Die Macht des Schwertes

Nach dem man in den 70er Jahren den Weltweiten Markt der Martial Arts Filme dominiert hat, wandelt sich das Genre in den 80ern etwas, man wurde moderner und erzählte neue Geschichten und veränderte den Actionfilm für immer. Ende der 80er und Anfang der 90er. Ging man dann in Hongkong auch wieder einen Schritt zurück und erzählte wieder viele fantastische Geschichten, wo die Schwerkraft einfach nur ein Wort ist. Der Wuxia Film war zurück, doch anders als zuvor. Was King Hu und andere versuchten, wurde hier zum Abziehbild einer Reihe von Filmen. Das Wirefu wirkt so unglaublich gut, dass man als Zuschauer immer wieder fasziniert davon war, was alles möglich war. Man erzählte aber auch bekannte Geschichten neu. So auch bei Die Macht  des Schwertes, welches eine Neuinterpreation des Buchs Meteor, Butterfly, Sword von Gu Long, auf dem auch der Shaw Brothers Film Killer Clans – Die Herrschaft des Schwertes basiert.

Die Handlung dreht sich um Schwester Ko, einer Schülerin eines Eunuchen, welcher die Welt der Kampfkunst beherrscht. Doch er liegt im Sterben, so hat er einen letzten Wunsch an Ko, sie soll seine Feinde ausschalten, damit diese nicht den Thron besteigen können. Schwester Ko hegt selbst einen greul gegen die Feinde und tut dies mit freuden. Doch man braucht einen Plan, denn so leicht zu besiegen sind die Feinde nicht. Dabei kommen die Kindheitsfreunde von Ko ins Spiel. Meng und Yip, beide scheinen auf Schwester Ko zu stehen. Vor 10 Jahren verschwand aber auch eine andere Freundin und Meng scheint sie bei seinem Auftrag wieder gefunden zu haben. Dabei wird das alles noch viel komplexer.

Was soll bei einem Film wie Die Macht des Schwertes schon schief gehen? Man hat mit Michelle Yeoh und Donnie Yen eine top Besetzung, dazu noch Tony Leung. Die Actionszenen wurden von Ching Siu Tung in Szene gesetzt und die Regie übernahm Michael Mak, welcher mit Sex and Zen für viel aufsehen sorgte. Doch die Handlung ist so Komplex, das man als Zuschauer sehr genau aufpassen muss. Was aber einen auch langweilen kann, denn die Handlung ist ruhig erzählt und ist ein starker Kontrast zu den schnellen Actionszenen des Films.

Liebe, Verrat, Freundschaft und viel mehr in Die Macht des Schwertes

Die Geschichte von Die Macht des Schwertes, ist sehr typisch für das Genre und dennoch versucht man hier eine sehr komplexe Geschichte zu erzählen und das in kurzer Zeit. Als Zuschauer wird man mit Charakteren beworfen und immer wieder gibt es kurze Informationen zu den Figuren. Am Ende verliert man aber den Überblick. Denn es kommt auch noch zu Wendungen, dann tauchen Charaktere einfach auf und sind wieder verschwunden. Alleine die ganzen Frauen im Film. Die Charaktere haben Beziehungen und irgendwie wird nie klar, wer hier mit wem will. Dann gibt es noch die Freundin aus der Kindheit, die schnell für einen kurzen Moment wichtig wird. Hier hätte man der Handlung mehr Zeit geben müssen.

Für uns den Zuschauer ist das aber im ersten Moment auch egal, wir versuchen die Bilder zu Lesen und so vielleicht noch ein paar mehr Informationen zu bekommen, Hier macht sich dann bemerkbar, dass die Konflikte immer ausgekämpft werden, aber wir sehen nicht welcher Charakter gut und welcher Böse ist. Diese Zeichnung fällt flach, bis zum Finale. Vorher könnte es auch sein, dass Schwester Ko eine Böse ist und wir ihre Geschichte verfolgen und die Jungs vielleicht bemerken und sich zut guten Seite hinwenden.

