Mangaka Junji Ito ist einer der bekanntesten für Horrorgeschichten, viele seiner Geschichten sind sehr bekannt. Darunter fällt auch Tomie, eine lange Geschichte rund um eine Figur, welche für viel Schrecken und Angst sorgt. Es ist also kein Wunder das man in Japan anfing diese Werke zu verfilmen als die neue J-Horrorwelle nach Ringu los ging. 2000 entstand mit Tomie: Replay ein weiter Film in der Reihe, der zweite Kinofilm. Viel mit dem Vorgänger hat er aber nicht zu tun, außer der Figur Tomie aber dies ist auch im Manga so, manchmal hängen die Kapitel zusammen aber Oft sind es kurze Einblicke in das Leben der Menschen die mit dieser schönen Frau zu tun haben. Dabei ist es immer ein schleichender Horror mit vielen grotesken Bildern. Auch bei diesem Film bekommen wir Szenen geboten die eins zu eins aus dem Manga von Junji Ito übernommen wurden.

Die Handlung beginnt in einem japanischen Krankenhaus, ein Kind wird eingeliefert, ihr Bauch ist aufgebläht. Die Ärzte sind in Sorge, denn sie hatte erst eine Organtransplantation und man hat Angst das etwas falsch ging. Sie scheiden den Bauch auf und es schaut sie ein Auge an und der Kopf spricht sogar und sagt seinen Namen. Ein paar Tage später, vier Krankenschwestern und zwei Ärzte werden vermisst und viele Patienten haben das Krankenhaus verlassen. Fumihito ist aber immer noch da und redet mit seinem besten Freund Takashi, als Fumihito aufs Klo muss, sieht er eine mysteriöse Frau über den Flur laufen. Kurz danach ist sein Freund verschwunden und meldet sich kaum noch. Etwas später macht sich Yumi, die Tochter des Chirurgen Dr. Morita auf die Suche nach ihren Vater. Sie trifft auf Fumihito und in den Aufzeichnungen finden sie einen Namen: Tomie. Dies ist auch der Name des Mädels das Takashi verrückt gemacht hat. Zusammen begegeben sich Beide auf die Suche nach der Wahrheit.

Der Manga Tomie bietet sehr viele Geschichten, welche man verfilmen könnte. Bei Tomie: Replay entschied man sich dafür die Handlung der Kapitel Tomie Part 2: MORITA HOSPITAL und Basemant zu nehmen. Man hat aber etwas die Handlung verändert. Dennoch bekommt man sehr viele Szenen zu Geischt, die auch so im Manga von Junji Ito vorkommen. Dabei geht man auch auf den Mythos von Tomie ein.

Tomie: Replay und der Mythos der Tomie

Man hat für Tomie: Replay die Handlung des Mangas etwas verändert, denn dort ist es Fumihito der die sache im Krankenhaus untersucht und eine Klassenkameradin trifft, welche eine Niere von Tomie bekommt. Hier hat man es etwas abgedändert und sich dem damligen Trend der J-Horror Welle gebeugt und eine weibliche Hauptrolle genommen. Das stört aber weniger. Yumi macht sich also immer wieder auf die Suche nach der mysteriösen Frau, welche jeden Mann wahnsinnig macht. Als Zuschauer bleiben wir bei ihr, auch wenn die Handlung immer wieder Sprünge zu Fumihito macht und was er erlebt.

Wir sehen auch was aus Takashi wird und hier erleben wir dann den Tomie Mythos im Film zum ersten Mal richtig. Denn sie treibt jeden Mann in den Wahnsinn, erst verfallen sie ihr und dann wollen alle Tomie nur noch töten. Dabei spielt sie dieses Spiel perfekt, sie lacht immer wieder, will im Luxus leben und missbraucht so die Gefühle der Männer, welche ihr folgen. Doch Tomie kann man nicht töten, sie kommt immer wieder und zerteilt man sie, wird aus jedem Teil eine neue. Das geht sogar soweit, dass sie Körper übernimmt. Im Kapitel Basement, worauf Tomie: Replay basiert, passiert dies auch, doch im Film deutet man es nur, mit dem Schönheitsfleck.

