwar macht es der Film auch immer wieder etwas leichter, wenn es bei bestimmten Dingen einen direkt erklärt, vor allem wenn es einem Ghibli Film geht und hier gibt es eine Szene, die dann auch das andere zeigt was Gintama ausmacht. Man spricht einfach darüber was gerade passiert und bricht die vierte Wand. Die eigentliche Handlung des Films ist dann eine Geschichte von Freundschaft und Verrat. Dazu kommt der Wille des Samurais. So gibt es Böse und Gute und welche die dazwischen sind.

Als Zuschauer muss man aber auch am Ball bleiben, denn immer wieder gibt es Stellen, die etwas ruhiger und ernster sind, in diesen Momenten glänzt der Film dann wirklich. Hier bekommen wir die andere Seite von Gintama zu sehen, wenn man sich ganz auf das Shonen Genre verlässt und es für sich nutzt, nur um ein paar Minuten später wieder Gags los zu lassen.

Action, Humor und alles andere

Gintoki ist nicht nur der Hauptcharakter in der Welt von Gintama, er ist auch als der weiße Dämon bekannt. Einer der besten Samurai, die damals die Rebellion geleitet hat. Doch er kämpft nicht mehr, er trägt nur noch ein Holzschwert und macht jetzt jeden Job den man ihn anbietet. Doch die Vergangenheit kommt immer wieder. Das führt zu einigen Schwertkämpfen im Film, vor allem im Finale und hier ist man der Vorlage sehr treu. Man zeigt wie stark Gintoki ist und das er jeden Gegner besiegt, egal wie stark dieser ist. Man nutzt hier das Genre ganz für sich. Dabei wird aber auch über das Leben philosophiert und man redet über Freundschaft. Das alles verleiht den Charakteren auch sehr viel tiefe.

Auf der anderen Seite gibt es auch sehr viel Humor und an den muss man sich als Zuschauer gewöhnen. Sollte man Gintama nicht kennen, wird man hier wohl fast erschlagen. Da reden die Figuren einfach über den Film, machen sich über etwas lustig und dann gibt es den nächsten Gag. Hier ist alles dabei. Von visuellen Witzen bis hin zu Wortspielen und Anspielungen. Davon lebt der Film, er drückt es ein aber nie aufs Auge.  Es wird einfach im Dialoge erwähnt, vor allem von Gintoki und meist von den anderen Charakteren ignoriert. Wie in der Szene wo das Benizakura erklärt wird. Hier meint Gintoki es wär wie bei dem Manga/Anime Parasyte und alle anderen Figuren lässt dies kalt.

Optik

Man hat es wirklich geschafft die Welt von Gintama in die reale Welt zu holen, ohne das es peinlich wirkt. Denn das alternative Edo unterscheidet sich zwar kaum von unserer Zeit aber die Amanto und die moderne Technologie, verändern die Welt schon sehr. Das sieht man auch in diesem Live Action Film, so trifft hier Moderne auf das klassische. Dazu sehen die Schauspieler in ihren Rollen auch den Vorlagen sehr ähnlich. Shun Oguri wirkt zwar ab und an etwas zu alt aber er spielt Gintoki perfekt, er meinte das er sein Schauspiel an das von Jackie Chan angepasst hat. Das Ex-Idol Kanna Hashimoto gibt Kagura auch perfekt wieder.

Die Kamera fängt das alles ein, man merkt, dass Regisseur Yûichi Fukuda Ahnung mit diesem Stoff hat. Drehte er schon die Live Action Filme zu Hentai Kamen 1 und 2. Hier zeigt dann sein können für Humor und Action. Gintama ist dabei komplexer als der Höschensuperheld aber auch hier gibt es viele Actionszenen und die sind gut in Szene gesetzt und auch das CGI funktioniert immer wieder gut. Sadaharu fällt da etwas raus aber dieses Wesen ist auch schwer hin zu bekommen. Das riesige Alien Haustier, eine Mischung aus Hund und Katze. Das Kagura gehört.

Fazit:

Gintama schafft es die wunderbare, schräge Welt des Mangas in einem Live Action Film umzusetzen. Dabei sollte man aber die Vorlage kennen. Ansonsten kann man schnell den Überblick verlieren. Ansonsten wird man toll unterhalten und der Spielfilm zeigt was Gintama so toll macht.

Gintama

Movie title: Gintama

Director(s): Yûichi Fukuda

Actor(s): Shun Oguri, Masami Nagasawa, Masaki Okada, Yûya Yagira, Masaki Suda, Hirofumi Arai, Ryô Yoshizawa, Kanna Hashimoto, Akari Hayami, Nanao, Tsuyoshi Muro, Ken Yasuda

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.8/10