Die Charaktere auf der anderen Seite sind auch da, hier hat man aber auch den Überblick verloren. Wer was will und warum überhaupt? Es geht halt um die Macht der Kampfkunst und es sollte auch ein Turnier geben und der Eunuch als Meister, die Wendungen am Ende war im ersten Moment von Die Macht des Schwertes klar.

Action

Der Kontrast zur wirren und komplexen Handlung von Die Macht des Schwertes liefern die vielen Actionszenen ab. Denn hier bekommt man die volle Pracht von Hongkong Action der 90er Jahre geboten. Was Regisseur Michael Mak bei der Handlung nicht schafft, übernimmt hier Ching Siu Tung. Der zeigt wie immer sein können bei solchen Szenen und als Zuschauer bekommt man so viele Highlights geboten, das man kaum sagen kann was hier am meisten überzeugt.

Die Martial Arts Szenen im Film steigern sich immer wieder, da folgt ein Highlight nach dem anderen. Dazu gibt es auch ein paar härte Szenen. Man baut hier die typischen Fantasyelemente mit ein. So kann ein Held mit einem Schwerttrick den Gegner durchbohren und läuft durch ihn hindurch. Das sieht sehr gut aus. Dann gäb es da noch den Kampf im Bambuswald. Hier zeigen Michelle Yeoh und Donnie Yen auf sehr spektakuläre Art und Weise wie man Gegner im Actionfilm erledigen kann.

Auch das Finale bietet Wirefu vom feinsten. Hier wird durch die Luft gesprungen und an Wänden gekämpft. Als Zuschauer muss man manche Szenen nochmals schauen um alles mit zubekommen, so viele Details sind in den Actionszenen von Die Macht des Schwertes versteckt.

Optik

Wann genau die Handlung von Die Macht des Schwertes angesieldet ist, kann man nicht genau sagen. Die Kostüme sehen nach den typischen des Genres aus. So bekommt man prachtvolel Kostüme geboten und die typischen Orte, wie ein kleiner Palast oder andere Orte. Man merkt auch sehr deutlich, wenn Regisseur Michael Mak am Werk war und wann Ching Siu Tung etwas gedreht hat. So bekämpfen sie sich optisch zwar nicht aber es ganz deutlich ein anderer Stil. In den Handlungsszenen ist die Kamera ruhig oder fährt langsam entlang, das auch in sehr kreativen Einstellungen aber bei der Action merkt man sehr deutlich, dass hier ein anderer Regisseur am Werk war.

Die Actionszenen sind sehr gut gefilmt und man nutzt auch viele Tricks. Dabei legt man ein Tempo an den Tag, es gibt viele Schnitte, die das Tempo noch steigern. Als Zuschauer sieht man dennoch alles was passiert. In manchen Szenen merkt man aber sehr deutlich, dass man es mit weniger Frames gedreht hat, das funktioniert zwar, sieht aber immer etwas befremdlich aus, weil es noch weniger sind als die üblichen 21 oder 22 Frames, die sonst genutzt werden für Martial Arts Szenen.

Fazit:

Die Macht des Schwertes ist wirklich ein zwei schneidiges Schwert. Auf der einen Seite hat man die komplexe und wirre Handlung, die viel zu schnell erzählt wird und man so keine Zeit hat die Charaktere und ihre Motivationen zu erklären, um so mehr Klarheit in die Geschichte zu bringen. Auf der anderen Seite hat man unglaublich gute Actionszenen, das Wirefu funktioniert perfekt. Michelle Yeoh, Donnie Yen und Tony Leung sind hervorragend in ihren Rollen. So bekommt man ein Film der mit der Action überzeugen kann, aber mit der Handlung nicht.

Die Macht des Schwertes

Movie title: Die Macht des Schwertes

Director(s): Michael Mak

Actor(s): Tony Leung Chiu-Wai, Jimmy Lin, Joey Wong, Donnie Yen, Michelle Yeoh, Elvis Tsui, Tou Chung-Hua, Yeh Chuan-Chen, Lee Wai, Lee Ka-Ting, Wong Chung-Kui

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 4/10
    Spannung - 4/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
6.3/10

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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