Yumi versucht nur ihren Vater zu finden, doch diese Suche führt sie auch zu Tomie, welche ihr auch ihr wahres Gesicht zeigt. Denn sie hat ein paar schwächen, sie hasst Fotografien von sich und wenn man sie Monster nennt. Als Yumi im Tagebuch ihres Vaters liest, nennt er Tomie auch immer wieder ein Monster. Im verlauf der Handlung von Tomie: Replay geht die Geschichte einen anderen Weg als der Manga aber am Ende gibt es eine ähnliche Auflösung. Obwohl das bei diesem Film wohl keine wirkliche ist.

Der Horror von Tomie

 

Tomie ist keine typische Horrorfigur, denn sie ist ein Wesen, was man nicht beschreiben kann. Sie existiert wahrscheinlich schon sehr lange und niemand weiß woher sie kam. Das zeigt auch Tomie: Replay und macht Andeutungen, das dieses Wesen schon sehr lange in Japan unterwegs ist und genau hier kommt der Horror her. Das funktioniert zwar im Manga etwas besser auch der Film verdeutlicht es sehr gut. Tomie ist kein typisches Horrorwesen, man sie nicht töten, sie kommt immer wieder zurück. Selbst wenn man eine Version von ihr verbrennt, es können noch Tausende von anderen unterwegs sein.

So kommt der Horror hier immer auf leisen sohlen und es gibt keine Jumpscars, sondern als Zuschauer werden wir mit unbeschreiblichen Situationen konfrontiert. Ähnlich wie bei Lovecraft, ist Tomie etwas Böses, etwas Altes. Diese Szenen sind sehr Grotesk und zeigen uns Schreckmomente, voller Ekel. Wir können uns als Zuschauer nicht erklären wie es geht und der Film versucht es auch nicht zu erklären. Es ist einfach da und wird niemals Enden.

Optik

Wie schon erwähnt, gibt es viele Szenen die bei Tomie: Replay aus der Mangavorlage genommen wurden. Das ist für die Fans des Mangas toll und zeigt auch, welche eindrucksvollen Horrorbilder Junji Ito mit Tomie geschaffen hat. Alleine der Anfang ähnelt stark seiner Vorlage, auch wenn es eine andere Person ist, so ist diese Szene mit dem Kopf doch perfekt für einen Start in einen Horrorfilm. So wissen wir als Zuschauer was uns erwarten könnte. Etwas unbeschreibliches. Auch die Szenen danach, verströmen den Horror, das leere Krankenhaus und dann läuft die nackte Tomie rum und findet ein neues Opfer. Der Film ist in dunklen Farben gehalten und vieles ist sehr düster. Das hilft der Stimmung und passt auch gut zu den schwarz weiß Bildern des Mangas.

Die Kamera ist immer ruhig und baut viele Stellen auch langsam auf. Es ist ein schleichender Horror und viele groteske Szenen werden nur angedeutet um uns dann andere in ihrer vollen Pracht zu zeigen. Dabei zeigt sich deutlich, dass Tomie: Replay sich den Konventionen des J-Horrors anpasst und wir sehr viele typische japanische Elemente wieder finden. Die aber auch in der westlichen Welt immer noch für schaurig schönen Grusel sorgen.

Fazit:

Tomie: Repley nutzt die Mangavorlage von Junji Ito sehr gut und erschafft aber auch etwas neues, in dem man die Handlung etwas abwandelt. Dafür nutzt man die starken Bilder der Vorlage sehr gut und überträgt sie perfekt auf das Medium Film.

Tomie: Replay

Movie title: Tomie: Replay

Director(s): Tomijirô Mitsuishi

Actor(s): Mai Hôshô, Yôsuke Kubozuka, Masatoshi Matsuo, Sakaya Yamaguchi, Kumija Kim, Ken'ichi Endô, Makoto Togashi

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
7.5/10

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