Es gibt Fortsetzung zu Filmen, wo man vielleicht nicht mal das Original kennt. Das kann man auch von Killer Eye: Halloween Haunt sagen. Denn es ist das Sequel zu dem Film Killer Eye aus dem Jahr 1998, welcher sogar in Deutschland erschien. Die Fortsetzung entstand dann im Jahr 2011 und wurde auch ein paare Jahre später, aktuell bei Amazon Prime im Full Moon Channel oder auf der Full Moon Streaming Seite als Halloween Horror House wieder veröffentlicht. Das wirkliche interessante daran ist, dass hier Charles Band die Regie übernahm und es so zu einer echten Full Moon Produktion wurde. Dabei zeigt man sich eher von der witzigen Seite, denn man baut viele kleine Details zu anderen Full Moon Produktionen ein und bindet das Original auch auf eine interessante Art ein. Das ganze soll dann auch in Echtzeit spielen, was aber schnell wieder vergessen wird.

Die Handlung dreht sich um Jenna und vier ihrer Freundinnen, obwohl erst drei da sind. Sie sollen das Haus von Jenna herrichten. Denn Bald ist Halloween und die Mutter von Jenna besteht darauf, dass alles passend aussieht. Die Freundinnen werden mit Alkohol gelockt und fangen an. Da finden sie eine Special Edition von Killer Eye mit einer Figur des Auges, die Mädels fangen an den Film zu schauen. Doch schon bald erweckt das Auge zum Leben und fängt an die fünf zu Verfolgen.

in 69 Minuten bekommen wir also eine Fortsetzung präsentiert, welche das Original als besondere Vorlage nimmt. Wie erwähnt gehört die Idee mit der Echtzeit dazu, es gibt aber keine Uhren im Haus die das wirklich verdeutlichen. Nur der Einstieg, der in die Zeit um 65 Minuten zurück springt, nach etwa 4 Minuten Film. Also ist das was folgt wohl alles sehr chronologisch passiert, obwohl wenn die Mädels den Film schauen, scheint mehr Zeit zu vergehen. Dennoch ist es ein netter Start für einen Filmanfang.

Stereotypen in Weiblich bei Killer Eye: Halloween Haunt

Bei Killer Eye: Halloween Haunt haben wir nur weibliche Charaktere, so kann man schnell in die üblichen männlichen Klischees verfallen. So haben wir eine homosexuelle Frau dabei, welche auch etwas mit den Mädels flirtet, aber diese sind strickt Heterosexuell, jedenfalls bis das Auge ins Spiel kommt. Man merkt als wer hier die Zielgruppe des Films ist, dass stört zwar weniger fällt aber sehr deutlich auf. Denn die Mädels sind auch ab und an untypisch für diese Art für Film, als ob man mit biegen und brechen versucht zu zeigen, dass sie nicht die üblichen Stereotypen sind. Jenna sagt sogar sie ist kein Nerd, sondern ein Geek und findet Halloween und Horrorfilme toll.

Interessant ist Killer Eye: Halloween Haunt dann, wenn man auf die Vergangenheit von Full Moon anspielt und andere Filme erwähnt, was man so gesehen hat. Da wird Evil Bong erwähnt und die Mädels diskutieren auch kurz, was Evil Eye nun ist. Da es definitiv kein Chick Flick ist. Man versucht uns dem Zuschauer hier auch zu verdeutlichen, die Mädels sind schlauer als die typischen Horrorfilm Frauen aber verfallen dann doch wieder in die typischen Genreelemente. So kommt es auch dazu, dass Jenna welche sagte das sie nie Catline etwas anfangen würde, weil sie absolute nicht auf Frauen steht, im nächsten Moment es doch tut, das liegt an der Kontrolle des Auges. Was wie ein notgeiler Teenager wirkt.

Auch die restlichen Damen sind gezwungen anders und das funktioniert nicht immer. Rocky ist dann am Ende welche Killer Eye faszieniert weiter schaut. Denn der Vorgänger ist immer wieder im Bild von Killer Eye: Halloween Haunt, man streckt so etwas das sehr dünne Drehbuch. Anders kann man die Laufzeit von 69 Minuten nicht erklären. Dabei gibt es nette Ideen und die Auflösung des Anfangs ist auch cool. Man merkt zwar die Erfahrung von Charles Band und das manche Ideen nett sind aber nicht alles funktioniert.

Horror und Erotik

Etwas wirkt Killer Eye: Halloween Haunt so als wär er für ein anderes Jahrzehnt produziert. Denn Full Moon hat sehr viele Heimvideo Hits gehabt und nach dieser Formal ist auch dieser Film entstanden. Nur das 2011 die Zeit schon eine andere war und wenn man ihn jetzt im Jahr 2018 entdeckt, hat man das Gefühl man sieht etwas, was auch halbwegs Zeitlos gedreht wurde, obwohl eine DVD vorkommt. Man verzichtet aber auf Smartphones. So ist es dann auch kein Wunder, das man sehr viel Nacktheit in den Film einbaut, was man am Anfang nicht vermuten würde aber irgendwann gibt es Szenen wo eine Darstellerin Minuten lang oben ohne ist. Eine Andere zieht ihr Hemd gleich am Anfang aus und ist dann nur noch im BH unterwegs. Dazu dann das Auge, was immer wieder die Mädels übernimmt und so lesbische Liebe machen will.

Bei all dieser Erotik kommt aber die Horror immer wieder zu kurz. Auch wenn manche Idee nett ist und das Haus sieht echt gut aus. Aber die Spannung fehlt an allen Ecken und Kanten des Films. Man scheint hier eher versucht zu haben, uns den Zuschauer mit der Nacktheit zu unterhalten und den Horror so nebenbei laufen zu lassen. Bei 69 Minuten funktioniert das auch, aber es hätte mehr drin sein können, vor allem zeigen das einige Szenen wo das Auge sich anschleicht und auch eine Bedrohung darstellt.

Optik

Das Charles Band ein fähiger Regisseur ist, zeigt er auch bei Killer Eye: Halloween Haunt, denn der Film sieht gut aus. Wenn man das Budget bedenkt, von gerade mal 500.000 US Dollars. Man drehte auch nur in einer Villa und hatte wohl so mehr Möglichkeiten für die Einrichtung. Der Film beginnt mit einer tollen subjektiven Kamerafahrt, hier verfolgt das Böse, wir wissen noch nicht was es ist, Jenna und das sieht echt gut aus. Diese Aufnahmen gibt es ab und an im Film, hier gibt man sich Mühe mit ein paar Spezial Effekten. Auch sonst fängt man die Details gut ein. Das ganze Haus ist voller kleiner Anspielungen an andere Full Moon Filme.

Wie schon erwähnt, dass Haus sieht gut aus, es gibt so viele Details, die unglaublich sind. Man merkt hier, dass es wirklich um Halloween geht. Ansonsten versucht man alles zu Zeitlos wie möglich zu halten. Wie auch schon eher erwähnt, es gibt keine Smartphones und auch sonst erkennt man nicht das es 2011 war. Es hätten auch die 90er sein können, manches wirkt dann aber doch moderner. Dennoch Killer Eye: Halloween Haunt wirkt als käme er aus einer anderen Zeit.

Fazit:

Killer Eye: Halloween Haunt ist sicherlich nicht der beste Film den Charles Band je gedreht hat. Auch wenn der Film kaum Spannung bietet und mehr wert auf nackte Tatsachen legt, funktioniert er in sich dennoch gut. Er ist auch unterhaltsam. Es isr definitiv kein Film für den Horrormainstream, sondern man muss schon Fan von Full Moon sein.

Killer Eye: Halloween Haunt

Movie title: Killer Eye: Halloween Haunt

Director(s): Charles Band

Actor(s): Erica Rhodes, Olivia Alexander, Chelsea Edmundson, Ariana Madix, Lauren Furs, Danielle Stewart, Chelsea Leigh Edmundson

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 3/10
    Spannung - 3/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
5.0/10

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